Sonntag, 19. Februar 2017

Raus auch wenn's regnet

Ein Waldspaziergang ist auch bei Regen schön.
Selfie mit Kapuzen.
Mit Sonne waren wir in den Tag gestartet, aber gegen Mittag begann es zu regnen – kein Grund, auf die Sonntagstour mit den Hunden zu verzichten. Statt ins Moor gingen wir diesmal lieber in den Wald, wo wir vor dem Regen etwas geschützter waren. Dass wir bei dem Wetter unterwegs keinen anderen Menschen getroffen haben, brauchen wir eigentlich nicht zu erwähnen. Wir hätten es auch nicht anders erwartet.
Bei Regen ist die Luft im Wald herrlich – kühl und feucht und frisch und dabei so angenehm, dass wir sie in tiefen Zügen inhalieren. Die nassen, braunen Blätter auf dem Waldboden glänzen, und das Moos am Wegesrand leuchtet in kräftigem Grün.

Liegt da etwa ein grüner Krake am Wegesrand?

Samstag, 18. Februar 2017

Ein Fest für die Ziegen

Ziegen fressen mit Vorliebe das, was sie nicht sollen. Im Sommer sind das die jungen Triebe der Obstbäume und nahezu alle Pflanzen, die im Blumen- und Gemüsegarten sprießen. Wer den Bock nicht zum Gärtner machen will, ist gut beraten, entweder seinen Garten oder seine Ziegen gut einzuzäunen. Wir bevorzugen die erste Variante, denn bei der zweiten ist ein herzzerreißendes Gemecker zu erwarten, sodass wir das Tor zum Ziegengehege bald wieder genervt öffnen würden.

Während sich Linus noch über die grünen Nadeln der Fichtenzweige hermacht, hat Minou bereits mit dem Entrinden der Stammabschnitte begonnen.
Im Winter sind all die verbotenen Leckereien natürlich Mangelware. Stattdessen wird die Rinde von den Bäumen genagt. Wir haben deshalb nach und nach immer mehr Bäume auf unserem Gelände mit Maschendrahtzaun umwickelt. Um die, die wir noch nicht auf diese Weise geschützt haben, müssen wir uns aber zum Glück erst einmal keine Sorgen mehr machen, denn die Ziegen haben seit gestern eine neue Spielwiese. Nachdem wir im Vorgarten eine große, fette und leider nicht mehr standsichere Fichte fällen lassen mussten, haben wir jetzt hinten auf dem Hof einen beachtlichen Berg aus Stammabschnitten, der jetzt darauf wartet, zu Brennholz verarbeitet zu werden. Das wird einige Wochen dauern – sehr zur Freude von Minou und Linus, die offenbar beschlossen haben, die Baumscheiben zunächst einmal sorgfältig zu entrinden, bevor sie sie und dann zur weiteren Bearbeitung mit der Axt überlassen. Uns kann das nur recht sein, denn solange sie mit dem Holzberg beschäftigt sind, werden sie hoffentlich keinen Blödsinn machen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Valentinstag ist Valentinotag

Ist er nicht schön?! Zum Geburtstag gab es heute eine
Extra
portion Möhren.
Eigentlich haben wir es mit dem Valentinstag nicht so. Wir konnten in der Vergangenheit gut auf ihn verzichten. Bis vor zwei Jahren Valentino zu uns kam. Der heißt nämlich so, weil er am Valentinstag geboren wurde.
Der kastrierte Schafbock ist ein ganz lieber, und er passt prima zu unseren vier Skudden-Schafen und gut auf sie auf. Valentino kam zu uns, nachdem seine gesamte Familie eines Nachts auf der Weide von einem Wolf getötet wurde. Als einziger Überlebender des Massakers war Valentino entsprechend verstört und verängstigt, und er brauchte ganz schnell eine neue Familie. Seine Menschen fragten uns, ob wir ihm ein neues Zuhause geben würden. Ja, klar, selbstverständlich!
Jeden Tag freuen wir uns über unsere kleine Schafherde und ganz besonders darüber, dass Valentino das traumatische Erlebnis von damals offenbar gut überwunden hat. Happy Birthday!

Valentino mit seinen vier Mädchen.

Sonntag, 12. Februar 2017

Hoch hinaus

Als wir heute mal wieder im Moor unterwegs waren, kamen wir an einem Hochsitz vorbei, der eine beachtliche Höhe hatte und einem Panoramablick über die Wiesen erwarten ließ. Also kletterte ich kurz hoch, um ein paar Fotos von dort oben zu machen. Marion blieb unten bei den Hunden. Die fanden das allerdings überhaupt nicht lustig – und wollten mir natürlich hinterher. Von einem früheren Erlebnis wissen wir, dass Hunde durchaus in der Lage sind, eine Leiter hinauf zu laufen. Aber Marion konnte Fyffes gerade noch davon überzeugen, doch lieber unten zu bleiben.

Marion bittet Fyffes, mir doch lieber nicht auf den Hochsitz hinauf zu folgen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Morsche Mauer

Diese Mauer ist gar nicht aus Stein: Die regelmäßige Struktur der aufgeschichteten und mit Flechten und Moos überzogenen Baumstämme hat uns auf den ersten Blick in die Irre geführt.
Da dachten wir doch schon, unseren nah gelegenen "Hauswald" von ungezählten Hundespaziergängen zu kennen, aber weit gefehlt. Neulich fanden wir doch noch ein paar neue Wege und fühlten uns  auf einmal wie in Schweden: Da zog sich doch entlang des Pfades eine lange Steinmauer entlang.
Eine Steinmauer? Wir staunten und schauten genauer hin. Doch was auf den ersten Blick wie aufgeschichtete Steine aussah, von Wind und Wetter gegerbt, von Moos und Flechten grau und grün überzogen, das war gar keine Mauer, sondern ein  großer Haufen vor geraumer Zeit gefällter und am Wegesrand aufgeschichteter Baumstämme. Die hatte wohl jemand vergessen abzuholen und nun modern sie da am Wegesrand vor sich. Aber egal, ob harter Stein oder moderndes Holz – schön und interessant anzuschauen war unsere Entdeckung allemal.

Dieses Holz taugt wahrscheinlich nicht einmal mehr zum Heizen.

Montag, 6. Februar 2017

Eisige Entdeckung

Was liegt denn da auf dem Baumstumpf und glitzert so verführerisch? Das muss sich Fiene aus der Nähe anschauen. Schließlich könnten es sich bei den in Moos gebetteten Klunkern vielleicht um etwas Essbares handeln.
Die seltsamen, durchsichtigen Teile werden ausgiebig untersucht und beschnuppert, und es dauert eine Weile, bis Fiene endlich das Interesse verliert. Eis essen im Winter bei frostigen Minustemperaturen? Nö, das mögen kleine Hunde dann doch nicht so gerne.

Sie sind offenbar sehr interessant, diese in Moos gebetteten Eisklunker.

Samstag, 4. Februar 2017

Vitamin D tanken, bevor der Winter zurückkehrt

Effektvoll von der Sonne beleuchteter Waldweg. 
Nach den grauen, trüben Tagen in dieser Tage gab es heute endlich mal wieder Lichtblicke, und zwar so viele, dass es schwer fällt, aus den vielen Fotos, die wir auf unserer Tour mit den Hunden gemacht haben, eine Auswahl zu treffen.

Und noch ein "Lichtblick".
Nachdem sich der Morgennebel, der sich hartnäckig bis zum frühen Nachmittag hielt, gelichtet hatte, zeigte sich die Sonne, und bei +8 Grad tanzten sogar schon wieder die Mücken, während an den im Schatten gelegenen Waldrändern Nebelschwaden über der dort noch vorhandenen Schneedecke waberten. 

Am Waldrand wabert Nebel über den Schneeresten.



Mal warm, mal kalt, mal gleißenden Sonnenlicht, mal dunkler Schatten – für Abwechslung war auf dieser Tour reichlich gesorgt. Und obendrein bot sie, da sie größtenteils über freies Feld führte, eine gute Gelegenheit, um Vitamin D zu tanken und die Speicher für die bevorstehenden Wintertage zu sammeln.

Blauer Himmel über einer Weide, auf der nach der Schneeschmelze das Wasser steht.