Dienstag, 30. August 2016

Zwiebeln trocknen in der Sonne

Aus der Erde geholt worden sind sie schon. Jetzt müssen sie nur noch trocknen und können dann eingesammelt werden.
Nachdem sie im ersten Arbeitsgang aus der Erde geholt worden sind, trocknen sie jetzt in der Sonne, bevor sie eingesammelt und abtransportiert werden. Speisezwiebeln gehören zu den weniger verbreiteten Feldfrüchten bei uns in der Heide, wo überwiegend Kartoffeln, Getreide und Zuckerrüben angebaut werden. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir ab und zu einmal ein Möhrenfeld oder, wie in diesem Fall, ein Zwiebelfeld entdecken.
Vom Fahrrad aus konnten wir das Zwiebelfeld bei Uelzen schon riechen, bevor wir es sahen. Die Zwiebeln verströmen einen so aromatischen Duft, dass wir uns am liebsten gleich bedient hätten. Vielleicht wäre es uns schwerer gefallen, uns zurückzuhalten, wenn es sich nicht um herkömmliche Speisezwiebeln, sondern um die mild-würzigen roten Zwiebeln, die wir so mögen, oder um kleine, feine Schalotten gehandelt hätte.
Tipp: Wer mehr über die Zwiebel, die zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit zählt und schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze angebaut wird, wissen möchte, sollte mal beim Fachverband Deutsche Speisezwiebel e.V. vorbeischauen. Dort kann man sich auch einen Flyer herunterladen, der kurz und knackig über die Zwiebel informiert.

Montag, 29. August 2016

Diese Riesen sind noch Zwerge

Einer ist schon unter die Hufe gekommen, aber zwei andere Riesenboviste (Calvatia gigantea) stehen noch auf unserer Pferdeweide und wachsen munter weiter. Wir hielten sie für ziemlich groß – bis wir im Internet Fotos von Exemplaren fanden, die so groß wie Kürbisse waren und rund 20 kg wogen. Dagegen sind unsere Riesenboviste noch Zwerge, aber vielleicht legen sie ja noch an Gewicht und Umfang zu, wenn sie nicht vorher von den Pferden zertrampelt werden.

Kein großer Champignon, sondern ein Riesenbovist, der zur Gattung der Großstäublinge in der Familie der Champignonverwandten zählt.
Essbar sind Riesenboviste übrigens nur im jungen Stadium, wenn sie im Anschnitt noch weiß sind. Angeblich wurde er zur Zeit des Kaiserreiches "Beamtenschnitzel" genannt,  da er einer vielköpfigen Familie eine kostenlose Mahlzeit liefern konnte.
Das weiße Innere verfärbt sich mit zunehmenden Alter – zunächst wird es gelblich, dann bräunlich – und irgendwann platzt die Hülle und Millionen von Sporen verbreiten sich in Form einer großen Staubwolke.

Sonntag, 28. August 2016

Radtour zum Töpfermarkt

Ohne E-Bikes wäre die Radtour bei 33 Grad wahrscheinlich zur Tortour geworden.
Für eine Tour mit den Hunden war es heute viel zu heiß. Also haben wir die liebe Russellbande im kühlen Haus gelassen und eine Radtour gemacht. Um bei 33 Grad nicht übermäßig ins Schwitzen zu kommen, wählten wir aus unserem Fahrrad-Fuhrpark zwei E-Bikes, und das war gut so. Bei Hitze soll man ja körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden, und wenn das erst recht, wenn zusätzlich noch, wie in meinem Fall, eine Sommergrippe das Atmen erschwert.
Nachdem wir das Auto östlich von Uelzen abgestellt hatten, schwangen wir uns auf die Räder und fuhren "über die Dörfer" nach Bad Bevensen. Wie immer war der Weg das Ziel, aber der Kurort an der Ilmenau lockte an diesem Wochenende mit einem Töpfermarkt, und den wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Töpfermarkt im Kurpark.
Rund 50 Keramiker aus ganz Deutschland, darunter bodenständige Handwerker ebenso wie kreative Künstler, präsentierten im Kurpark ihr vielfältiges Angebot an Keramik aus eigener Werkstatt. Da wir nicht unbedingt etwas kaufen wollten, schlenderten wir ganz entspannt von Stand zu Stand und staunten über Formen und Farben – und kauften schließlich doch noch zwei schöne Teile: eine kleine Vase für Marion und eine Schale für mich.
Nach kurzen Besuchen im örtlichen Bio-Laden und in der Filiale einer Drogeriemarktkette machten wir uns auf den Rückweg. Wir saßen kaum im Sattel, da begann es auch schon zu schütten wie aus Eimern. Schnell die Regenjacken aus den Rucksäcken geholt und übergezogen – und dann weiter. Unterwegs kamen wir noch in einen zweiten, aber kurzen Schauer, aber dann zeigte sich auch schon wieder die Sonne. Außer einer kleinen Erfrischung bescherte uns der Regen auch einen deutlichen Temperatursturz… von 33 auf 23 Grad.
Als das heftige Gewitter über uns niederging, waren wir zu zum Glück schon wieder zu Hause.

Samstag, 27. August 2016

Wie ein Scherenschnitt

Aladins Silhouette zeichnet sich wie ein Scherenschnitt vor dem Sonnenuntergangshimmel ab. Die Pferde stehen bei der Hitze tagsüber lieber im Schatten und gehen erst abends auf die Weide.
Pferde an so heißen Sommertagen wie heute auf einer Weide ohne Sonnenschutz stehen zu lassen, grenzt an Tierquälerei. Freiwillig würden sie sich nicht der prallen Sonne aussetzen. Unsere Pferde sind auch heute wieder den ganzen Tag lang in der dunklen, vergleichsweise kühlen Scheune geblieben und erst abends kurz vor Sonnenuntergang zum Fressen auf die Weide gegangen. In dieser Hinsicht handeln sie klüger als viele Menschen, die sich wider besseren Wissens in die Sonne legen und dann abends wundern, dass ihre Haut krebsrot ist und brennt. Beim Einkaufen heute Abend sahen wir zwei Frauen mit schlimmen Sonnenbränden auf den unbedeckten Schultern und Oberarmen. Einerseits taten uns die Frauen leid, andererseits konnten wir nicht begreifen, das sie so unvorsichtig sein konnten, denn schließlich ist allgemein bekannt, dass mit jedem Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko steigt. Gut, dass die Pferde vernünftiger sind!

Freitag, 26. August 2016

Kaninchenfutter in der Dachrinne

Frisches Grünfutter, allerdings in einer Höhe, die für Kaninchen unerreichbar ist.
Löwenzahn ist der Klassiker, wenn es um Grünfutter für Kaninchen geht. Normalerweise wächst der aber dichter am Boden und nicht in knapp drei Meter Höhe.
Mich stört der Löwenzahn in der Dachrinne nicht, aber da Pflanzen nicht ohne Nährboden wachsen, ist davon auszugehen, dass sich schon wieder reichlich organisches Material in der Dachrinne abgelagert hat. Vor dem Herbst, der meist auch ergiebige Regenfälle mit sich bringt, sollten wir wohl die Rinnen noch einmal reinigen.


Donnerstag, 25. August 2016

Arbeitsplatz unterm Nussbaum

Im Innenhof gibt es drei Bereiche: einen für die Menschen
(und Fiene), einen für die Schweinchen (hinterm ersten
Zaun) und einen für die Hühner (hinterm zweiten Zaun).
Bei solcher Hitze wie heute halte ich lieber Türen und Fenster geschlossen, damit es im Haus kühl bleibt. So ganz ohne Frischluft mochte ich dann aber doch nicht arbeiten, und so verlegte ich meinen Arbeitsplatz in den Innenhof. Hier, unter dem ausladenden Blätterdach des großen, alten Nussbaums, ist die Temperatur perfekt, und die Sonne blendet nicht beim Blick auf den Bildschirm. Unsere Hühner und Minischweine, die im Innenhof ihre Ausläufe haben, leisten mir beim Arbeiten Gesellschaft, und auch Fiene darf mit dabei sein. Die anderen Hunde haben zum Innenhof keinen Zutritt, weil sie sofort Die Katzen jagen würden, die auf dem Deckel der Regentonne in der Nortdost-Ecke des Innenhofs ihren Lieblingsplatz haben. Auch mit den Schweinchen und den Hühnern verstehen sie sich nicht wirklich gut.
Jetzt, im August, kann ich mich an meinem Outdoor-Arbeitsplatz noch sicher fühlen. In wenigen Wochen müsste ich hier einen Schutzhelm tragen oder zumindest einen Schirm aufspannen, um mich vor den Walnüssen zu schützen, die dann vom Baum fallen.

Auch die Rispenhortensie fühlt sich im Schatten des Nussbaums offenbar wohl.

Mittwoch, 24. August 2016

Ein schöner Sommerabend

Als ich las, dass es ab Mitte dieser Woche noch einmal hochsommerlich heiß werden würde, war ich, ehrlich gesagt nicht so begeistert, zumal ich gerade unter einer heftigen Sommergrippe leide und wegen des Fiebers sowieso schon heiß genug ist. Somit fiel es mir auch nicht schwer, diesen eigentlich perfekten Sommertag im kühlen Haus arbeitend am Bildschirm zu verbringen. Aber am Abend zog es uns dann doch noch hinaus. Kurz vor Sonnenuntergang ließ es sich draußen gut aushalten, und so packten wir unseren Picknickkorb und machten uns auf den Weg den Hang hinauf zu unserer kleinen Hütte an der Pferdeweide.

Picknick im warmen Licht der Abendsonne vor unserer kleinen Hütte an der Pferdeweide.
Obwohl die Vorhänge vor den Fenster und Tür zugezogen waren, hatte sich die Hütte auf Saunatemperatur aufgeheizt, und deshalb räumten wir Tisch und Stühle nach draußen und ließen uns dort unser kleines Abendessen schmecken – Tomaten-Mozzarella-Baguette in veganer Variante (Mozzarella lässt sich prima durch Kräutertofu ersetzen).
Anschließend unternahmen wir unseren allabendlichen Hundespaziergang und sahen dabei den glutroten Sonnenball hinter dem Horizont verschwinden. Und nachher gucken wir uns im Ersten noch den preisgekrönten Dokumentarfilm "Zehn Milliarden – Wie werden wir alle satt?" an, auch wenn man sich zum Ausklang dieses schönen Sommerabends vielleicht etwas Anderes vorstellen könnte. Aber der Film soll ja sehr sehenswert sein.