Freitag, 20. Juni 2014

Der Zufall sammelt mit

Die Sammlung wächst von ganz allein: Neuzugänge sind die Tomaten "Grünes
Zebra", "Schwarze Kirsche" und "Brin de Muguet".
Zu behaupten, ich wäre Rosen- oder Tomatensammlerin, wäre eine Beleidigung für all jene, die ihrer Liebe und Leidenschaft mit System nachgehen und weder Kosten noch Mühen scheuen, an Raritäten heranzukommen. In ganz bescheidenem Maßstab und auch das nur eher aus Zufall, habe ich jetzt dennoch eine ganz muntere, sehr unterschiedliche Tomatenpflanzen-Truppe. Grundstock waren die aus eigenen Samen selbst gezogenen Pflänzchen. Vier verschiedene Sorten, allso ziemlich überschaubar. Dann kamen beim Besuch einer neu eröffneten Gärtnerei der "Rote Heinz" und eine Cocktailtomate, deren komplizierten (russischen?) Namen ich schon wieder vergessen habe, und zuletzt schon wieder drei Neuankömmlinge hinzu.
Unser örtlicher "Ramschmarkt" wird in weiten Bereichen seinem Namen gerecht, aber manchmal offenbart er auch echte Schätze. Diesmal  biologisch gezogene Tomatenraritäen zum Spottpreis. Dass auf dem Etikett Starkoch Johann Lafer abgebildet ist, war für mich kein Kaufargument, wohl aber die wohlklingenden Namen der Tomaten und ihr gesunder  Wuchs. Und so laden wir das "Grüne Zebra", die "Schwarze Kirsche" und "Brin de Muguet", die Maiglöckchen-Tomate, in den Kofferraum.
Jetzt bin ich gespannt, die Pflanzen blühen, tragen schon erste, grüne Mini-Früchte. Von einer wirklichen Sammlung, wie Gärtnermeisterin Melanie Grabner sie hat (sehr liebevoll und praktisch fundiert in ihrem Ulmer Gartenbuch "Tomatenliebe" beschrieben), bin ich – zum Glück – noch weit entfernt. Die kann aus einem Samenfundus von 600 leicht zu kultivierenden und 400 Raritäten schöpfen. Bei mir ist jetzt schon Schluss. Es mangelt einfach an sonnigen, regengeschützten Hauswänden, an denen entlang ich die Tomaten ansiedeln könnte. 
Meine "Sammlung" bleibt, wie sie ist: ein Zufallsprodukt und ansonsten klein, aber fein!

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