Sonntag, 22. Juni 2014

Rote Grütze, Teil 2

Beerig lecker: Rote Grütze aus gemischten Gartenfrüchten.
Daran müssen wir uns noch ein bisschen gewöhnen. Gegessen wird, was gerade im Garten reif ist, nicht das, was uns gerade in den Sinn kommt. Aber was fangen wir an mit 1,3 Kilo roten und weißen Johannisbeeren sowie zwei Händen voller Erdbeeren? Marmelade kochen? "Nein, rote Grütze!" ruft Inka.
Ich bin alles, nur keine Küchenfee, aber rote Grütze, das müsste ich ja noch hinbekommen, schließlich hat Inka den Schreibtisch voll getürmt mit Arbeit.
Das Rezept ist einfach, nur ein bisschen Zeit, die braucht das Ganze. Die Früchte müssen vorbereitet werden und die kleinen weißen Perlsago-Kügelchen brauchen mindestens 20 Minuten, bei unserer Fruchtmenge sogar 30 Minuten, bis sie sich aufgelöst, beziehungsweise ganz klar geworden sind.

Die Zutaten: 1 Kilo frische, am besten gemischte Früchte (Johannis-, Stachel- oder Joastabeeren, Kirschen, Erdbeeren, Him- oder Brombeeren, was der Garten gerade so hergibt).
Früchte von den Stielen entfernen, kurz waschen, große Erdbeeren hälfteln oder vierteln. Alles zusammen mit 70 Gramm Zucker (wenn die Früchte sehr süß sind etwas weniger) sowie 250 ml Fruchtsaft, ich nahm einen Direktsaft aus heimischen Früchten (Apfel gemischt mit schwarzer Johannisbeere und Kirsche) vermischen. Außerdem: 65 Gramm Perlsago.
Die Frucht-Fruchtsaft-Zuckermischung einmal kurz aufkochen lassen, dann durch ein Sieb schütten, den Saft auffangen und zurück in den Topf füllen. Perlsago einrühren, wieder kurz aufkochen und dann die genannten mindestens 20 Minuten auf kleiner Flamme mit geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen, ab und zu umrühren, damit nichts ansetzt. Die Flüssigkeit wird langsam etwas sämiger, die Sagokügelchen sind zum Ende der Kochzeit entweder ganz verschwunden oder glasklar. Die abgeschütteten Früchte wieder hinzufügen und alles knapp fünf Minuten kochen lassen, danach entweder in Portionsschälchen oder eine große Schüssel füllen und über Nacht erkalten lassen.

Inka nimmt sich noch einen Nachschlag.
Die vegane Vanillesoße kommt nicht ganz ans Original heran, schmeckte aber in Kombination mit unserer eher etwas sauren Grütze wirklich gut:
Von einem halben Liter Soja-Reis-Drink ungefähr 70 ml abnehmen und mit zwei gestrichenen Esslöffeln Bio-Rohrzucker sowie zweieinhalb gestrichenen Esslöffeln Vanillepuddingpulver vermischen und glatt rühren. Der Zucker muss sich aufgelöst haben, Puddingpulverklümpchen ebenso.
Derweil den Soja-Reis-Drink erhitzen, aufkochen lassen, von der heißen Herdplatte nehmen und die Puddingpulvermischung einrühren. Danach das Ganze wieder zurück auf den Herd, bis die Mischung kocht, dabei  umrühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Soße etwas eindickt (das geht schnell), den Topf vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Fertig!

Und? Hat sich die Mühe gelohnt? "Schmeckt lecker", sagt Inka und tut sich eine zweite Portion auf. Finde ich auch, schmeckt sehr "beerig", süß und sauer zugleich, sehr frisch, eben nach Sommer!

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