Sonntag, 20. Juli 2014

Jetzt sieht auch Inka nur noch grün

Inka ist ziemlich groß, aber wird trotzdem vom Mais über-
ragt.
Einer unserer Abendrunden-Feldwege endet in einem Maisfeld. Aber was heißt endet? Wir sind einfach in den Treckerspuren, die tiefer in das Feld führten, weitergegangen, und als hätte der Landwirt ein Herz für Hundebesitzer und Spaziergänger, hat er sogar einen Ausweg aus seinem Feld angelegt. Dort wo er auch mit seinem Trecker nicht mehr weiterfährt, führt ein kleiner Stichweg, wo eine Reihe Pflanzen fehlt, wieder an den Feldrand.
Anfangs waren die Maispflänzchen gerade kniehoch, aber mit dem Regen und der Wärme machten sie jeden Tag eine Sprung nach oben, ja, wir hätten ihnen beim Wachsen bestimmt zusehen können. Ich war überrascht, als ich gefühlt von einem Tag auf den anderen nicht mehr über die Maispflanzen hinwegsehen konnte und nur noch in einem grünen Tunnel wandelte. Jetzt sieht auch Inka nur noch grün, selbst auf Zehenspitzen überragt sie der fast zwei Meter hohe Mais. Angefangen zu blühen hat er auch. Aus den kleinen Kolben schauen lustige "Haarbüschel" heraus. Oben an der Spitze sitzen die männlichen Blüten, die ihren Pollen verteilen. Mit dem Längenwachstum wird es dann jetzt wohl vorbei sein – die Pflanze hat anderes zu tun. Das, was sie als Samen fürs nächste Jahr anlegt, landet in der Biogas-Anlage wenig weiter. Irgendwie ein bisschen traurig.
Aber durch so ein Feld zu gehen, ist interesant, eine eigene Welt, weil man nichts mehr sieht außer Mais – und den Sommerhimmel darüber.

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