Montag, 21. Juli 2014

Landleben hält fit

250 Heuballen habe ich heute Abend quer durch die
Scheune geschleppt und auf den Heuboden geworfen.
Unsere Tiere halten uns buchstäblich auf Trab. Ständig müssen wir für sie Futter heranschleppen und Mist wegkarren. Aber wir wollen uns gar nicht darüber beschweren,  erspart es uns doch den Besuch eines Fitnessstudios oder Sportclubs.
Nachdem ich meine (fast) tägliche Fahrt zum Einkaufen mit dem Fahrrad absolviert hatte – hin und zurück sind das genau zehn Kilometer –, hatte ich gerade noch Zeit für einen Kaffee, dann tuckerte auch schon ein Trecker mit zwei schwer beladenen Anhängern heran. Unser Heu für den nächsten Winter wurde geliefert. Zum Glück aber nicht alles auf einmal. Im vergangenen Jahr mussten wir – zum Glück mit Hilfe einiger Freundinnen – an einem Wochenende 600 Ballen auf den Heuboden hieven. Diesmal waren es nur 250 Ballen. Das reicht natürlich nicht, um die vier Ponys, die vier Schafe und die zwei Ziegen gut und satt über den Winter zu bringen, aber unser Heulieferant, der selbst 35 Pferde hat, ist so nett und lagert das restliche Heu auf seinem Heuboden. Wenn die ersten 250 Ballen aufgebraucht sind, rufen wir ihn an, und dann bringt er uns Nachschub. Sehr komfortabel!
Somit konnte ich die Arbeit heute alleine bewältigen. 250 Ballen auf den Heuboden zu hieven, das ist von einer Person alleine an einem Abend durchaus zu schaffen – allerdings ist die Person (in diesem Fall ich) danach auch ziemlich erledigt. Von der Abladestelle bis zur Leiter, die zum Heuboden führt, sind es 20 Meter. Somit habe ich für jeden Ballen 40 Meter zurückgelegt. Bei 250 Ballen entspricht das einer Wegstrecke von zehn Kilometer (den Weg die Leiter hoch nicht eingerechnet). Aber nicht nur die Beinmuskeln wurden beansprucht: Jeden Ballen habe ich einzeln in Kugelstoßermanier auf den Heuboden geworfen. Nach jeweils zehn Ballen bin ich hoch auf den Heuboden, um erst einmal die durcheinander liegenden Heuballen aufzuschichten.
Während ich Ballen für Ballen den Heuberg vor der Scheune abtrug, kümmerte sich Marion um die Tiere. Die Pferde hätten sich am liebsten gleich auf das frische, duftende Heu gestürzt, aber das konnten wir ihnen leider nicht erlauben, denn frisches Heu sollte mindestens drei Wochen lagern, bevor es verfüttert wird.
Es ist immer ein gutes Gefühl, einen gut gefüllten Heuboden vor sich zu haben. Dann sehen wir dem Winter etwas gelassener entgegen, denn wir wissen, dass unsere Tiere genügend zu fressen haben.

Kommentare:

  1. Doppelsinnig möchte ich mal sagen, liebe Inka, Du kannst alles tragen, es sieht immer gut aus (so auch ein Strohkleid)... ;o) Mich würde aber noch interessieren, wieviel solch ein Ballen wiegt.
    Liebe Grüße Anne

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  2. Doppelsinnig möchte ich mal sagen, liebe Inka, Du kannst alles tragen, es sieht immer gut aus (so auch ein Strohkleid)... ;o) Mich würde aber noch interessieren, wieviel solch ein Ballen wiegt.
    Liebe Grüße Anne

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  3. Danke, liebe Anne!
    Da es für die kleinen Ballen keine neuen Presse mehr gibt, kommen meist ziemlich alte Exemplare zum Einsatz, die nicht alle Ballen in Einheitsgröße auswerfen. Manche sind kleiner, andere größer und entsprechend leichter bzw. schwerer. Im Durschnitt wiegen sie zehn Kilo.
    Liebe Grüße
    Inka

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