Freitag, 1. August 2014

Am Kratersee Mien


Pause auf einem Felsen am Nordufer des Kratersees Mien

27,2 Kilometer zeigte der in meiner Sportuhr eingebaute Schrittzähler an, als wir heute gegen Mittag endlich wieder zu Hause ankamen. Das war selbst für den sonst unermüdlichen Fyffes zu viel. Statt wie sonst vorneweg zu laufen, trottete er auf den letzten Kilometern lustlos hinter uns her. Wäre es nicht so heiß gewesen, hätte er wahrscheinlich noch ein gutes Stück weiter gehen können.
Unsere Wanderung führte uns an den Mien, einen fast kreisrunden Kratersee mit einem Durchmesser von 5,5 Kilometern. Er ist durch einen Meteoriteneinschlag vor etwa 121 Millionen Jahren entstanden. Im Durchschnitt ist er rund 14 und an seiner tiefsten Stelle 42 Meter tief. Deshalb ist das Wasser auch im Hochsommer ziemlich kalt. Gleichwohl gibt es einige Badestellen, die meistens aber nur am Wochenende genutzt werden. An normalen Wochentagen wie heute hat man den fast 20 Quadratkilometer großen See fast für sich alleine. Im dichtbesiedelten Deutschland wäre das unvorstellbar.
Als wir auf einem Felsen am Ufer eine Pause machten und den Blick über den See genossen, rutschte Fussel ins Wasser und nahm ein unfreiwilliges Bad. Sie beeilte sich, wieder an Land zu kommen, denn das Wasser war ihr wohl etwas zu kalt. 
Am Nachmittag habe ich den kleinen Anbau an unserem Haus gestrichen, den wir in dieser Urlaubswoche gebaut haben, und am Abend sind wir wieder in unserem Kanu auf unserem "Haussee" gepaddelt. 
Die Hunde haben übrigens nach der langen Tour am Vormittag den Rest des Tages auf dem Rasen in der Sonne gelegen und jede weitere Bewegung vermieden. Aber wetten, dass sie morgen früh wieder Lust auf eine weitere Tour haben? Leider wird es die letzte in diesem kurzen Sommerurlaub in Schweden werden, denn danach geht es leider schon wieder nach Hause.

Riesig und menschenleer: keine Schwimmer, keine Boote und keine Wassersportler auf dem Mien.

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