Donnerstag, 21. August 2014

Weißdorn und Schlehdorn

Schon so groß wie kleine Kirschen sind die Schlehen genannten Früchte des Schlehdorns.
Nicht weiß, sondern rot sind die Beeren des
Weißdorns.
Dass es langsam Herbst wird, merkt man nicht nur daran, dass die Sonne schon wieder tiefer steht und längere Schatten wirft und die Landschaft in ein warmes Licht taucht, sondern auch daran, dass in den Wäldern die Pilze sprießen – der Freund einer meiner Kolleginnen hat am Dienstag einen Riesenberg Steinpilze gesammelt – und in den Hecken am Wegesrand die Früchte reifen. Die Beeren des Weißdorns leuchten nicht, wie man vom Namen ableiten könnte, weiß, sondern rot. und die blauen Schlehen des Schlehdorns sind schon fast kirschgroß. Bis sie geerntet werden können, dauert es allerdings noch ein paar Monate. Frühestens im Oktober sind sie erntereif, dann aber meist noch sehr sauer und herb. Erst, wenn sie ordentlich Frost abbekommen haben, werden sie schmackhafter. Sie werden für Marmeladen, Fruchtsäfte und Fruchtweine verwendet.
Auch das Fruchtfleisch der Weißdornbeeren ist durchaus essbar. Es lässt sich zu Mus verarbeiten oder zu einer Art Mehl zermahlen. Allerdings wurde davon nur in Notzeiten Gebrauch gemacht. Heutztage ist Weißdorn vor allem als Heil- und Stärkungsmittel bei Herzschwäche und Herzkrankheiten bekannt. Für die Zubereitung der Weißdornpräparate werden neben den Früchten auch die Blüten und Blätter verwendet.
Übrigens gehören Weißdorn und Schlehdorn beide zu den Kernobstgewächsen in der großen Familie der Rosengewächse.

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