Mittwoch, 6. August 2014

Wilder Wildfang

Hübsch, aber auch sehr raumgreifend: die Kanadische Goldrute.
Es gab Zeiten, da freute ich mich über alles im Garten, was blüht, robust ist und praktisch von allein wächst. Deshalb hatte ich auch keine Scheu, mal hier und da ein bisschen "Unkraut" auszubuddeln. So fand auch die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), die an manchen Feldwegen in Massen wächst, den Weg zu uns. Ursprünglich kam die Goldrute als Zierpflanze nach Mitteleuropa, aber seither hat sie sich mehr und mehr selbstständig gemacht, bestimmt zur Freude der vielen Schwebfliegen, die sich an ihren kleinen Blütchen laben.
Eigentlich darf ich mich nicht beschweren: Die Goldrute verträgt Regen und Trockenheit, wächst auf jedem Boden und blüht schön. Dass sie – wenn man sie lässt – in kürzester Zeit mit ihren Ausläufern einen ganzen Garten unterwandern kann, musste ich erst feststellen.
Auch die hübschen Exemplare auf dem Foto, machen sich heimlich, still und leise schon wieder ganz schön breit. Würde ich sie nicht rigoros ausreißen, würden wir bald nur noch gelb sehen. Ein paar lasse ich immer stehen – wegen der Insekten, die auf sie fliegen, und weil sie eine schöne Pflanze ist. Als Gartenblume ist sie eigentlich nicht zu empfehlen, sie sprengt einfach jeden Rahmen. Trotzdem ist sie ein schönes Beispiel, dass Wildpflanzen wunderschön sind und deshalb habe ich an Wegrändern schon ganz viele Samen für eine etwas leichter zu bändigende Blütenpracht im nächsten Jahr gesammelt: Fingerhut, Lupine, Akelei, Lanzett-Kratzdistel, Flockenblume und wilde Malven.

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