Donnerstag, 7. August 2014

Zu Gast in Celles 1. veganen Café

Nettes Ambiente, leckerer Kaffee mit Mandelmilchschaum
und dazu Kuchen und Torte – alles vegan.
Heute Nachmittag bin ich mit unserer spanischen Freundin Cristina, die morgen leider schon wieder abreist, nach Celle gefahren, um ihr die alte Residenzstadt zu zeigen, die mit ihren mehr als 400 Fachwerkhäusern und zahlreichen architektonisch bedeutende Gebäuden im Bauhaus-Stil einzigartig in Deutschland ist. Auf unserem Stadtrundgang besuchten wir selbstverständlich auch das wunderschöne weiße Renaissance-Schloss der Celler Herzöge, die 123 Jahre lang zugleich auch Könige von England waren, und flanierten durch die Alleen des Französischen Gartens. Für unsere Kaffeepause hatten wir uns das Café Veg-Ruf ausgewählt, das vor genau fünf Monaten eröffnet hat und Celles erstes veganes Café ist. Es befindet sich in der Hafenstraße, fast direkt an der Aller, und grenzt direkt an den Großparkplatz am Schützenplatz, wo viele Celle-Besucher (auch wir) parken. Auf dem Weg vom Parkplatz zur Innenstadt kommt man also zwangsläufig am Veg-Ruf vorbei, und man kann nur hoffen, dass diese strategisch günstige Lage dem Café viele Gäste beschert, die einfach mal testen wollen, wie lecker veganes Essen sein kann.
Betrieben wird das Café von Martina und Malte, die viele Jahre mit ihrem Trans-Fair-Bus durch Deutschland gereist sind, um auf Märkten fair gehandelte Produkte zu verkaufen. Aus alter Verbundenheit zu ihren Lieferanten in Sri Lanka bieten die Beiden weiterhin Fair-Trade-Fußmatten und Taschen an, die im Café erhältlich sind.
In diesem kleinen "Hexenhäuschen" befindet sich Celles erstes
vegane Café, das den Anspruch hat wachzurütteln und deshalb
"Veg-Ruf" heißt.
Malte war 30 Jahre Vegetarier, bevor er sich für die vegane Lebensweise entschied – der Tiere wegen. Der Name des Cafés ist Programm, und ein auf die Hauswand gemalter Rasselwecker unterstreicht den Anspruch, der beiden Café-Betreiber, alle Leute, die gedankenlos tagtäglich tierische Produkte konsumieren, wachzurütteln. Dieses geschieht täglich außer dienstags ab 12 Uhr (geöffnet ist bis 18 Uhr) mit diversen Kaffeespezialiäten. Den Milchschaum zaubern Malte und Martina entweder aus Soja- oder Mandelmilch. Wir bevorzugen letztere.
Zum Kaffee – wir bestellten einen Cappuccino und einen Milchkaffee – gönnten wir uns ein Stück Schoko-Käsekuchen und ein Stück Marzipan-Nusstorte. Beide waren superlecker und man merkte, dass mit guten Zutaten nicht gespart worden war. Da ich aber nicht so die Tortenfreundin bin, ist der Schoko-Käsekuchen mein Sieger nach Punkten.
Auch der Snack, der am Nebentisch verspeist wurde, schien offenbar zu schmecken, denn er wurde ehrlich gelobt. Gut sah er sowieso aus.
Neben Muffins, Hotdogs und belegten Brötchen gibt es auch ein Wochengericht (aktuell Kartoffelsalat mit veganem Hacksteak) sowie veganes Eis.
Die Preise sind angemessen, das Ambiente hell und freundlich, und die Gäste kommen schnell mit den Betreibern ins Gespräch. Für Martina und Malte scheint das Café zugleich Esszimmer, Wohnzimmer und Arbeitszimmer zu sein, und man kann Malte dabei zuschauen, wie er seine Büroarbeit erledigt, wenn gerade mal kein Gast zu bedienen ist.
Hoffentlich hören viele den "Veg-Ruf" und folgen ihm in die Hafenstraße, damit sich Celles erstes vegane Café bald etabliert hat.

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