Donnerstag, 11. September 2014

Jetzt sind es nur noch drei . . .

Hier ist sie noch quicklebendig. Heute Morgen
lag sie tot am Straßenrand.



Heute gibt es statt einer lustigen Tiergeschichte zur Abwechslung mal wieder eine traurige: Heute Morgen kamen nur noch drei Katzen zur Essensausgabe am Küchenfesnter zum Innenhof. Ich befürchtete schon das Schlimmste, schloss die Haustür auf und ging nach draußen an die Gartenpforte, um nachzuschauen, ob die Katze vielleicht schon tot am Straßenrand liegt. Aber zum Glück lag sie dort nicht. Etwa eine halbe Stunde später machte sich Marion auf den Weg zur Arbeit. Sie verabschiedete sich und ging hinaus, öffnete das Hoftor. Doch statt ins Auto zu steigen, kam sie wieder ins Haus gelaufen – weinend.
Ich wusste sofort, was los war. "O nein!" rief ich, "ist sie doch tot?" Marion nickte und schluchzte. Die Katze lag direkt vor dem Hoftor. Dort hatte ich sie von der Gartenpforte aus nicht sehen können. Sie war noch warm, Blut lief ihr aus dem Mund.
Jetzt sind von den insgesamt fünf Katzen, die im Mai 2013 bei uns auf dem Hof zur Welt gekommen sind, bereits zwei tot – beide totgefahren. Ende März mussten wir die erste Katze beerdigen, heute nun die zweite. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren bei uns vor der Haustür nun schon ein halbes Dutzend Katzen dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Das liegt vor allem daran, dass seit der Straßensanierung im Sommer 2013 die Dorfstraße zur Rennstrecke geworden ist. Zuvor zwangen Schlaglöcher die Raser, die geschwindigkeit zu drosseln.
Die Autofahrer finden offenbar nichts dabei, mit Tempo 80 durchs Dorf zu heizen. Einige telefonieren dabei mit dem Handy am Ohr, andere gucken gar nicht auf die Straße, sondern tippen auf dem Bildschirm ihres Smartphones herum (habe ich heute erst wieder gesehen!). Vor einigen Monaten ist hier im Dorf ein Kind angefahren worden und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das Kind den Unfall überhaupt überlebt hat.
Na klar, auch in verkehrsberuhigten Zonen kann es zu Unfällen mit Tieren oder Kindern kommen. Aber die Gefahr ist deutlich geringer.
Ich hätte zumindest erwartet, dass nach dem Unfall mit dem Kind die Polizei mal zur Abschreckung auf der Dorfstraße die Geschwindigkeit misst. Aber bislang ist nichts dergleichen passiert, und so wird fröhlich weiter gerast. Nachts brettern hier rücksichtslose Egoisten sogar mit mehr als 100 km/h durch den Ort.

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