Freitag, 3. Oktober 2014

Inselhüpfen im Apfelreich

Ein einsamer Angler in seinem Boot zwischen den Inseln auf dem spiegelglatten See.

Strahlend blauer Himmel direkt über dem See und ringsherum dicke,dunkle Wolken. Wie oft haben wir das schon erlebt! Auch heute war das Schönwetter-Fenster über dem Åsnen wieder weit geöffnet. Meteorologen erklären das Phänomen damit, dass der riesige See mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern - die beiden Hauptorte am nördlichen und am südlichen Ende des Sees, Vaxjö und Tingsryd, liegen 50 Kilometer voneinander entfernt - nur rund zwei Meter tief ist. Dank der geringen Tiefe erwärmt sich das Wasser vergleichsweise stark. Die Wärme wird an die Luft abgegeben, und die nach oben steigende warme Luft vertreibt, laienhaft ausgedrückt, die Wolken. Wie diese natürliche Heizungsanlage genau funktioniert, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass das milde Kleinklima am Åsnen mit vielen Sonnenstunden den Apfelanbau begünstigt. Schon seit Jahrhunderten ist das Åsnen-Gebiet als "Apfelreich" bekannt, das verschiedene regionale Apfelsorten hervorgebracht hat. 
Fyffes auf der alten Brücke, auf der wir eine Pause machten.

Durch dieses Apfelreich, das im Wesentlichen aus zwei größeren Inseln im See besteht, haben wir heute eine Radtour gemacht. Fyffes begleitete uns beim Inselhüpfen im Farradkorb, während sich Foxy und Fussel zu Hause von unserer morgendlichen Wanderung erholten.
Wir fuhren bis ans nördliche Ende von Sirkön und machten dort auf der alten Brücke, die Sirkön mit der nördlichen Nachbarinsel verbindet, eine Pause, blickten auf die spiegelglatte Wasseroberfläche und genossen die Sonne und die Stille.

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