Mittwoch, 4. Februar 2015

Ein Küchenbild für die Küche

Passt prima in unsere Küche: Das Bild "Die Küche" von Carl Larsson.
"Guck mal, ich habe Dir ein kleines Geschenk mitgebracht", sagt Marion und zeigt auf das Küchenbuffet. Dort steht ein gerahmtes Bild, das mir gut bekannt ist: Es ist eine Reproduktion des Bildes "Köket" (sprich: Schööket, auf Deutsch. Die Küche) von Carl Larsson, gemalt um 1898. "Das habe ich heute bei Oxfam im Fenster entdeckt. Daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen."
"O, wie schön!" rufe ich und bewundere das Bild, das mir so vertraut ist. Das Orginal hängt im Nationalmuseum in Stockholm, aber ich kenne es aus Larssons Buch "Ett hem åt solsidan" (Ein Heim auf der Sonnenseite"), das wir vor vielen Jahren in Schweden gekauft haben. In Deutschland ist es 1909 unter dem Titel "Das Haus in der Sonne" erschienen.
Das Buch ist gewissermaßen die Mutter aller IKEA-Kataloge, denn es hat den Einrichtungsstil geprägt, den wir heute als typisch schwedisch bezeichnen. Nicht nur die Designer des weltweit operierenden schwedischen Möbelhauses bedienen sich immer wieder bei Larsson, lassen sich von seinen Bildern inspirieren. Charakteristisch für den Larsson-Stil sind Helligkeit, Farbigkeit und lebdig-fröhliche Funktionalität.
Carl Larsson, Selbstporträt mit
Signatur
Carl Larsson (1853 - 1919) und seine Frau Karin bauten sich für ihre Familie – sie hatten sieben Kinder, das achte starb kurz nach der Geburt – nach eigenen Entwürfen ein Haus in Sundborn in der Gemeinde Falun, die in der schwedischen Provinz Dalarna ("Die Täler") liegt. Das Haus ist bis heute so erhalten geblieben wie es von der Familie Larsson eingerichtet worden ist und kann besichtigt werden.
Larsson war schon zu Lebzeiten ein international renommierter und äußerst vielseitiger Künstler. Seine Bilder aus Sundborn sind nur ein kleiner Teil seines umfangreichen Werkes, aber die, die von ihm am meisten in Erinnerung geblieben sind.
Ich habe das Küchenbild gleich heute Abend in der Küche aufgehängt – über dem IKEA-Küchenbuffet, dessen Design mir auch ein wenig von Carl Larsson inspiriert zu sein scheint.

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