Samstag, 21. März 2015

Kohlrabenschwarz

Schwarze Krähen in schwarzen Bäumen. Schade,
dass das Foto ohne Ton ist, sonst wäre das
laute Gekrächze zu hören.
"Wollen wir noch ein paar Sätze zu dem schreiben, was gestern Abend passiert ist?" frage ich Marion und füge hinzu: "Ist ja vielleicht nicht verkehrt, denn es ist ja kein Schönwetter-Landleben-Blog."
"Ja, da hast du recht, aber bitte nicht heute Abend. Ich bin so müde, so erschöpft."
"Ich, ehrlich gesagt, auch. Ist ja auch kein Wunder, denn schließlich haben wir beide kaum geschlafen."
"Schreibe doch einfach nur, dass wir einen Küchenbrand hatten und dass wir verdammt viel Glück hatten, weil uns nicht das ganze Haus abgefackelt ist, und dass alle wohlauf sind."
"Gut, das mache ich. Und anstellte der verkohlten Küche zeige ich einfach das Foto, das ich heute Nachmittag gemacht habe von den Bäumen mit den vielen Krähennestern."
"Von der Stimmung passt das doch auch wirklich gut."
"Ja, und auch von der Farbe: Die Krähen sind so kohlrabenschwarz wie unsere Küche."

Kommentare:

  1. Ach du Schei... ich hoffe aber, dass Ihr wirklich noch Glück im Unglück hattet. Aber selbst wenn es "nur" die Küche war, so dürftet Ihr einiges an Arbeit vor Euch haben. Denn auch wenn sich der unmittelbare Schade auf die Küche beschränkt, so dürfte auch der Rest des Hauses durch Rauch und Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Wichtig ist aber, dass niemand zu Schaden gekommen ist, der Rest lässt sich wieder herrichten.

    liebe Grüße
    Christine

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    1. Danke, liebe Christine!
      dass alle wohlauf sind, heißt nicht, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Marion musste im Krankenhaus stationär wegen Rauchgasvergiftung und Verbrennungen behandelt werden, konnte aber gestern wieder nach Hause kommen, wird aber noch einige Zeit mit den Brandwunden zu tun haben.
      Ja, der Sachschaden lässt sich ersetzen. Auch wenn ich einigen lieb gewonnenen Küchenutensilien nachtrauere, hat uns beide am traurigsten gemacht, dass unsere große, alte Geranie, die vor dem Küchenfenster stand, dem Feuer zum Opfer gefallen ist. Aber vielleicht haben die Pflanzenteile in der Erde überlebt. Wir haben die Geranie deshalb noch nicht auf den Kompost geworfen, sondern sie lediglich radikal zurückgeschnitten. Vielleicht ist sie ja zäh und treibt wieder aus. Das wäre schön.
      Der Rauchgestank ist wirklich widerlich. Aber zum Glück ist das Haus so groß, dass nicht alle Räume betroffen sind.
      Liebe Grüße
      Inka

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  2. Es freut mich sehr, dass Marion wieder zu Hause ist und ich hoffe, dass ihr nicht zu lange mit dem Putzen der Küche beschäftigt seid.

    Alles Liebe und ebenfalls ganz liebe Grüsse von M., der euren Bericht gestern bestürzt und dann erleichtert gelesen hat
    Livia

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    1. Liebe Livia,
      leider musste ich das Putzen inzwischen einstellen, weil ich das Gefühl hatte, mir wird die Lunge verätzt. Mit ist richtig schwindlig geworden, obwohl das Küchenfenster geöffnet war. Und Marion darf wegen der Brandwunden an der linken Han überhaupt noch nicht putzen. Es wird also noch eine Weile dauern, und ich fürchte, dass wir doch Spezialisten, die mit Atemschutz arbeiten, beauftragen müssen.
      Danke und liebe Grüße
      Inka

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  3. Tut mir wirklich Leid wegen Eurer Küche und dass Marion sich so verletzt hat. Hoffentlich verflüchtigt sich der Rauchgeruch bald, so dass Ihr renovieren könnt. Es gibt ja relativ günstig Atemschutzmasken mit Aktivkohlefilter, die Ihr tragen könntet, aber fragt lieber mal bei der Feuerwehr nach, ob das OK ist.
    Schön finde ich aber, dass Ihr Euch nicht vergrabt, sondern Euch wieder in die Natur aufmacht und an den Pflanzen und Tieren erfreuen könnt.
    Laßt Euch nicht unterkriegen!
    Liebe Grüße,
    Chrissie

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