Freitag, 25. März 2016

Auferstehung in der Pflanzenwelt

Der Rest einer Weide, die im vergangenen Herbst von einem Sturm umgerissen und danach zersägt worden ist, weil sie den Weg versperrte, sitzt jetzt voller Blütenkätzchen.
Was für ein trüber Tag! Gläubige Christen allerdings sollten sich über das miese Wetter heute nicht beschweren. Sonnenschein und blauer Himmel wäre, zumindest aus christlicher Sicht, etwas unpassend gewesen, schließlich ist Karfreitag ein Trauertag, an dem des Kreuzestodes Jesu Christi gedacht wird. Das "Kar" in "Karfreitag" ist vom althochdeutschen "kara" abgeleitet, was Klage oder Kummer bedeutet.
Aber es besteht Hoffnung: Ostersonntag, wenn die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird, müsste den ganzen Tag die Sonne scheinen, zumindest wenn sich das Wetter weiterhin an den kirchlichen Kalender hält. Man darf gespannt sein ...
Apropos Auferstehung: Die gibt es auch in der Pflanzenwelt. Heute habe ich im Regen am Wegesrand eine Weide fotografiert, die im vergangenen Herbst von einem Sturm umgerissen worden war und den Weg versperrte. Der Grundeigentümer hat deshalb des Teil des Baumes, der quer über den Weg lag, abgesägt, den Rest aber liegen gelassen. Und jetzt blüht der eigentlich tote Baum. Seine  Zweige sind voller flauschiger Blütenkätzchen. Das ist kein Wunder, sondern es gibt eine einfache Erklärung dafür: Die Knospen sind schon im Herbst angelegt worden, als der Baum noch lebte. Offenbar war noch genug Saft im Stamm der Weide, um das Erblühen zu ermöglichen.
Das funktioniert allerdings nicht bei allen Bäumen. Weiden sind in dieser Hinsicht etwas Besonderes, sie können sich ja auch vegetativ vermehren. Steckt man einen abgeschnittenen Weidenzweig ins Wasser, so bildet dieser mit großer Wahrscheinlichkeit nach einiger Zeit Wurzeln, und man hat ein neues kleines Weidenbäumchen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen