Dienstag, 5. April 2016

Blüten- statt Rasenteppich

Eine Wildform der Tulpe im Innenhof.
Üppige Vegetation unter einem Walnussbaum – das ist schon in sich ein Widerspruch. Walnussbäume sind ungesellig, der kräftige Geruch ihres Laubs im Herbst ist schon an erster Warnung genug, dazu kommt üppiges Wurzelwachstum. Aber ein paar unverdrossene Pflanzengeschöpfe gibt es schon, die sich nicht von dem großen Baum vertreiben lassen.
Die Blüten sind weiter ge-
öffnet als bei den Zucht-
formen.
Und so freuen wir uns an einer von Jahr zu Jahr dichter und größer werdenden Schar von wunderbaren Schneeglöckchen. Vergessen, dass wir mindestens drei (erfolglose) Versuche hinter uns haben, unter der Baumkrone – trotz wohlmeinender Kalkgaben im frühen Frühjahr und obwohl wir immer schon im Herbst das Laub entfernt haben – Schattenrasen zu etablieren, sehnen stattdessen den Sommer herbei, wenn erst der Rhododendron und dann die Rispenhortensie unterm Blätterdach Blüten treiben. Auch die wilden Krokusse scheinen sich wohlzufühlen und verwildern zusehends. Nach ihren Blüten im März setzen jetzt Wildformen der Tulpen ihre orangefarbenen Akzente. Ein Glücksgriff, dass aus der Tüte mit bunter Mischung sich jetzt ein so einheitlichen Farbbild ergibt. Die Bienen und Hummeln lieben auch sie, das können wir gut vom Küchenfenster aus beobachten. Auch das sich selbst angesiedelte gelb blühende Scharbockskraut, das es feucht liebt, gedeiht gut.
Ein paar Lücken gibt es noch in unserer Blumenzwiebelpflanzung, die werden wir im Herbst schließen und stattdessen auf sattgrünes Gras, das sowieso nur in unserer Einbildung wächst, endgültig verzichten.

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