Freitag, 17. Juni 2016

Eine Woche früher . . .

Auf den ersten Blick scheinen die folgenden beiden Bilder nichts miteinander zu tun zu haben. Und doch gibt es eine Gemeinsamkeit, etwas Verbindendes.

Ziemlich früh: Am Wegesrand blüht schon das Johanniskraut.
Ziemlich früh: Auf diesem Acker ist die Spargelsaison schon beendet.
Das Verbindende ist der Johannistag (24. Juni). An diesem Tag blüht nicht nur das Johnniskraut, sondern an diesem Tag endet auch die Spargelsaison.
In diesem Jahr scheint der Johannistag um eine Woche vorverlegt worden zu sein. Heute Abend entdeckten wir beim Hundespaziergang schon das erste blühende Johanniskraut und sahen einen Spargelacker, auf dem die Ernte bereist eingestellt worden ist. Der Spargel darf jetzt wachsen und einen grünen Busch bilden. Würde man ihn weiterhin stechen, hätten die Pflanzen nicht mehr genug Zeit, um bis zum ersten Frost im Herbst genügend Kraft fürs neue Jahr zu sammeln. Man hat einst den Johannistag als Stichtag für das Ende der Spargelsaison gewählt, weil dem Spargel dann mindestens 100 Tage bis zum ersten Frost bleiben. Vielleicht befürchtet der Spargelbauer in diesem Fall, dass wir in diesem Jahr schon früher Frost haben werden. In Zeiten des Klimawandels ist das unwahrscheinlich, aber nach den jüngsten Wetterkapriolen scheint ja alles möglich zu sein.

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