Samstag, 4. März 2017

"Unsichtbarer" Sichtschutz

Eine Hainbuchenhecke soll künftig unseren Vorgarten von der Straße abschirmen. 
Das Bündel ist nicht sehr groß, lässt sich mit zwei Händen locker umfassen: 35 Hainbuchen, keine Containerware, sondern "wurzelnackt". So ohne Erdballen und ohne Laub an den kleinen Ästen sehen sie noch eher mickrig aus, aber das wird, da bin ich zuversichtlich.
So klein das Bündel auch sein mag, so ist es doch richtige Arbeit, 35 Einzelpflanzen in die Erde zu bekommen. Und das dort, wo noch vor ein paar Wochen unsere Riesenfichten ihre Wurzeln ausgestreckt haben.
Als Starthilfe bekommt jede Heckenpflanze 
eine Schippe beste Humuserde. 
Wir nehmen die Spitzhacke zu Hilfe, um die noch verbliebenen Wurzeln herauszubekommen, damit wir überhaupt Pflanzlöcher graben können. Während ich damit beschäftigt bin, schleppt Inka schon Gießkannen mit Wasser und insgesamt drei volle Schubkarren mit feinster Humuserde aus eigener Kompostierung heran. Mit dieser Starthilfe, so hoffen wir, werden sich die Pflänzchen gut entwickeln und vor allem schnell an Höhe gewinnen Der jetzt freie Blick auf die am Haus vorbeisausenden Autos und die beiden Häuser gegenüber ist für uns ungewohnt – und stört uns eher. Außerdem haben wir uns immer eine solche Hainbuchenhecke gewünscht, die mit den Jahren immer schöner und dichter wird und ein prima Versteck für Vögel ist. Selbst im Herbst und Winter noch, weil sie ihr dann schon braunes Laub noch lange festhält.
Die Hecke, außerdem zwei Haselnussbüsche und eine kleine Pflaume sind fast so eine Art private "Ersatzpflanzung", so wie man sie von öffentlichen Straßenbaumaßnahmen und ähnlichem kennt. Ersatzpflanzung für uns und unsere Vögel und Eichhörnchen, die die Fichten  gemocht hatten und denen es egal war, ob sie so dicht am Haus gut stehen oder nicht.
Dass das Wetter morgen schon wieder eher kalt und regnerisch werden soll, stört uns gar nicht. So haben die kleinen Pflänzchen ein bisschen mehr Zeit und Wasser von oben, um sich erst einmal einzugewöhnen. Bislang ist unser lebendiger Sichtschutz nämlich noch ziemlich unsichtbar ...

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