Sonntag, 24. Mai 2015

Rechts und links der Elbe

Heute haben wir unsere geplante Radtour entlang der Elbe im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue gemacht. Nach dem Frühstück sind wir bei wunderbarem Wetter am östlichen Elbufer am und zum Teil auch auf dem Deich bis Darchau gefahren. An Bord der Elbfähre ging es dann hinüber nach Neu-Darchau. Der nette Fährmann wünschte uns frohe Pfingsten und spendierte Fyffes und Foxy Hundekuchen, die er offenbar stets in der Hosentasche dabei hat. Auf der Elbuferstraße von Neu-Darchau bis Hitzacker hatten wir einige steile Anstiege (bis zu 13 Prozent) zu bewältigen, wurden für die anstrengende Bergauf-Strampelei aber auch durch rasante Abfahrten entschädigt. Unterwegs sind wir auf einen Aussichtsturm auf einem Berg am Elbufer geklettert und hatten von dort oben einen sensationellen Panoramablick auf den Fluss und die weite, offen Wiesenlandschaft der Elbtalaue. In Hitzacker könnten wir vom Weinberg aus noch einmal die Aussicht genießen. Zur einen Seite ging der Blick über die Elbe, zur anderen Seite auf die Dächer der Altstadt von Hitzacker, die als Insel im Mündungsbereich der Jeetzel in die Elbe liegt. In Hitzacker staunten wir nicht nur über die Hochwassermarkierungen an den Häusern - eine neue Hochwasserschutzmauer soll solche verheerenden Überflutungen künftig verhindern -, sondern auch darüber, dass es hier sogar eine Nelson-Säule gibt, allerdings deutlich kleiner als die auf dem Trafalgar Square in London. Admiral Nelson hat im Jahr 1800 auf seiner Reise von Dresden nach Hamburg in Hitzacker Station gemacht.

Warten auf die kleine Elbfähre, die uns wieder zurück ans östliche Flussufer bringen soll.

Von Hitzacker setzen wir mit einem Mini-Fährschiff, das Personen und Fahrräder, aber keine Autos befördert, wieder ans östliche Flussufer über. Jetzt mussten wir nur noch fünf Kilometer am Deich entlang radeln, und dann waren wir wieder bei unserem Zelt.
Nach einer Kaffepause haben wir eine kleine Wanderung durch die Marschlandschaft gemacht und sind um krönenden Abschluss unseres Kurzurlaubs noch einmal an den Elbstrand hinunter gegangen. Als wir im warmen, weißen Sand lagen, fühlten wir uns ein bisschen wie am Meer.
Morgen geht es nach dem Frühstück leider schon wieder zurück nach Hause, denn unsere Haus- und Hofsitter haben noch eine längere Rückfahrt vor sich und wollen deshalb nicht zu spät starten.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir noch einmal hinunter an den Elbstrand gegangen.

Kommentare:

  1. Oh wow, das sieht absolut fantastisch aus. Geniesst es, auch wenn ihr morgen früh los müsst. Ist das Wasser noch sehr kalt? Ich kann es kaum mehr erwarten, bis ich hier wieder in einen See oder Fluss hüpfen kann.

    Alles Liebe
    Livia

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    1. Ja, das Wasser ist noch ziemlich kalt. Aber wir würden sowieso nicht in einem größeren Fluss baden. Obwohl die Flüsse inzwischen nicht mehr ganz so stark belastet sind wie noch vor 20 Jahren, ist das Wasser in der Regel stark alkalisch, sodass es Hautreizungen verursachen kann. Außerdem ist das Baden wegen der starken Strömung nicht ganz ungefährlich.
      Liebe Grüße
      Inka

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