Dienstag, 30. April 2019

Ein Jahr später . . .

Au weia, jetzt ist doch tatsächlich schon ein ganzes Jahr vergangen, ohne dass wir hier etwas gebloggt haben. Wir hätten es gar nicht gemerkt, wenn wir nicht heute folgenden Kommentar auf unseren letzten Beitrag erhalten hätten: "Ein Jahr ohne Die Grashüpferinnen – schade :-(" schrieb unsere treue Leserin Maria.
Es freut uns durchaus, dass unsere Beiträge immerhin von einer Lesenden vermisst werden, wenngleich der Beweggrund dafür, dass wir das Bloggen hier an dieser Stelle (vorübergehend?) eingestellt haben, nicht etwa mangelndes Interesse seitens der Lesenden war. Nein, über die Zahl der Seitenaufrufe konnten wir uns nie beklagen. Der Grund für die Zurückhaltung ist vielmehr, dass wir ein wenig die Lust daran verloren haben, uns öffentlich mitzuteilen und Privates für alle zugänglich preiszugeben. Außerdem wollen wir nicht in den Verdacht geraten, eitle Selbstbespiegelung zu betreiben und der Sucht, die auf Neudeutsch Selfiemania heißt, erlegen zu sein. Selbstdarstellung gibt es auf Instagram, Facebook und anderen Zeiträuber-Plattformen ohnehin schon mehr als genug, sodass wir das Spielchen nicht auch noch dabei mitmachen müssen.
Statt zur allgemeinen Unterhaltung und Belustigung beizutragen, wollen wir unsere Energie lieber den wirklich wichtigen Dingen widmen, und am Allerwichtigsten ist es aktuell, den Leuten klarzumachen, dass die Folgen des Klimawandels für folgende Generationen dramatisch sein werden, wenn wir nicht endlich alle zusammen beginnen, unseren Lebensstil zu ändern. Die Friday-for-Future-Kids haben das offenbar begriffen, aber vor allem die Generation der Baby Boomer, der auch wir angehören, scheint nach dem Motto "Nach uns die Sintflut" lieber weiter auf dem Vulkan tanzen zu wollen – zum Schaden ihrer Kinder und Enkelkinder. Wir haben weder Kinder noch Enkelkinder, und somit könnte es uns eigentlich auch egal sein, dass die Menschen ihre Lebensgrundlage zerstören und damit Gefahr laufen, sich selbst auszurotten. Selbst wenn uns die Menschheit egal wäre wäre, gibt es da immer noch die Tier- und Pflanzenwelt, deren Fortbestand es ebenso zu sichern und zu schützen gilt.
Da wir die Tier- und Pflanzenwelt auf unserem Hof und in der Umgebung seit Jahren sehr genau beobachten und darüber und auch zum Wetter Aufzeichnungen machen, ist es keine subjektive Einschätzung, wenn wir sagen: Die Folgen des Klimawandels sind schon jetzt deutlich sicht- und spürbar. Der Dürresommer 2018 sollte uns allen eine Warnung sein.
Dennoch wollen wir nicht jammern, sondern durch unser eigenes Verhalten und durch unsere journalistische Arbeit dazu beitragen, dass die Menschen begreifen, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind und wir alle nicht so egoistisch weiterleben können wir bisher. Wir werden uns weiter zu Wort melden und Beiträge schreiben – ob hier an dieser Stelle oder anderswo und in welcher Form, das wird sich zeigen.