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Sonntag, 15. April 2018

Buschwindröschen und Lerchensporn

Blühende Buschwindröschen ...
Im Hagen, dem einstigen Klosterwald in Hankensbüttel, haben die Stürme des vergangenen Herbstes viel Schaden angerichtet und neben vielen Fichten auch etliche große, dicke Buchen entwurzelt. Ein trauriger Anblick, aber dennoch lohnt sich gerade jetzt ein Spaziergang durch dieses märchenhafte Mischwaldgebiet mit seinen Bachläufen, denn am Waldboden blühen jetzt Buschwindröschen und Lerchensporn.

... und blühender Lerchensporn

Donnerstag, 5. Januar 2017

Im Winter gern etwas Blühendes im Haus

Im Sommer erfreuen wir uns lieber an den Blüten draußen, aber jetzt im Winter haben wir auch gerne ab und zu einmal etwas Blühendes im Haus – am liebsten Rosen. Eigentlich sollten wir sie gar nicht kaufen, denn sie kommen ja mit dem Flieger aus Afrika und haben eine entsprechend schlechte Klimabilanz, aber manchmal werden wir schwach, denn sie sind ja sooo schön! Immerhin achten wir darauf, dass wir nur Rosen mit dem Fair-Trade-Siegel kaufen.

So eine Rosenblüte ist doch jetzt im Winter ein wahrer Lichtblick! Diese gehört zu einem kleinen Strauß, der zur Zeit auf unserem Esstisch steht und dort, direkt unter der Lampe, besonders gut zur Geltung kommt.

Donnerstag, 29. September 2016

Liebe Gäste

Die langen Stiele hatten zuwenig Halt, deshalb sehen die maure-
tanischen 
Malven aus wie eine Kriechpflanze. Der Schönheit
ihrer Blüten und ihrem 
Ausbreitungsdrang tut das aber keinen
Abbruch.
Es gibt viele Wege, auf denen Pflanzen sich in Gärten und Beete vorarbeiten: Mit dem Vogelfutter kam eine mir unbekannte Grasart mit langen Rispen, so eine Art Hirse, auf die Wiese vor dem Haus, ebenso die Sonnenblumen dort. Dann brachten die Vögel durch ihre Hinterlassenschaften  wilde Rosen mit  (sie hatten vorher wohl Hagebutten verspeist), eine einst gesäte Blumenmischung treibt ebenfalls völlig ungeplant ihre Blüten.
So kommt es, dass unter dem alten, rostigen Kinderbettgestell, dem Sommerquartier unserer Kübelpflanzen, eine dunkelviolett blühende Malve (Malva sylvestris ssp. mauritiana) hervorlugt. Es sind mehrere Pflanzen, die sich dort ausgesamt haben. Der Standort so halb unter dem Bettgestell scheint auf den ersten Blick nicht ideal, aber dort kommt immer mal wieder ein Strahl aus der Gießkanne an oder läuft ein Topflanzenuntersetzer tröpfchenweise über.
Diese eigentlich eher kurzlebigen Malven, die meist schnell verschwinden und über reichliche Selbstaussaat ihr Fortbestehen sichern, blühen seit dem Sommer in langer Folge. Die Hummeln lieben sie. Wir auch, weil wir ihre schöne Farbe und die zarte Maserung ihrer Blüten bewundern. Etwas weiter, im Rosenbeet, steht auch eine solche Malve. An deren Verbreitung aber hat kein Vogel mitgewirkt. Ich habe sie dorthin gesetzt, weil sie mitten auf dem Weg wuchs und dort unweigerlich zertreten worden wäre. So "arbeiten" sich unsere Malven Stück für Stück voran, der Vorgarten ist bald erreicht, dann der Streifen am Fußweg. Wir werden ihren Weg begleiten.

Mittwoch, 28. September 2016

Herbstliches Blütenmeer

Am Rand unseres Dorfes gibt es eine Fachklinik, die offenbar einen engagierten Gärtner (oder eine engagierte Gärtnerin) hat. Der Park und die Außenanlagen sind nicht nur stets akurat gepflegt, sondern begeistern auch mit saisonal wechselnden Blütenpracht, die wir stets bewundern, wenn wir auf unserem allabendlichen Hundespaziergang dort vorbeikommen. Zurzeit blühen dort die Astern, und das gleich tausendfach. In der Masse sehen sie einfach phantastisch aus – ein herbstliches Blütenmeer.

Wow, was für eine Blütenpracht! Astern in zarten Farben auf dem Klinikgelände
bei 
uns am Ortsrand.

Samstag, 24. September 2016

Den Herbst ins Haus geholt

Gäbe es einen Wettbewerb der schönsten Herbstblüher, kamen höchstwahrscheinlich Astern, Dahlien und Herbst-Anemonen ins Finale. Alle drei begeistern durch ihre Blütenpracht. Wer letztendlich das Rennen machen würde? Schwierige Frage. Ich würde für unentschieden plädieren, denn ich liebe sie alle drei.
In der Vase machen die üppigen Dahlienblüten vielleicht am meisten her. Sie sind schon alleine wegen ihrer Größe ein besonderer Hingucker. Heute haben wir uns mit einigen wunderschönen Dahlienblüten aus dem Garten gewissermaßen den Herbst ins Haus geholt.

Mit so einem kleinen Dahlienstrauß aus dem Garten geht im Haus die Sonne auf.

Dienstag, 6. September 2016

Der Plan ist – sich überraschen zu lassen

Nachdem wir den Zaun um den Auslauf erneuert haben, 
versenke ich die von den Minischweinchen ausgebuddelten 
Blumenzwiebeln wieder in der Erde.
"Ohne Fleiß kein Preis", dieses Sprichwort fällt mir ein, während ich mich hockend voranarbeite. Seitdem unsere Schweinchen sich "vom Acker gemacht" haben (erst mussten wir natürlich den Zaun ihres Auslaufes erneuern), ist in unserem Innenhof wieder alles auf Null gestellt. Unter Erde haben wir die Steinplatten der kleinen Terrasse freigelegt, statt neuem Rasen – der unterm Nussbaum sowieso nur vor sich hinkümmert – lieber ein paar Obststräucher gesetzt.
All die vielen Blumenzwiebeln, die ich dort Herbt für Herbst verbuddelt habe, brachten die Schweine mit ihren Rüsseln wieder zum Vorschein. Ein paar werden sie bestimmt auch gegessen haben, aber überall zwischen dem lockeren Erdaushub sah ich etwas Weißes hervorblitzen, manchmal ein kleiner Kieselstein, vor allem aber winzig kleine Tochterzwiebelchen von Krokussen und Traubenhyazinthen, außerdem wilde Tulpen und Schneeglöckchen. Ich sammelte sie alle in einem kleinen Zinkbalkonkasten, ohne ganz genau zu wissen, was nun Krokus oder Schneeglöckchen ist, was blau, weiß oder gelb blüht.
Dazu habe ich vom Einkaufen beutelweise Nachschub mitgebracht: weitere Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum, 40 Stück), Dichternarzissen (Narcissus actaea, 20 Stück), Wildtulpen Lilac Wonder (30 Stück) und Puschkinien (Puschkinia libanotica, 30 Stück). Zwiebelpflanzen gedeihen wunderbar an diesem Standort, vielleicht weil die Erde selbst im Sommer fast nie völlig austrocknet, Staunässe aber trotzdem kein Problem ist. Außerdem bekommt die Walnuss erst spät ihr Laub, sodass die höherstehende Sonne schließlich zwischen Wohnhaus und Stallungen den Boden und damit meine Tulpen und all die anderen erreicht. Sie in Massen zu vergraben, ist also in jedem Fall von Erfolg gekrönt, deshalb fluche ich nicht, sondern buddele Löcher, wechselweise mit der Pflanzschaufel und dem Erdausstecher, ich kann mich nicht entscheiden, womit ich lieber arbeite.
Wildes Blumenzwiebel-Sammelsurium.
Ich bin jetzt schon gespannt, welches Bild aus dem von den Schweinchen durcheinandergebrachte Zwiebelsammelsurium im nächsten Frühjahr entsteht. Immerhin habe ich die Tulpen aussortieren können, es wird also nicht zu bunt werden. Bei den Neuerwerbungen muss ich mich darauf verlassen, dass im Beutel steckt, was das Etikett draußen verspricht, ansonsten wartet dort die nächste Überraschung. Aber genau deshalb liebe ich das "Zwiebelverbuddeln" so, es macht wirklich richtig viel Arbeit, aber im nächsten Jahr freue ich mich über jede neue Entdeckung.
Irgendwann ist auch die letzte Zwiebel gesteckt, Stockrosen habe ich noch schnell am Zaun gesät, außerdem großzügig Samen von Akeleien verteilt. Mein Rücken tut weh, meine Finger sind schwarz vor Erde. Ich gehe hinein, froh, dass für dieses Jahr Ruhe ist. In der Diele fällt mein Blick auf einen Plastikbeutel: "Puschkinia libanotica, 30 Stück". Verdammt, die habe ich vergessen. Also morgen noch einmal, weil es so schön ist ...

Mittwoch, 31. August 2016

Ein Heidesträußchen zur Erinnerung

Stillleben mit Heidesträußchen.
Die Heide haben wir wild wachsend direkt vor der Tür, doch Heidesträußchen für die Wohnung haben wir noch nie geschnitten. Jedenfalls nicht für uns selbst, an Mitbringsel oder Geschenke hatte ich schon öfter ein, zwei kleine Zweige gesteckt.
Jetzt wieder, eine Arbeitskollegin hatte Geburtstag. Auf dem Weg zur Arbeit nahm ich kurzentschlossen die Rosenschere mit, um ihr kleines Geschenk ein bisschen mit Lokalkolorit aufzupeppen. "Pflücken" lassen sich die violettfarbenen Blütenzweige nicht, ihre Stiele sind zäh und holzig, ohne Schere geht es deshalb kaum. Überhaupt ist Heide, selbst wenn sie ganz frisch geschnitten wird, sofort eine Trockenblume, sie braucht kein Wasser in der Vase, trotzdem behalten die winzig kleinen Blüten und nadelartigen Blätter ihre Farbe.
Das Geschenk ist übergeben, aber ein bisschen Heide blieb übrig. Was sollte ich damit jetzt anfangen? Zum Glück fielen mir die dunkelvioletten Stoffblumen im Schrank ein, dazu eine kleine Vase und so habe ich alles zusammen arrangiert. Einen Preis im Dekorationswettbewerb bekommen ich dafür natürlich nicht, aber irgendwie gefällt mir der kleine Strauß, der farblich sogar zur Tapete passt. Und er wird mich noch im Winter an diese Tage erinnern: das violette Leuchten am Waldesrand, der Geruch reifer Äpfel im Garten und über allem das goldene Licht dieses beginnenden Herbstes.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Aloha mit Aha-Effekt

Irgendetwas passt da doch nicht, denke ich, als ich durch die Gartenpforte gehe und mein Blick die  wunderschön blühende Rose streift. Ich mache einen Schritt zurück und gucke mir die Rose genauer an. Ja, klar, das ist es: Die Rose hat Blüten in zwei verschiedenen Farben. Wie kann das denn sein? Sind das etwa zwei verschiedene Rosen, die sich ineinander verschlungen haben?
Nein, es ist nur eine Rose. Des Rätsels Lösung: Die äußeren Blütenblätter sind rot, aber innen sind die Blüten abricotfarben. Dieser zarte, gelborange Farbton kommt erst zum Vorschein, wenn sich die Blüte geöffnet hat. Solange sie geschlossen ist, denkt man, es handele sich um eine rote Rose. Was für eine Überraschung, wenn sich dann die Blütenfarbe ändert!

Warum hat die Rose denn Blüten in zwei verschiedenen Farben?
Aber wie heißt denn nun unsere Rose mit Aha-Effekt? Aloha – so wie der hawaiianische Gruß.  Allerdings stammt sie nicht von der Inselkette im Pazifik, sondern aus Schleswig-Holstein, und zwar aus Sparrieshoop bei Elmshorn im Kreis Pinneberg. Das ist gewissermaßen das deutsche Mekka der Rosenfreunde. Das Familienunternehmen W. Kordes' Söhne gilt als einer der bedeutendsten Rosenzuchtbetriebe weltweit. Auch wir haben dort schon etliche Euroscheine gelassen. Außer der Aloha haben wir noch viele weitere Rosenzüchtungen aus Sparrieshoop in unserem Garten.
Aloha wird als "sehr starkwüchsige und blattgesunde Kletterrose mit nostalgischen Blütenin einem attraktiven Farbton" beschrieben.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Umschlungen

Sehr seltsam, diese Rose mit den extrem langen und schmalen Blättern ...

Nanu, was hat denn die Rose für merkwürdige Blätter? Ob das eine neue Züchtung ist? Oder eine Mutation? Aber nein, die langen, schmalen Blätter gehören natürlich nicht zur Rose, sondern zu dem Geißblatt, das die Rose umschlungen hat. Eine durchaus interessante Symbiose, finde ich.
Der Verbund aus Rose und Geißblatt steht übrigens an der Terrasse unseres Gartenhauses.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Vergängliche Sehenswürdigkeit

Das war es dann auch fast schon wieder: Das rote Blütenmeer verabschiedet sich.
Sehenswürdigkeiten sind meist aus Steinen erbaut und viele Jahrhunderte alt, so wie Kirchen oder Schlösser. Eine Sehenswürdigkeit auf Zeit entdeckten wir entlang der Straße. Über Wochen standen Autos in dem kleinen Feldweg und der Hauseinfahrt daneben, Familien versammelten sich zum idyllisch umrahmten Gruppenfoto. Ein Mohnfeld mit seinen roten Blüten veranlasste Vorbeifahrende immer wieder zur Zwangspause.
Mittlerweile sind es mehr Samenkapseln als Blüten, die von der einstigen Pracht zeugen. Nachdenklich macht an dieser Stelle nur, dass Mohn, einst eine oft im Zusammenspiel mit Kornblumen gar nicht so seltene Begleitpflanze im Getreideacker, mittlerweile Seltenheitswert hat. Nur hier und da sieht man einmal ein paar Klatschmohnblüten am Wegesrand. Das Mohnfeld war übrigens ein "echtes", hier hatte jemand den hübschen Sommerblüher mit voller Absicht in großen Stil eingesät und nicht etwa vergessen, sein Weizenfeld zu spritzen.

Dienstag, 28. Juni 2016

Was blüht denn da?

Sie würden sich auch als Balkonblumen gut machen.
In der Familie der Nachtschattengewächse ist sie die biedere und bodenständige. Ihre Früchte sind nicht so verführerisch rot und knackig wie die ihrer Schwestern, der Tomate und der Paprika, und die Sonne sehen sie auch, wenn sie ausgebuddelt werden. Aber dafür hat die Kartoffelpflanze wunderschöne Blüten, die je nach Sorte weiß oder rosa oder lila sind. Ein blühender Kartoffelacker hat etwas Faszinierendes – das reinste Blütenmeer. Und da bei uns in der Gegend traditionell besonders viele Kartoffeln angebaut werden – die Heidekartoffel gilt ja als regionale Spezialität –, können wir uns zurzeit über etliche Blütenmeere freuen.

Sonntag, 26. Juni 2016

Wildes Löwenmäulchen

Die Farbenpracht des Frühlings ist vorbei. Zwar ist dank des vielen Regens draußen noch alles grün und nicht schon gelb, aber es blüht kaum noch etwas. So gesehen ist der Sommer keine besonders reizvolle Jahreszeit. Doch wir wollen uns nicht beklagen, immerhin blühen gerade die Kartoffeln, und so ein Kartoffelacker voller weißer oder,  je nach Sorte, violetter Blüten sieht wirklich sehr schön aus, allerdings nicht halb so schön wie ein blühendes Rapsfeld. 
Dass auch die Linden blühen, sieht man nicht unbedingt auf den ersten Blick. Aber man riecht es! Herrlich, dieser liebliche Lindenblütenduft! 
Und wenn man genau hinschaut, entdeckt man auch einige Blumen am Wegesrand. Besonders schön finden wir diese hier: Linaria vulgaris heißt sie. Im Deutschen wird sie Frauenflachs, Gewöhnliches Leinkraut oder wildes Löwenmäulchen genannt. Die schwefelgelben Blüten mit orangefarbenem Schlund sorgen für schöne Farbtupfer am Wegesrand. 

Ein hübscher, kleiner Sommerblüher: Linaria vulgaris, das Wilde Löenmäulchen.

Dienstag, 31. Mai 2016

Kerzen wie kleine Kunstwerke

Perfekt in Form und Farbe.

Lupi Love" wäre eine Schöne Überschrift für diesen Blog-Beitrag gewesen. Aber leider ist dieser Name schon vergeben. So heißt nämlich eine Serie von veganen Bio-Brotaufstrichen auf der Basis von Süßlupinensamen, die sehr lecker sind und für die wir deshalb hier gerne ein bisschen Schleichwerbung machen. 
Wir lieben Lupinen. Sie gehören für uns in die Kategorie der schönsten Sommerblumen. Immer wenn sie in größeren Gruppen auftreten und staubige Straßenränder in blühende Landschaften verwandeln, begeistern sie uns so nachhaltig, dass wir uns schon im Winter auf die nächste Lupinenblüte freuen.
Die Blütenkerzen dieser schönen Blume, die zu den Hülsenfrüchtlern zählt und unter anderem mit der Erbse, der Kichererbse und der Erdnuss verwandt sind, sind doch wahrlich kleine Kunstwerke! Und auch die Farbvarianten der Lupine sind allesamt sehr ansprechend.

Hier eine Variante in Rosa-Weiß und mit leichtem
Linksdrall.