Posts mit dem Label Landleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Landleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. September 2017

Schnappschuss als Suchbild

Nanu, den Blick aus dem Küchenfenster auf die üppig blühende Rispenhortensie im Innenhof hatte wir doch gerade erst, oder? Naja, es ist schon wieder fast einen Monat her, dass wir das Foto hier gepostet haben. Das aktuelle Foto ist nicht halb so schön wie das damalige, aber es ist ja auch nur ein iPad-Schnappschuss. Die Kamera war gerade nicht griffbereit, als sich uns heute dieses Suchbild zeigte:

Man muss schon etwas genauer hinzugucken, um zu entdecken, was sich in diesem Suchbild versteckt. Kleiner Hinweis: Da begibt sich jemand auf eine waghalsige Kletterpartie.

Dienstag, 8. August 2017

Blick aus dem Küchenfenster

Im Halbschatten unter dem Blätterdach des großen Nussbaums im Innenhof fühlt sich die Rispenhortensie offenbar so richtig wohl und entwickelt jedes Jahr aufs Neue üppige, champagnerfarbene Blütenrispen.
Das Schöne an Hortensien ist, dass sie ohne großen Pflegeaufwand so üppig und ausdauernd blühen. Sie sollten deshalb in keinem Garten fehlen. Auch wir haben etliche Exemplare. Allerdings stehen wir nicht so sehr auf die in kräftigen Blau- und Rottönen blühenden Hortensien. Umso mehr lieben wir unsere weiß blühende Kletterhortensie an der Nordwand und die Rispenhortensie mit ihren geradezu riesigen, champagnerfarbenen Blüten im Innenhof. Der Blick aus dem Küchenfenster begeistert uns jeden Tag aufs Neue.

So schön ist zurzeit der Ausblick aus dem Küchenfenster.

Mittwoch, 2. August 2017

Blühstreifen gegen Betonköpfe

Unser Blühstreifen vor dem Vorgartenzaun bzw. der Vorgartenmauer.
"Eine Schande" urteilten 70+-Dorfbewohner über unseren artenvielfältigen, naturnahen Vorgarten, in dem nichts in Reih und Glied steht. Uns ist egal, was die Leute sagen – wenn sie denn sonst keine Probleme haben ... . Uns gefällt der "wilde" Vorgarten, und die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben ihn.
In diesem Sommer sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben den eine Handbreit schmalen Streifen zwischen Gartenzaun und dem hässlichen Betonverbundsteinpflastergehweg in einen Blühstreifen verwandelt. Die Betonköpfe im Dorf sollen selbst entscheiden, ob sie das als Provokation oder Charme-Offensive empfinden.
Wir haben bereits viele Komplimente für den Blühstreifen erhalten – allesamt von Auswärtigen.

Zwischen dem grauen, toten Beton sprießt buchstäblich das blühende Leben.

Sonntag, 23. Juli 2017

Strohballen auf Stoppelfeldern

Gegen Abend werfen die Strohballen lange Schatten auf die Stoppelfelder.
Mit der Gerste hat die Getreideernte begonnen, und jetzt liegen auf den Stoppelfeldern große, goldgelbe Stroh-Rundballen herum und warten darauf, eingesammelt zu werden. Obwohl die Stoppelfelder zum Sommer gehören, haben sie doch etwas Herbstliches, und das ist ja eigentlich auch schön, denn ich liebe den Herbst mehr als den Sommer, der sich leider auch heute wieder schwülwarm präsentierte. Auf diese drückende Hitze kann ich gerne verzichten.

Samstag, 15. Juli 2017

Sonne, Stroh und Wolken

Auch wenn die Wolkendecke heute ziemlich geschlossen erschien, zeigten sich immer wieder Löcher, die den Blick auf den blauen Himmel dahinter freigaben, damit die Sonne die goldgelben Strohballen auf dem Stoppelfeld leuchten lassen konnte.
Ist so ein Sonne-Wolken-Mix nicht viel spannender als blauer Himmel bis zum Horizont? Wir meinen: ja! Uns graust es schon vor der nächsten Woche. Mittwoch soll die Tageshöchsttemperatur auf 31 Grad steigen. Während sich viele Städter nach solchen Sommertagen sehnen, sind die Leute auf dem Land – und dazu zählen auch wir – froh, wenn es nicht ganz so heiß wird und es alle paar Tage mindestens einmal kräftig regnet.
Das einzig Nervige an so wechselhaftem Wetter: Man weiß nie, was man anziehen soll. Eine Regenjacke für den nächsten Schauer kann nicht schaden, aber sobald zwischendurch die Sonne herauskommt, wird es geradezu unerträglich heiß und drückend.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Auf die Hinterbeine

Schlimm genug, dass sich Minou immer wieder als Forstschädling betätigt, aber jetzt gibt sie auch noch ihren beiden Söhnen Anschauungsunterricht in dieser Disziplin. Zum Glück sind diese noch nicht ausgewachsen, und so wird es noch eine Weile dauern, bis sie wie ihre Mutter an die Zweige in zwei Meter Höhe herankommen. Wären die Ziegen nicht so liebenswert, würden wir uns schwertun, ihnen all den Schaden zu verzeihen, den sie auf dem Hof anrichten.

Wer sich auf die Hinterbeine stellt, kommt auch an höher hängende Zweige heran. Minou
zeigt dem 
Nachwuchs, wie es geht. 

Dienstag, 20. Juni 2017

Für Augen und Nase

Je nach Sorte haben die Kartoffeln entweder violette ....
Die Lüneburger Heide ist das größte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands. 40 Prozent aller hierzulande geernteten Knollen stammen aus unserer Region. Auf den sandigen Böden der Heide gedeiht die Kartoffel besonders gut, allerdings nur, wenn sie künstlich bewässert wird. Seit 2010 ist die Bezeichnung "Heidekartoffel" sogar europaweit geschützt. Nur tatsächlich in der Lüneburger Heide angebaute Kartoffeln dürfen so bezeichnet werden.
Zurzeit blüht sie, die Heidekartoffel – je nach Sorte in Weiß oder Violett. Auf unseren allmorgendlichen Hundespaziergängen kommen wir an mehreren Kartoffelfeldern vorbei und freuen uns über die Blütenmeere. Aber die blühenden Kartoffelfelder sind nicht nur schön anzuschauen, sondern sie duften auch herrlich – besonders intensiv nach einem Regenschauer.

... oder weiße Blüten. Hübsch sind beide Varianten.

Samstag, 27. Mai 2017

Famlienglück

Die Amsel auf ihrem Nest in der Kletterhortensie an der Wand unseres Gartenschuppens.
Seitdem eine Amselfamilie im Schutz der Kletterhortensie, gleich bei der Regenwasserwanne, ihr Nest auf einem bisher nutzlosen alten Ochsenjoch, das seit Jahren zugewuchert an der Wand hing, bezogen hat, nehmen wir Anteil an ihrem Leben.
Wir bangten mit den Amseln, als das Gewitter vor mehr als einer Woche niederging und das Wasser über ihren Köpfen hinweg über das Dach auf den Hof schoss. Aber sie haben ihren Nistplatz gut gewählt, das Nest und die Kleinen blieben trocken. Vor knapp einer Woche sind die Amselküken geschlüpft. Vier Eier lagen bei meiner letzten Kontrolle, als gerade einmal "sturmfreie" Bude war und beide Elterntiere kurz unterwegs waren, im Nest. Jetzt sind wir am Rätseln, wie viele kleine Amseln dort nun eigentlich heranwachsen. Drei habe ich schon gesehen, Inka meint, es könnten auch fünf sein. Egal, es ist hinreißend mitzuerleben, wie sehr sich die Eltern für sie abrackern. Das Männchen brachte ständig Würmer für das noch brütende Weibchen herbei, bewachte das Nest aus der Ferne, bereit, jeden Eindringling im Revier hinfortzujagen. Sobald die Abendsonne herumkommt und heiß aufs Nest brennt, stellt sich das Weibchen mit aufgefächertem Flügel darüber und bietet den benötigten Sonnenschutz. Ich mag Regenwürmer sehr, dennoch bin ich immer froh, wenn ich die beiden Amseln mit vollem Schnabel von oben auf der Wiese oder von vorn unter den Apfelbäumen am Haus zum Nest zurückfliegen sehen.
Als ich gestern ausgiebig neu gepflanzte Blümchen und Bäume in unserem Vorgarten goss, wartete das Amselmännchen schon etwas abseits auf einem Zweig, kaum räumte ich mit der nun leeren Gießkanne das Feld, flog es herbei und suchte in der feuchten, warmen Erde nach Beute.
Ein Nest so direkt in unserem Umfeld und dabei noch fast auf Augenhöhe hatten wir noch nie, ich hoffe, dass dieser Plätz nun noch öfter gewählt wird und alles klappt mit dieser Amselbrut. Allgemein hatten es die Vögel so schwer in diesem Jahr mit diesem so eisekalten April und Maibeginn. Erst jetzt fliegt mehr kleines Getier herum. Zum Glück haben wir keinen Mangel an Regenwürmern, diesbezüglich haben es die Amseln einfacher als beispielsweise die Meisen.

Die hungrigen Jungvögel warten darauf, dass Mutter und Vater ihnen die Schnäbel stopfen.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Endlich warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen

Vor dem Abendessen noch ein schnelles Smartphone-Selfie – und dabei in die Abendsonne blinzeln.
Wow, war das heute ein schöner Frühlingsabend! Und endlich einmal warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen. Zu essen gibt es bei uns an solchen Abenden traditionell mit zuckersüßen Datteltomaten und Tofu Rosso, unserer veganen Mozzarella-Alternative, gefüllten Baguettebrötchen. Dazu reichlich Basilikum, eine Prise Salz und einen kräftigen Schuss Olivenöl – superlecker! Und zur Feier des Tages gönnten wir uns ein friesisch-herbes alkoholfreies Bier.
Zum Tagesausklang machten wir dann noch unseren obligatorischen Spaziergang mit den Hunden.
Es wäre doch jammerschade gewesen, wenn wir diesen Tag nicht bis zum letzten Sonnenstrahl draußen ausgenutzt hätten, zumal es morgen zum Abendessen blitzen und donnern soll.

Neben unserem Sitzplatz auf dem Hof leuchtet ein Ahornblatt im warmen Licht kurz vor Sonnen-
untergang.

Freitag, 28. April 2017

Lieber mit Löwenzahn

Kaum zu glauben, dass manche Leute den Löwenzahn in ihrem Rasen bekämpfen.
Eine gepflegte und akkurat geschnittene Rasenfläche hat durchaus ihren Reiz, aber lieber als diese sattgrünen Monokulturen mag ich doch Wiesen, in denen Löwenzahn und Gänseblümchen blühen und allerlei Kräuter zu entdecken sind. Und es bricht mir fast das Herz, wenn ich sehe, wie Leute, stoisch auf ihrem Rasentraktor sitzend, über die Blumen hinweg fahren und dabei sämtliche Blüten abrasieren.

Jede Löwenzahnblüte ist doch wie eine kleine Sonne im Garten.

Mittwoch, 19. April 2017

Frostschutz mit künstlerischer Note

Nicht schön, aber hoffentlich wirkungsvoll: In Frostschutzvlies eingepackte Pflanzen.
Ich komme mir vor wie Verpackungskünstler Christo. Nur, dass ich mir nicht das Brandenburger Tor, sondern unseren Garten vorgenommen habe. Minus vier Grad soll es heute Nacht geben, zu kalt für all die vielen Bäume und Sträucher, die wir gerade erst gepflanzt haben und die jetzt ihre ersten Blätter bekommen. Vom Landhandel habe ich heute Schutzvlies von der Rolle mitgenommen, 50 Meter, besser als nichts, und – das ist das Wichtigste – es soll Nachtfröste abhalten.
Gar nicht so einfach, 20 Meter Hainbuchenhecke damit einzupacken, der Wind macht mein Werk immer wieder zunichte, bis ich das Vlies mit Wäscheklammern befestigt, mit Holzlatten an den Enden beschwert, alle kleinen Äste darunter versteckt habe.
Für die Obstbäume bastele ich kleine Hauben, mangels anderer Schnur mit Geschenkband oben und unten verschnürt, sieht lustig aus. Dann verschwindet der Beetstreifen am Haus mit den neu gepflanzten Rosen unter der weißen, hauchdünnen Decke, den Rosenstöcken etwas weiter stülpe ich Eimer über den Kopf, schleppe Töpfe mit Rosmarin, Kamelien und noch nicht gepflanzten Beerensträuchern herein. In der Diele sieht es jetzt aus wie in einer Gärtnerei. Ein paar kleineren Pflänzchen setze ich noch schnell Zeitungspapierhauben auf, auch die Rosen an ihrem metallenen Bogen bekommt noch etwas wärmenden Lesestoff verpasst.
Über den blühenden Pflaumen und Kirschen funkeln Sterne am schwarzen Nachthimmel, sie müssen ohne Hilfe diese bitterkalte Nacht überstehen. Ob das Vlies den Frost genug abhalten kann, weiß ich nicht, aber wenigstens habe ich es versucht.

Verpackungskunst im Vorgarten à la Christo.

Dienstag, 18. April 2017

Das Beständige ist das Unbeständige

In Zeiten des Klimawandels ist es irgendwie auch beruhigend, dass wenigstens auf den April noch Verlass ist. Der April macht, was er will, hieß es schon, als wir Kinder waren. Und daran hat sich (zum Glück!) bis heute nichts geändert. Das Beständige ist das Unbeständige. Sonne, Wolken, Regen, Hagel, Gewitter und sogar ein bisschen Schnee und dazu reichlich Wind haben wir in den ersten 18 Tagen dieses Monats schon erlebt. Und jetzt soll auch noch Frost kommen, und wir sorgen uns um die Blüten unserer Obstbäume und all die Pflanzen, die gerade erst aus ihrer Winterstarre erwacht sind, aber jetzt schon wieder von der Kälte heimgesucht werden. So gesehen wäre es vielleicht doch besser, wenn der April nicht so hartnäckig dem Klimawandel trotzen würde ...

Nach einem kühlen, trüben Apriltag gab es heute einen durchaus dramatischen Sonnenuntergang mit schwarzen Wolken
vor blauem Himmel.

Samstag, 15. April 2017

Familienglück

Papa Linus (links) und Mama Minou mit den beiden Ziegenkindern.
Unser schönstes Ostergeschenk sind die zwei Ziegenlämmer, die Minou vor zwei Wochen zur Welt gebracht hat und die jetzt schon mit ihr und Papa Linus zusammen auf der Weide herumspringen. Stundenlang könnten wir ihnen dabei zuschauen, wie die Minis zirkusreif beim Brennholz auf den noch nicht gespaltenen Baumscheiben balancieren und sich gegenseitig zum Spielen herausfordern.

Jeden Tag werden die Lämmer größer und kräftiger,

Mittwoch, 1. März 2017

Eng umschlungen

Jetzt im Winter kaufen wir etwa alle zwei Wochen einen neuen 25-Kilo-Sack Futtermöhren. Über die Möhren freuen sich die Pferde ebenso wie die Schafe und Ziegen.
Während im Supermarkt für ein Kilo Möhren etwa ein Euro verlangt wird, kosten 25 Futtermöhren lediglich fünf Euro. Die Qualität ist aber nicht schlechter als die der Möhren im Supermarkt. Es handelt sich um "ganz normale" Möhren und nicht etwa um speziell als Tierfutter angebaute Möhren.
Futtermöhren sind Möhren, die gewissermaßen durchs Raster gefallen sind – aussortiert, weil sie in Größe und Form nicht dem strengen EU-Standard entsprechen. Überwiegend handelt es sich um Möhren, die einfach nur zu groß geraten sind. Zuweilen entdecken wir in einem Sack aber auch so erstaunliche Kuriositäten wie diese beiden eng umschlungen Möhren:

Hier hat sich die Natur künstlerisch betätigt und eine bemerkenswerte Skulptur geschaffen.

Sie sind sind korkenzieherartig ineinander verdreht und lassen sich nur trennen, indem wir sie zerbrechen. "O, die mögen sich aber", lautete Marions spontaner Kommentar, als ich ihr das Möhren-Pärchen zeige.

Freitag, 24. Februar 2017

Kurzes Comeback

Au weia, da kommt aber ganz schön was herunter!
Heute Vormittag um 20 Minuten nach 11 kehrte der Winter zurück, und das mit einem Paukenschlag: Donner grollte, und dann begann es heftig zu hageln. Aber schon eine Minute später ging der Hagel in Schnee über und dann war auch schon alles weiß. Der Winterzauber war allerdings nur von kurzer Dauer. Als sich die Schneewolken verzogen hatten, lachte die Sonne am Himmel und brachte den Schnee zum Schmelzen. Am Nachmittag war von dem Winter-Comeback nichts mehr übrig.



Ein paar Stunden später war es mit dem Winterzauber schon wieder vorbei.

Samstag, 18. Februar 2017

Ein Fest für die Ziegen

Ziegen fressen mit Vorliebe das, was sie nicht sollen. Im Sommer sind das die jungen Triebe der Obstbäume und nahezu alle Pflanzen, die im Blumen- und Gemüsegarten sprießen. Wer den Bock nicht zum Gärtner machen will, ist gut beraten, entweder seinen Garten oder seine Ziegen gut einzuzäunen. Wir bevorzugen die erste Variante, denn bei der zweiten ist ein herzzerreißendes Gemecker zu erwarten, sodass wir das Tor zum Ziegengehege bald wieder genervt öffnen würden.

Während sich Linus noch über die grünen Nadeln der Fichtenzweige hermacht, hat Minou bereits mit dem Entrinden der Stammabschnitte begonnen.
Im Winter sind all die verbotenen Leckereien natürlich Mangelware. Stattdessen wird die Rinde von den Bäumen genagt. Wir haben deshalb nach und nach immer mehr Bäume auf unserem Gelände mit Maschendrahtzaun umwickelt. Um die, die wir noch nicht auf diese Weise geschützt haben, müssen wir uns aber zum Glück erst einmal keine Sorgen mehr machen, denn die Ziegen haben seit gestern eine neue Spielwiese. Nachdem wir im Vorgarten eine große, fette und leider nicht mehr standsichere Fichte fällen lassen mussten, haben wir jetzt hinten auf dem Hof einen beachtlichen Berg aus Stammabschnitten, der jetzt darauf wartet, zu Brennholz verarbeitet zu werden. Das wird einige Wochen dauern – sehr zur Freude von Minou und Linus, die offenbar beschlossen haben, die Baumscheiben zunächst einmal sorgfältig zu entrinden, bevor sie sie und dann zur weiteren Bearbeitung mit der Axt überlassen. Uns kann das nur recht sein, denn solange sie mit dem Holzberg beschäftigt sind, werden sie hoffentlich keinen Blödsinn machen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Valentinstag ist Valentinotag

Ist er nicht schön?! Zum Geburtstag gab es heute eine
Extra
portion Möhren.
Eigentlich haben wir es mit dem Valentinstag nicht so. Wir konnten in der Vergangenheit gut auf ihn verzichten. Bis vor zwei Jahren Valentino zu uns kam. Der heißt nämlich so, weil er am Valentinstag geboren wurde.
Der kastrierte Schafbock ist ein ganz lieber, und er passt prima zu unseren vier Skudden-Schafen und gut auf sie auf. Valentino kam zu uns, nachdem seine gesamte Familie eines Nachts auf der Weide von einem Wolf getötet wurde. Als einziger Überlebender des Massakers war Valentino entsprechend verstört und verängstigt, und er brauchte ganz schnell eine neue Familie. Seine Menschen fragten uns, ob wir ihm ein neues Zuhause geben würden. Ja, klar, selbstverständlich!
Jeden Tag freuen wir uns über unsere kleine Schafherde und ganz besonders darüber, dass Valentino das traumatische Erlebnis von damals offenbar gut überwunden hat. Happy Birthday!

Valentino mit seinen vier Mädchen.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Unter die Erde, bitte!

Schön sind sie nicht, die Hochspannungsmasten. Nur bei Sonnenuntergang  ist der Anblick halbwegs erträglich.
Hier werden die Stromleitungen effektvoll von einem Kondensstreifen eines Flugzeugs gekreuzt.
Sie verschandeln die Landschaft und behindern den freien Blick auf den Himmel. Warum, fragen wir uns immer wieder auf unseren Wanderungen, können nicht sämtliche Hochspannungsleitungen in der Erde verbuddelt wären? Na, weil es viel zu teuer wäre. Doch diese Antwort lassen wir nicht gelten. Beim Autobahn- und Flughafenbau scheinen die Kosten schließlich auch keine Rolle zu spielen. Ja, kommt dann gleich der Einwand, Autobahnen und Flughäfen werden vom Staat gebaut, Hochspannungsleitungen von privaten Netzbetreibern. 
Warum eigentlich kümmert sich der Staat in einem Fall um die Infrastruktur, im anderen Fall aber nicht? Wenn der Staat selbst die Verantwortung für die Stromnetze übernommen hätten, wäre die Energiewende längst vollzogen. Denn gegen unterirdische Stromtrassen gib es viel weniger Einwände und Vorbehalte.
Dann müssten bei uns im Norden der Republik nicht dauernd die Windräder angehalten werden, weil die Leitungen fehlen, um die Windenergie zu den Verbrauchern im Süden und Westen der Republik zu leiten. Und billiger, als den Energieproduzenten Millionen von Euro als Entschädigung zu zahlen, wäre es wahrscheinlich auch.
Strom, Gas, Wasser, Straßen und Bahnlinien und, nicht zu vergessen, schnelles Internet auch auf dem Land: Der Staat sollte dafür die Grundversorgung gewährleisten, indem er die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt.
Die Zeiten, in denen nahezu alles privatisiert wurde (sogar Abwasserkanäle und Ampelanlagen sowie Rathäuser und Kliniken) wurden mancherorts an Private verkauft), um die leeren Kassen der Kommunen und der Länder zu füllen, sind zum Glück vorbei. Inzwischen übernehmen immer mehr Städte und Landkreise auch die Müllabfuhr wieder in Eigenregie, nachdem sie gemerkt haben, dass es auf Dauer doch preisgünstiger ist. 
Aber zurück zu den Hochspannungsleitungen: Wir sollten aufpassen, dass wir unsere Landschaft nicht bald flächendeckend zugebaut haben. Immer mehr Windparks, die uns natürlich lieber sind als Kohle- oder Atomkraftwerke, bedeuten auch immer mehr Stromleitungen. Unter die Erde damit, bitte!

Dienstag, 17. Januar 2017

Weiße Weite mit Windpark

Auf dem alltäglichen Hundespaziergang am Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang freue ich mich stets über den weiten Blick über die Felder bis zum Wald und dem Windpark dahinter und bin froh, dass ich nicht in der Stadt, sondern auf dem Land wohne. Jetzt, da die Landschaft mit Schnee bedeckt ist, gefällt mir das Panorama am besten. Der Schnee lässt die die ganze Szenerie noch harmonischer und irgendwie auch friedlicher wirken.

Da ich leider kein Talent zum Malen habe, muss ich fotografieren. Wenn ich malen könnte, würde ich so einem Bild den Titel "Weiße Weite mit Windpark" geben. 

Sonntag, 20. November 2016

Bitterer Nachgeschmack

Wie schön anzusehen: Ein paar Blätter haben sich in ihrem Fall in der Zwillingsastgabel des großen Walnussbaums verfangen und sind dort liegengeblieben. Eine winzige Sorge – oder Arbeit – weniger, denn das meiste Laub hat es bis auf den Boden geschafft oder verstopft doch nun wenigstens die Dachrinnen.
Im späten Herbst, wenn die vorwitzigen Eichhörnchen, deren Ankunft wir immer sehnlichst erwarten, längst die Ernte abgeschlossen haben, bleibt für uns der "Rest" übrig. Der Rest besteht aus gefühlten mehreren Tonnen fein säuberlich miteinander verklebter, nasser und glitschiger Walnussbaumblätter, die einen bitterwürzigen und Sinne umnebelnden Duft verbreiten. Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Strafarbeit, Steinplatten, Wege und die Erde rundherum um alle sonstigen grünen Bewohner unseres Innenhofs von dieser erstickenden Decke zu befreien.

Der Nussbaum in unserem Innenhof ist schön, aber das braune, übel riechende Laub zu beseitigen, ist alle Jahre wieder eine Strafarbeit.
Wir sind die Letzten, die jedem heruntergefallenen Blatt mit einem Laubsauger hinterherjagen, doch wo Walnussblätter liegen, wächst kein Gras mehr und auch sonst nichts. Es scheint, als wolle der raumgreifende Baum sichergehen, dass kein anderes Gewächs in seinem nächsten Umkreis Fuß fasst und sei es nur etwas so Zartes wie ein kleines Veilchen.
Also bleibt nur, sich an die Eichhörnchen zu erinnern, wie sie von Ast zu Ast springen, Nüsse ernten und oft genug hoch oben im Baum gleich genüsslich zu verspeisen. Dieses Bild tröstet und erinnert uns daran, warum wir unsere Walnuss trotz allem doch so gern mögen, während wir etwas angewidert den Laubsack füllen, wieder und wieder, bis wir so nach und nach den Innenhof freigelegt haben.
Ohne schützende Laubdecke muss trotzdem kein Strauch und kein Pflänzchen überwintern, dafür sorgt die große Eiche, die ihr Laub fein verteilt über Wochen und Monate herabrieseln lässt und erst im nächsten Frühjahr komplett kahl sein wird. Aber ihrem Blätterregen schauen wir gänzlich gelassen entgegen ...