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| In den Schleiereulenkasten in Nachbars Scheune sind wieder die Falken eingezogen. Das Blech ums Einflugloch soll Marder fernhalten. |
Zwei Frauen, ein altes Haus, ein Garten, viele Tiere und der Traum vom guten Leben auf dem Land
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Montag, 16. April 2018
Er ist wieder da!
Nein, keine Angst, gemeint ist in diesem Fall nicht der fiese Diktator aus dem gleichnamigen, 2015 verfilmten Roman von Bestseller-Roman von Timur Vermes. Es geht vielmehr um den Falken, der zum Nisten in den Schleiereulenkasten in Nachbars Scheune eingezogen ist. Bis vor einigen Jahren stritten sich in jedem Frühjahr die Falken uns Schleiereulen um den Kasten, und mal gewannen die einen, mal die anderen. Im vergangenen Jahr gab es dann nur noch Gerangel unter zwei Falkenpärchen. Die Schleiereulen kamen kamen erst später im Jahr, offenbar zur zweiten Brut. Wir sind gespannt, von wem und wie oft der beliebten Brutplatz in diesem Jahr genutzt werden wird.
Donnerstag, 5. April 2018
Alle Vögel sind schon da
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| Fünf Eier hat die Amsel in ihrem Nest. |
Sonntag, 11. Februar 2018
Pelztier im Bach
Auf unserer Sonntagstour mit den Hunden überquerten wir sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg die Aue, einen der Quellbäche der Ilmenau, und beide Male sahen wir drei Tiere im Wasser schwimmen, die wir leider nicht genau identifizieren konnten. Bevor ich die Kamera startklar hatte, waren schon zwei der Tiere im Bewuchs der Uferböschung verschwunden, sodass ich nur noch eines vor die Linse bekam. Den Schwanz konnten wir nicht genau erkennen, sonst hätten wir zweifelsfrei sagen können, ob es sich um Biber handelt oder nicht. Allerdings erschien uns der Bach ein wenig schmal für Biber. Außerdem waren die Tiere für Biber vielleicht doch etwas zu klein, für Bisamratten aber zu groß. So ist es am wahrscheinlichsten, dass wir es hier mit sogenannten Biberraten zu tun hatten, die auch als Nutrias bezeichnet werden. Sie haben wir in diesem Winter schon mehrfach beobachten können, immer in Bächen oder Gräben.
Schade, dass uns das Pelztier nicht die Zähne gezeigt hat. Die sind bei Nutrias (ebenso wie bei Bibern) orangefarben. Die Färbung kommt durch Eisenablagerungen zustande. Auf Nutria deutet auch die Gesichtsform hin, die an die eines Meerschweinchens erinnert.
Nahaufnahmen von Nutrias bei Sonnenschein hatten wir vor knapp einem Jahr gemacht: "Biber-Safari wird zur Nutria-Safari".
Schade, dass uns das Pelztier nicht die Zähne gezeigt hat. Die sind bei Nutrias (ebenso wie bei Bibern) orangefarben. Die Färbung kommt durch Eisenablagerungen zustande. Auf Nutria deutet auch die Gesichtsform hin, die an die eines Meerschweinchens erinnert.
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| Ein dickes Pelztier im Bach. |
Montag, 5. Februar 2018
So schön kann der Winter sein
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| Schnee und blauer Himmel – beste Voraussetzungen für einen traumhaft schönen Wintertag. |
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| Marion und die Hunde genießen die Tour im Schnee. |
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| Der Norweger freut sich über ein halbes Baguette. |
Montag, 29. Januar 2018
"Wächter" am Wegesrand
Zwei große alte Eichen markieren oft eine Hofeinfahrt oder einen abzweigenden Weg. Wächter am Wegesrand, wenn auch von ganz anderer Art, passieren wir stets an einer unserer Hunderunden: zwei stattliche Ameisenhügel.
So akkurat, wie die kleinen Tierchen sie in geringer Entfernung zueinander und auf gleicher Höhe aus Fichtennadeln und kleineren Zweigen aufgeschichtet haben, sieht es fast so aus, als wollten sie den anderen Waldbewohnern zeigen, wo sich der "Zugang" hinein in den Wald befindet. Dieses Waldameisenvolk (zunächst gab es nur einen Wohnhügel) scheint sehr vermehrungsfreudig zu sein, denn außer dem zweiten Haufen gibt es wenig weiter noch einen dritten.
Betrieb ist derzeit nicht. Die Ameisen halten Winterruhe. Auch sie überwintern als komplettes Volk mit Königin und vielen Arbeiterinnen, vergleichbar mit den Bienen. Anders als diese erzeugen sie aber keine Wärme, um kuschelig zu überwintern. Indem sie ihre Körperflüssigkeit auf eine Art dickflüssiges Konzentrat reduzieren, erhöhen sie damit gleichsam ihren körpereigenen Frostschutz und können so auch zweistellige Minusgrade überstehen.
Sobald die Temperaturen wieder steigen und die ersten richtigen Sonnenstrahlen das Nest erwärmen, erwachen sie wieder zu geschäftiger Betriebsamkeit.
Bis dahin werden aber noch einige Wochen vergehen. Marion
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| Akkurat angelegt: Waldameisen haben hier nur wenige Meter voneinander entfernt ihre Wohnhügel aufgeschichtet. Betrieb ist derzeit nicht. Die Ameisen halten Winterruhe und warten auf wärmere Zeiten. |
Dienstag, 16. Januar 2018
Schlechte Tischmanieren
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Man muss schon etwas genauer hingucken, um den rätselhaften Hügel im Rasen
zu erkennen, der sich unter dem Vogelhaus gebildet hat.
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Die heruntergefallenen Sonnenblumenkerne haben sich zu oben erwähntem Hügel aufgetürmt, und darüber ist inzwischen Gras gewachsen.
Die schlechten Tischmanieren haben aber auch einen schönen Nebeneffekt: Im Sommer werden wieder, wie schon im vergangenen Jahr, etliche Sonnenblumen unter dem Vogelhaus sprießen.
Freitag, 29. September 2017
Der Tag der Schmetterlinge
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| Die blühenden Astern haben zwei Admirale angelockt. |
In diesen Tagen blühen noch immer ein paar Borretschpflanzen, Kapuzinerkresse, Nachtkerzen, Dahlien, Sedum, Steinkraut und nun auch die Astern, sie in frischer Pracht. An diesem schönen, milden Herbsttag lockten sie die Tagfalter an, wie unser Sommerflieder es in den Wochen davor getan hatte. Besonders zahlreich fanden sich heute Pfauenaugen und Admirale ein, die einen regelrechten Tanz über den Blüten aufführten.
Auch den Kohlweißlingen ist es gut ergangen, ihre Nachkommen haben bei uns keinen Kohl zum Knuspern gefunden, dafür aber die Blätter der kräftig-kresseartig schmeckenden Kapuzinerkresse komplett vertilgt. Die Raupen gediehen prächtig, die Kapuzinerkresse auch, sie erholte sich in kurzer Zeit, brachte neue Blätter hervor und sieht nun wieder aus wie zuvor.
Der Kreis ist geschlossen von den ersten Schneeglöckchen im Februar über Krokusse, Tulpen bis hin zu Rosen, Sonnenblumen, Malven, Wicken, Dahlien, Cosmeen und nun den Astern.
Wie schön – an jedem sonnigen Tag brummte, surrte und flatterte es vor unserem Haus. Genau das, was wir wollten. Und die Bestätigung dafür, dass es nur wenig Platz und Mühe braucht, um ein kleines Paradies zu schaffen. Nun werden wir noch ein paar Blumensamen einsammeln, damit wir im nächsten Jahr wieder ein neues Gartenbild malen können. Wir freuen uns schon!
Dienstag, 25. Juli 2017
Gut getarnt
Nicht jeder Raupe ist es vergönnt, sich irgendwann in einen Falter verwandeln. Viele von ihnen fallen zuvor den Vögeln zum Opfer, für die so eine Raupe buchstäblich eine fette Beute ist. Die beste Überlebensversicherung für eine Raupe ist eine gute Tarnung. Die des Exemplars auf unserem Foto, am Wochenende fotografiert in unserem Garten, ist geradezu perfekt:
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| Hoffentlich frisst die Raupe nicht das ganze Blatt auf. Dann wäre ihre Tarnung futsch. |
Sonntag, 16. Juli 2017
Hechelnde Hunde
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| Die Hund versuchen, sich durch Hecheln etwas Kühlung zu verschaffen. |
Doch das drückende Wetter hatte auch etwas Gutes: Es waren keine anderen Leute unterwegs, und wir hatten die Landschaft ganz für uns alleine.
Dienstag, 11. Juli 2017
Den Bock zum Gärtner machen?
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Die Bienen und Hummeln freuen sich ebenso
wie wir über die vielen schönen Sonnenblu- men im Garten. |
Mittwoch, 28. Juni 2017
Auf die Hinterbeine
Schlimm genug, dass sich Minou immer wieder als Forstschädling betätigt, aber jetzt gibt sie auch noch ihren beiden Söhnen Anschauungsunterricht in dieser Disziplin. Zum Glück sind diese noch nicht ausgewachsen, und so wird es noch eine Weile dauern, bis sie wie ihre Mutter an die Zweige in zwei Meter Höhe herankommen. Wären die Ziegen nicht so liebenswert, würden wir uns schwertun, ihnen all den Schaden zu verzeihen, den sie auf dem Hof anrichten.
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Wer sich auf die Hinterbeine stellt, kommt auch an höher hängende Zweige heran. Minou
zeigt dem Nachwuchs, wie es geht. |
Sonntag, 25. Juni 2017
Herr und Frau Gimpel geben sich die Ehre
Der Vogelschwund in Deutschland ist dramatisch. Ein Drittel aller Vogelarten zeigt seit Ende der 1990er Jahre "signifikante Bestandsabnahmen", teilte im Mai der NABU mit. Von der Bundesregierung offiziell bestätigten Zahlen zufolge gab es allein beim Kiebitz zwischen 1990 und 2013 einen Rückgang um 80 Prozent, beim Rebhuhn sogar um 84 Prozent. Verantwortlich für diese besorgniserregende Entwicklung insbesondere bei den Feld- und Wiesenvögeln ist die intensive Landwirtschaft, die vielen Arten den Lebensraum genommen hat. Indem wir Erzeugnisse aus ökologischem Landbau kaufen, können wir den Vogelschwund nicht stoppen, aber immerhin einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass er nicht immer noch schlimmer wird.
Und im eigenen Garten lässt sich immerhin für die Singvögel etwas tun, die ebenfalls buchstäblich auf dem absteigenden Ast sind. Statt großer Rasenflächen, die streng genommen nichts Anderes sind als die landwirtschaftlichen Monokulturen im Kleinen, können wir unsere Gärten vielfältig und vogelfreundlich gestalten. Darüber hinaus ist die Ganzjahresfütterung ein Erfolg versprechende Möglichkeit, die Artenvielfalt bei den Gartenvögeln zu erhöhen. Unser Selbstbedienungsrestaurant im Apfelbaum hat also 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Bis zu zwei Zentner Sonnenblumenkerne gehen dort im Jahr über die Theke.
Das Angebot nehmen Blaumeise, Kohlmeise, Weidenmeise, Buchfink, Kernbeißer, Kleiber, Grünfink, Rotkehlchen, Amsel und Wacholderdrossel dankbar an. Heute haben sich zwei neue Gäste am reich gedeckten Tisch eingefunden: Herr und Frau Gimpel kamen zu einem ausgiebigen Frühstück vorbei, und darüber haben wir uns riesig gefreut.
Und im eigenen Garten lässt sich immerhin für die Singvögel etwas tun, die ebenfalls buchstäblich auf dem absteigenden Ast sind. Statt großer Rasenflächen, die streng genommen nichts Anderes sind als die landwirtschaftlichen Monokulturen im Kleinen, können wir unsere Gärten vielfältig und vogelfreundlich gestalten. Darüber hinaus ist die Ganzjahresfütterung ein Erfolg versprechende Möglichkeit, die Artenvielfalt bei den Gartenvögeln zu erhöhen. Unser Selbstbedienungsrestaurant im Apfelbaum hat also 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Bis zu zwei Zentner Sonnenblumenkerne gehen dort im Jahr über die Theke.
Das Angebot nehmen Blaumeise, Kohlmeise, Weidenmeise, Buchfink, Kernbeißer, Kleiber, Grünfink, Rotkehlchen, Amsel und Wacholderdrossel dankbar an. Heute haben sich zwei neue Gäste am reich gedeckten Tisch eingefunden: Herr und Frau Gimpel kamen zu einem ausgiebigen Frühstück vorbei, und darüber haben wir uns riesig gefreut.
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| Ein Gimpelpaar hat sich in unserem Selbstbedienungsrestaurant eingefunden. |
Mittwoch, 21. Juni 2017
Romantischer Ratzeplatz
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| Ein nettes Sonnenplätzchen. |
Die kleinblütige Ramblerrose, die in diesem Bild den malerischen Hintergrund bildet, heißt übrigens Maria Lisa. Sie blüht nur einmal im Jahr, dafür mit umso mehr kleinen Blütchen, denen später Hagebutten folgen. Gezüchtet hat sie der Augustinermönch Bruder Alfons im Jahr 1925. Benannt hat er sie nach zwei Frauen, die in seinem Kloster arbeiteten, was für eine hübsche Geste! Obwohl diese Rose, die noch sehr einer Wildrose ähnelt, grundsätzlich gern von Bienen besucht wird, haben die sich bei uns noch nicht sehen lassen, dafür aber viele kleine Käfer und noch manches andere Insektengetier. Ich habe diesen Neuzugang in unserem Garten jedenfalls schon jetzt ins Herz geschlossen, denn im ersten Jahr noch dazu nach diesem frostigen Mai hatte ich nicht mit so einer Blütenfülle gerechnet. Maria Lisa soll bis zu fünf Metern hoch werden, da hat sie noch etwas vor sich!
Samstag, 27. Mai 2017
Famlienglück
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| Die Amsel auf ihrem Nest in der Kletterhortensie an der Wand unseres Gartenschuppens. |
Wir bangten mit den Amseln, als das Gewitter vor mehr als einer Woche niederging und das Wasser über ihren Köpfen hinweg über das Dach auf den Hof schoss. Aber sie haben ihren Nistplatz gut gewählt, das Nest und die Kleinen blieben trocken. Vor knapp einer Woche sind die Amselküken geschlüpft. Vier Eier lagen bei meiner letzten Kontrolle, als gerade einmal "sturmfreie" Bude war und beide Elterntiere kurz unterwegs waren, im Nest. Jetzt sind wir am Rätseln, wie viele kleine Amseln dort nun eigentlich heranwachsen. Drei habe ich schon gesehen, Inka meint, es könnten auch fünf sein. Egal, es ist hinreißend mitzuerleben, wie sehr sich die Eltern für sie abrackern. Das Männchen brachte ständig Würmer für das noch brütende Weibchen herbei, bewachte das Nest aus der Ferne, bereit, jeden Eindringling im Revier hinfortzujagen. Sobald die Abendsonne herumkommt und heiß aufs Nest brennt, stellt sich das Weibchen mit aufgefächertem Flügel darüber und bietet den benötigten Sonnenschutz. Ich mag Regenwürmer sehr, dennoch bin ich immer froh, wenn ich die beiden Amseln mit vollem Schnabel von oben auf der Wiese oder von vorn unter den Apfelbäumen am Haus zum Nest zurückfliegen sehen.
Als ich gestern ausgiebig neu gepflanzte Blümchen und Bäume in unserem Vorgarten goss, wartete das Amselmännchen schon etwas abseits auf einem Zweig, kaum räumte ich mit der nun leeren Gießkanne das Feld, flog es herbei und suchte in der feuchten, warmen Erde nach Beute.
Ein Nest so direkt in unserem Umfeld und dabei noch fast auf Augenhöhe hatten wir noch nie, ich hoffe, dass dieser Plätz nun noch öfter gewählt wird und alles klappt mit dieser Amselbrut. Allgemein hatten es die Vögel so schwer in diesem Jahr mit diesem so eisekalten April und Maibeginn. Erst jetzt fliegt mehr kleines Getier herum. Zum Glück haben wir keinen Mangel an Regenwürmern, diesbezüglich haben es die Amseln einfacher als beispielsweise die Meisen.
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| Die hungrigen Jungvögel warten darauf, dass Mutter und Vater ihnen die Schnäbel stopfen. |
Dienstag, 25. April 2017
Hin- und hergerissen
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| Einer der Falken, die unter dem Dach der Scheune im Hintergrund nisten, hat Beute gemacht. |
Trotzdem tut es mir leid, wenn die Singvögel, die wir mit unserem ganzjährig bestückten Futterhaus in unseren Garten locken, den Falken zum Opfer fallen. Sollen wir das Füttern vielleicht lieber lassen, damit die Singvögel wegbleiben? Nein, dann würden nicht nur viele Singvögel verhungern, sondern auch die Falken hätten weniger zu fressen. Wir werden also den Singvögeln weiterhin Futter anbieten und hoffen, dass die Singvogel-Population dadurch so groß und stark wird, dass sie einige Verluste durch die Falken verkraften können.
Wir Menschen richten ja sowieso mehr Schaden an als alle Raubtiere zusammen. Raubtiere jagen und töten, um zu überleben, und sie machen nicht mehr Beute, als sie zum Überleben benötigen. Das war einst auch bei den Menschen so üblich. Doch heutzutage werden Tiere aus Habgier getötet. Das fängt beim Wettangeln an und endet in den Tierfabriken, die der industriellen Fleischproduktion dienen. So gesehen ist der (Fleisch fressende) Mensch das schlimmste aller Raubtiere und sollte sich deshalb kein Urteil über das Jagdverhalten der Falken erlauben. Und auch ich werde mich, obwohl ich Veganerin bin, zurückhalten und mich aufs Beobachten und Fotografieren dieser Greifvögel beschränken.
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| Eine blutige Angelegenheit, aber im Gegensatz zu uns Menschen hat der Greifvogel keine Wahl bei der Zusammenstellung seines Speiseplans. |
Samstag, 15. April 2017
Familienglück
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| Papa Linus (links) und Mama Minou mit den beiden Ziegenkindern. |
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| Jeden Tag werden die Lämmer größer und kräftiger, |
Dienstag, 28. März 2017
Biber-Safari wird zur Nutria-Safari
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| Schwimmt da ein Biber in der Aller? Nein, am Schwanz lässt sich erkennen, dass es sich in diesem Fall um ein Exemplar der Gattung Myocastor (Nutria) handelt. |
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| Hier lässt sich gut erkennen, dass dieses Nagetier keine bibertypische nackte "Ruderkelle", sondern einen ganzen normalen, behaarten Schwanz hat. |
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| Hier sieht man die nutriatypischen orangefarbenen Nagezähne blitzen. Die Orangefärbung wird durch Eisenablagerungen hervorgerufen. |
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| Hier kommt die Meerschweinchenverwandtschaft besonders gut zur Geltung. |
Als Veganerinnen lehnen wir es selbstverständlich ab, diesen possierlichen Tierchen, die uns wie Riesenmeerschweinchen vorkamen (und in der Zoologie tatsächlich auch zu den Meerschweinchenverwandten gezählt werden), auch nur ein Haar zu krümmen. Im Gegensatz zu den Bisamratten, die die Uferböschungen unterhöhlen, richten Nutrias offenbar auch kaum Schaden an. Gleichwohl ist die ursprünglich aus Südamerika stammende Tierart hierzulande nicht unbedingt gern gesehen. So stehen die Nutrias auf der EU-Liste der invasiven, gebietsfremden Arten, und ihre weitere Einfuhr und Zucht ist verboten.
Dienstag, 21. März 2017
Wo kommt der denn her?
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| Direkt unter der Gartenpforte ist über Nacht ein kleiner Berg gewachsen. |
Schade nur, dass der Maulwurf erst jetzt an der Stelle aktiv geworden ist. Im Winter hätte ich den Auswurf gut gebrauchen können – als Streusand.
Mittwoch, 8. März 2017
Viel los am Wegesrand
Hier eine Herde Schafe, dort ein Trupp Kraniche. Zurzeit scheint richtig viel los zu sein bei uns in der dünn besiedelten südlichen Lüneburger Heide. Solche Bilder konnten wir in den vergangenen Tagen gleich mehrfach aufnehmen:
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| Wer das Bild vergrößert betrachtet, wird feststellen: Auch das sprichwörtliche schwarze Schaf fehlt in dieser Herde nicht. |
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| Die Kraniche rasten auf ihrem Zug nach Norden bevorzugt auf abgeernteten Maisfeldern, wo die noch etliche Körner finden können. |
Montag, 27. Februar 2017
Auf der Durchreise
Wenn die Kraniche gen Norden ziehen, kann der Frühling nicht mehr weit sein. Und tatsächlich beginnt er ja schon übermorgen, zumindest meteorologisch. Es ist zurzeit bei uns in der Gegend kaum möglich, einen kleinen Spaziergang zu machen, ohne dabei mindestens zwei Kraniche zu sehen. Und bevor man sie sieht, hört man sie, denn sie machen ja durch laute Rufe auf sich aufmerksam. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn ein ganzer Trupp auf einem Feld landet, um hier für ein oder zwei Tage zu rasten. Dann hören wir die Rufe der Vögel sogar bei geschlossenen Fenstern im Haus.
Nicht alle Kraniche sind auf der Durchreise. Seitdem die Winter milder geworden sind, bleiben immer mehr von ihnen hier, brüten am Rand der Moore und ziehen hier ihren Nachwuchs groß.
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| Ein Trupp Kraniche hat sich einen Streifen Ackerland am Waldrand als Rastplatz ausgesucht. |
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