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Samstag, 14. April 2018

Wir pflanzen eine weitere Hainbuchenhecke

Die Hainbuchen sind gepflanzt und eingeschlämmt,
und Marion tritt jetzt vorsichtig die Erde an.
Nachdem es gestern geschüttet hatte wie aus Eimern, war der Boden heute gut durchfeuchtet. Beste Bedingungen für unsere Pflanzaktion. Nachdem wir am Zaun entlang einen kleinen Graben ausgehoben hatten, versenkten wir darin 40 Hainbuchen, die hoffentlich in wenigen Wochen schon eine grüne Hecke bilden und uns ein wenig mehr gegen die Abgase und den Lärm der auf der Dorfstraße durch den Ort rasenden Autos – an Tempo 50 hält sich hier auf dem Land kaum jemand – abschirmen werden. Es ist schon die dritte Hainbuchenhecke, die wir auf unserem Hofgrundstück angelegt haben. Hainbuchen, die botanisch übrigens nicht zu den Buchen, sondern zu den Birken zählen, sind zwar nicht immergrün, aber auch im Winter belaubt. Das braune Herbstlaub fällt erst ab, wenn im Frühling die neuen, grünen Blätter zum Vorschein kommen.
Klar, wir hätten auch eine Thuja- oder Kirschlorbeerhecke anlegen können, aber für uns kommen nur heimische Heckengehölze in Frage, und die Hainbuche ist dafür die beste Wahl. Wir haben uns für mehrjährige, kräftige und schon einen Meter hohe Pflanzen aus einer Baumschule entschieden. Aber Hainbuche gibt es in der Regel sowieso nicht im Baumarkt. Dort wird allenfalls die Thuja- und Kirschlorbeerfraktion fündig.

Nach hängt das alte Herbstlaub an den Zweigen, aber an den Blattknospen der Hainbuchen blitzt es schon grün.

Dienstag, 10. April 2018

Was schon so alles im Garten blüht ...

In diesem Jahr hat es etwas länger gedauert, bis der Frühling in Gang kam. Dafür geht es jetzt umso schneller. Jeden Tag öffnen sich weitere Blüten, und bei einem Rundgang durch den Garten lässt sich jetzt jeden Tag etwas Neues entdecken. Erstaunlich, was ein paar warme, sonnige Tage bewirken können.

Der Schneeglanz blüht sonst schon im März.
Auch die Forsythien blühen in diesem Jahr später als sonst.
Die Osterglocken im Vorgarten haben ihre Blüten voll geöffnet.
Die ersten Gänseblümchen ...
... und die ersten Obstbaumblüten, in diesem Fall die eines Pflaumenbäumchens.
Auch die Kastanie steht bereits in den Startlöchern.
Während wir uns über jede neue Blüte freuen, lässt sich unser Katerchen namens Kleiner Pirat die Frühlingssonne auf den Bauch scheinen.



Freitag, 30. März 2018

Frühlingsboten

Die Bäume sind noch kahl, aber die Weiden haben immerhin schon schöne, flauschige Kätzchen.
Entgegen der Wettervorhersage hatten wir heute doch einen wunderschönen Frühlingstag mit viel Sonne, blauem Himmel und sogar einer zweistelligen Höchsttemperatur (10 Grad). Zwar ist die Natur  noch weitgehend im Winter-Modus, aber wer etwas genauer hinschaut, entdeckt schon die ersten Frühlingsboten – neben den schon wieder fast verblühten Schneeglöckchen sind das die Krokusse und die Weidenkätzchen. Außerdem blühen Kornelkirsche Winterschneeball. Bei den Blättern hat, wie stets, die Waldrebe die Nase vorn. Sie ist schon seit Wochen wieder grün belaubt.

In unserem Garten blühen jetzt die Krokusse.
Ich bin gespannt, ob ich an diesem Oster-Wochenende tatsächlich die Krokusse im Schnee fotografieren kann.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Schneeglöckchen im Schnee

Es ist in jedem Winter wieder eine spannende Frage: Wird der Boden weiß sein, wenn die Schneeglöckchen blühen? Ja, heute ist das der Fall. Gegen Mittag begann es zu schneien, und bald hatte sich eine dünne, weiße Decke über den Garten gelegt.
Bevor die Schneeglöckchen ihre Blüten geöffnet haben, was durchaus noch eine Woche dauern kann, ist der Schnee bestimmt schon wieder verschwunden. Macht nichts, wir haben laut Kalender ja noch einen Monat Winter vor uns, und so bestehen noch gute Chancen, dass Schnee und blühende Schneeglöckchen ein weiteres Mal zusammentreffen.

Viel Schnee liegt nicht, und die Blüten sind auch noch geschlossen, aber für ein erstes Schneeglöckchen-im-Schnee-Foto reicht es allemal.

Dienstag, 16. Januar 2018

Schlechte Tischmanieren

Man muss schon etwas genauer hingucken, um den rätselhaften Hügel im Rasen 
zu erkennen, der sich unter dem Vogelhaus gebildet hat.
Nanu, was wölbt sich denn da für ein Hügel unter dem Vogelhaus im Apfelbaum? Vielleicht ein Maulwurfshügel? Nein, der Hügel ist das Resultat schlechter Tischmanieren. Die Vögel kleckern beim Fressen schlimmer als jedes Kleinkind. Kein Wunder, dass wir alle paar Wochen einen neuen 25-kg-Sack Sonnenblumenkerne bestellen müssen.
Die heruntergefallenen Sonnenblumenkerne haben sich zu oben erwähntem Hügel aufgetürmt, und darüber ist inzwischen Gras gewachsen.
Die schlechten Tischmanieren haben aber auch einen schönen Nebeneffekt: Im Sommer werden wieder, wie schon im vergangenen Jahr, etliche Sonnenblumen unter dem Vogelhaus sprießen.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Herbstlicher Farbenrausch

Wegen seiner intensiven Herbstfärbung ist der Essigbaum ein weit verbreitetes Ziergehölz.
Bei den gelben Blumen im Hintergrund handelt es sich um Dahlien.
Wenn ich aus dem Fenster links von meinem Arbeitsplatz blicke, sehe ich es dort zurzeit rotorange leuchten, nicht ganz so intensiv wie abends die untergehende Sonne, aber doch schon sehr beeindruckend. Verantwortlich für diesen herbstlichen Farbrausch ist ein Essigbaum (Rhus typhina), auch Hirschkolbensumach genannt. Nur der Zuckerahorn und die Roteiche haben eine ähnlich kräftige Herbstfärbung. Wie diese stammt auch der Essigbaum ursprünglich im östlichen Nordamerika heimisch. Da er aber schon 1620 nach Europa eingeführt wurde und hier seitdem weite Verbreitung gefunden hat, kann er doch schon fast als heimische Baumart gelten. Essigbaum heißt er deshalb, weil seine säurehaltigen Früchte früher dem Essig zugesetzt wurden, um dessen Säure zu verstärken.

Freitag, 29. September 2017

Der Tag der Schmetterlinge

Die blühenden Astern haben zwei Admirale angelockt.
Ja! Wir haben es geschafft! Das Ziel: Wir wollten in unserem Garten, der sich mangels Zeit und Durchsetzungsvermögen (ich lasse lieber kleine Pflänzchen stehen, als sie auszureißen) immer hart an der Grenze zum komplett ungezügelten Wildwuchs befindet, immer etwas blühen haben, das Schmetterlinge, Bienen und Hummeln lieben und wir selbst auch schön finden.
In diesen Tagen blühen noch immer ein paar Borretschpflanzen, Kapuzinerkresse, Nachtkerzen, Dahlien, Sedum, Steinkraut und nun auch die Astern, sie in frischer Pracht. An diesem schönen, milden Herbsttag lockten sie die Tagfalter an, wie unser Sommerflieder es in den Wochen davor getan hatte. Besonders zahlreich fanden sich heute Pfauenaugen und Admirale ein, die einen regelrechten Tanz über den Blüten aufführten.
Auch den Kohlweißlingen ist es gut ergangen, ihre Nachkommen haben bei uns keinen Kohl zum Knuspern gefunden, dafür aber die Blätter der kräftig-kresseartig schmeckenden Kapuzinerkresse komplett vertilgt. Die Raupen gediehen prächtig, die Kapuzinerkresse auch, sie erholte sich in kurzer Zeit, brachte neue Blätter hervor und sieht nun wieder aus wie zuvor.
Der Kreis ist geschlossen von den ersten Schneeglöckchen im Februar über Krokusse, Tulpen bis hin zu Rosen, Sonnenblumen, Malven, Wicken, Dahlien, Cosmeen und nun den Astern.
Wie schön – an jedem sonnigen Tag brummte, surrte und flatterte es vor unserem Haus. Genau das, was wir wollten. Und die Bestätigung dafür, dass es nur wenig Platz und Mühe braucht, um ein kleines Paradies zu schaffen. Nun werden wir noch ein paar Blumensamen einsammeln, damit wir im nächsten Jahr wieder ein neues Gartenbild malen können. Wir freuen uns schon!

Sonntag, 24. September 2017

Nur der frühe Pflücker fängt den Apfel

Rajka ist eine Sorte, die Jahr für Jahr reichlich trägt – zumindest bei uns.
Die Apfelernte ist stets ein freudiges Ereignis, auf das wir 
uns in jedem Jahr aufs Neue freuen.
Das kalte Frühjahr mit Spätfrösten bis Ende Mai hat dafür gesorgt, dass die Kirschenernte - bei uns haben die stets die Tauben, Stare und sogar Eichelhäher übernommen – ersatzlos ausfiel. Zwetschgen gab es wenige bis gar keine, selbst Birnen und Äpfel tragen zum Teil gar nichts.
Auf zwei Bäume ist in unserem Garten bislang aber immer Verlass: Celler Dickstiel und die Resistenzzüchtung Rajka tragen immer. Rajka sogar regelmäßig so viel, das Äste unter dem Gewicht der Früchte brechen. Oft hatten wir mit der Ernte etwas zu lange gewartet, da waren Früchte dann oft schon von den Vögeln angepickt worden, sodass sie sie sich im Lager nicht lange hielten. Aber irgendwie ging es mir immer ein wenig gegen den Strich, Äpfel zu ernten, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht perfekt schmecken. Dabei wird bei Ihnen, wie auch bei Birnen stets unter Pflückreife und Genussreife unterschieden. Die Äpfel leiden also nicht, sondern entwickeln über Wochen ihren Geschmack, obwohl sie schon längst nicht mehr am Baum hängen.
Bei schönstem Sonnenschein machte ich mich gestern also als Werk und habe von der gar nicht so große Rajka immerhin 30 Kilo Äpfel gepflückt. Einige sind schon wieder angepickt, die werden wir jetzt schnell verbrauchen müssen, aber die Mehrzahl sieht ausgesprochen gut aus, trotz des kalten Frühjahrs und ohne auch nur eine einzige Spritzung oder sonst irgendeinen Chemie- oder künstlichen Düngeeinsatz.
Ein schönes Gefühl, die vollen Körbe in den Keller zu bringen.
Lange warten müssen wir nicht, Die Genussreife beginnt schon im Oktober, bis November möchte Rajka als Herbstapfel verspeist sein. Der Celler Dickstiel muss hingegen noch ein paar Tage am Baum reifen, erst im Oktober darf er geerntet werden, schmeckt am besten ab Dezember und ist bis zum Februar haltbar, wenn wir dem nicht zuvorkommen ...

Dienstag, 8. August 2017

Blick aus dem Küchenfenster

Im Halbschatten unter dem Blätterdach des großen Nussbaums im Innenhof fühlt sich die Rispenhortensie offenbar so richtig wohl und entwickelt jedes Jahr aufs Neue üppige, champagnerfarbene Blütenrispen.
Das Schöne an Hortensien ist, dass sie ohne großen Pflegeaufwand so üppig und ausdauernd blühen. Sie sollten deshalb in keinem Garten fehlen. Auch wir haben etliche Exemplare. Allerdings stehen wir nicht so sehr auf die in kräftigen Blau- und Rottönen blühenden Hortensien. Umso mehr lieben wir unsere weiß blühende Kletterhortensie an der Nordwand und die Rispenhortensie mit ihren geradezu riesigen, champagnerfarbenen Blüten im Innenhof. Der Blick aus dem Küchenfenster begeistert uns jeden Tag aufs Neue.

So schön ist zurzeit der Ausblick aus dem Küchenfenster.

Mittwoch, 2. August 2017

Blühstreifen gegen Betonköpfe

Unser Blühstreifen vor dem Vorgartenzaun bzw. der Vorgartenmauer.
"Eine Schande" urteilten 70+-Dorfbewohner über unseren artenvielfältigen, naturnahen Vorgarten, in dem nichts in Reih und Glied steht. Uns ist egal, was die Leute sagen – wenn sie denn sonst keine Probleme haben ... . Uns gefällt der "wilde" Vorgarten, und die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben ihn.
In diesem Sommer sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben den eine Handbreit schmalen Streifen zwischen Gartenzaun und dem hässlichen Betonverbundsteinpflastergehweg in einen Blühstreifen verwandelt. Die Betonköpfe im Dorf sollen selbst entscheiden, ob sie das als Provokation oder Charme-Offensive empfinden.
Wir haben bereits viele Komplimente für den Blühstreifen erhalten – allesamt von Auswärtigen.

Zwischen dem grauen, toten Beton sprießt buchstäblich das blühende Leben.

Samstag, 22. Juli 2017

Einmal waschen, bitte!

Aus der Regenrinne fallen noch einzelne Trop-
fen in die bereits randvoll gefüllte Regentonne.
Auf der einen Seite die graue Front, die abrückt, auf der anderen letzte nachfolgende Wolken und dazwischen Sonnenschein. Überall tropft und rinnt es, der Garten ist einmal kräftig übergebraust,  die Erde ganz dunkel vor Nässe. Den ganzen Morgen und Vormittag fiel der Regen, mitunter auch recht heftig, aber nicht wie bei einem Unwetter. Wieder einmal Glück gehabt, auch diese Gewitterfront ist ohne Gedöns an uns vorbeigezogen, hat nur die schon wieder benötigte Feuchtigkeit zurückgelassen, der Garten sieht aus wie frisch belebt, nur hier und da neigen sich Zweige. Aber schon fliegen wieder die ersten Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, die der Regen zur Zwangspause verdonnert hatte.
An den Nachtkerzenblüten, die in der Dunkelheit so schön leuchteten und am Morgen schon wieder schlapp herunterhängen, glitzern noch einige Tropfen. Ebensolche Wasserperlen verzieren die noch junge Lupine, die sich trotzdem schon zum Blühen entschlossen hat.
Die Regentonnen sind wieder gut gefüllt, jetzt heißt es abwarten, der nächste Guss ist bereits angekündigt …

Nasse Nachtkerzenblüte.
Die kleine Lupine hat sich mit Wasserperlen geschmückt.

Dienstag, 11. Juli 2017

Den Bock zum Gärtner machen?

Die Bienen und Hummeln freuen sich ebenso
wie 
wir über die vielen schönen Sonnenblu-
men im Garten.
Den Bock zum Gärtner machen? Nein, lieber nicht! Die Gefahr, dass das passiert, ist auf unserem Hof allgegenwärtig, vor allem seit Ziegenbock Linus zur Verstärkung zwei kleine Böckchen an seine Seite bekommen hat. Die liebe Minou, Mutter der beiden Kleinen, würde aber mindestens ebenso viel Schaden anrichten – wenn wir nicht stets darauf achten würden, dass alle Pforten zum Obst- und Gemüse- und Rosengarten fest verriegelt sind. Bei anderen Vertretern der Klasse der Wirbeltiere haben wir überhaupt nichts dagegen, wenn sie sich bei uns gärtnerisch betätigen. Bei den Vögeln hat die gärtnerische Betätigung auch gar nichts Destruktives. Im Gegenteil: Sie sorgen fleißig dafür, dass die sommerliche Blütenpracht im Garten besonders üppig ausfällt. Sie säen nämlich im großen Stil Sonnenblumen, und dafür sind wir ihnen durchaus dankbar, wenngleich wir uns schon ein bisschen ärgern, dass sie mit den Sonnenblumenkernen am Futterhaus – wir füttern bekanntlich ganzjährig – so 'rumsauen und wir ständig für Nachschub sorgen müssen. Aber die vielen Kerne im Gras sind nicht verloren. Etliche von ihnen keimen, und aus einigen wachsen dann schöne, große Sonnenblumen, und das an beiden Vogelfutterplätzen im Garten.

Freitag, 7. Juli 2017

Unwiderstehlich

Blühender Oregano leckt jede Menge Hummeln und Schmetterlinge an.
Oregano passt nicht nur prima zu Pizza und Pasta, sondern ist auch für Hummeln und Schmetterlinge gut, denn der Nektar dieser rosaviolett blühenden Gewürz- und Heilpflanze enthält besonders viel Zucker und ist daher für viele Insekten geradezu unwiderstehlich. Außerdem soll Oregano dem alten Aberglauben zufolge böse Mächte abwehren und Menschen, die keinen Lebensmut mehr haben, wieder fröhlich machen. Diese Pflanze sollte daher in keinem Garten fehlen.

Montag, 3. Juli 2017

Die Zucchini blühen

In der alten Zinkwanne sind die Zucchini hoffentlich etwas besser vor Schnecken geschützt als im Gemüsebeet.
Zucchini, die kleinen Verwandten der Gartenkürbisse, sind wunderbare Pflanzen. Sie bringen nicht nur viele leckere Früchte hervor, die sich vielfältig zubereiten lassen, sondern sind mit ihren großen, gelben Blüten auch eine Zierde für jedes Gemüsebeet. Dumm nur, wenn einem die Schnecken zuvorkommen und von den üppig wuchernden Pflanzen nur noch traurige Gerippe übrig bleiben – so geschehen bei uns im vergangenen Sommer. In diesem Jahr sind die Zucchini vom Gemüsegarten in den Vorgarten umgezogen. Dort stehen sie freier und haben mehr Sonne – und in der alten Zinkwanne sind sie hoffentlich besser vor den gefräßigen Schnecken geschützt.

Sonntag, 25. Juni 2017

Herr und Frau Gimpel geben sich die Ehre

Der Vogelschwund in Deutschland ist dramatisch. Ein Drittel aller Vogelarten zeigt seit Ende der 1990er Jahre "signifikante Bestandsabnahmen", teilte im Mai der NABU mit. Von der Bundesregierung offiziell bestätigten Zahlen zufolge gab es allein beim Kiebitz zwischen 1990 und 2013 einen Rückgang um 80 Prozent, beim Rebhuhn sogar um 84 Prozent. Verantwortlich für diese besorgniserregende Entwicklung insbesondere bei den Feld- und Wiesenvögeln ist die intensive Landwirtschaft, die vielen Arten den Lebensraum genommen hat. Indem wir Erzeugnisse aus ökologischem Landbau kaufen, können wir den Vogelschwund nicht stoppen, aber immerhin einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass er nicht immer noch schlimmer wird.
Und im eigenen Garten lässt sich immerhin für die Singvögel etwas tun, die ebenfalls buchstäblich auf dem absteigenden Ast sind. Statt großer Rasenflächen, die streng genommen nichts Anderes sind als die landwirtschaftlichen Monokulturen im Kleinen, können wir unsere Gärten vielfältig und vogelfreundlich gestalten. Darüber hinaus ist die Ganzjahresfütterung ein Erfolg versprechende Möglichkeit, die Artenvielfalt bei den Gartenvögeln zu erhöhen. Unser Selbstbedienungsrestaurant im Apfelbaum hat also 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Bis zu zwei Zentner Sonnenblumenkerne gehen dort im Jahr über die Theke.
Das Angebot nehmen Blaumeise, Kohlmeise, Weidenmeise, Buchfink, Kernbeißer, Kleiber, Grünfink, Rotkehlchen, Amsel und Wacholderdrossel dankbar an. Heute haben sich zwei neue Gäste am reich gedeckten Tisch eingefunden: Herr und Frau Gimpel kamen zu einem ausgiebigen Frühstück vorbei, und darüber haben wir uns riesig gefreut.

Ein Gimpelpaar hat sich in unserem Selbstbedienungsrestaurant eingefunden.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Romantischer Ratzeplatz

Ein nettes Sonnenplätzchen.
Nicht auf Rosen gebettet hat sich Parson-Russell-Terrier Viererlein, aber doch wenigstens an Rosen. Bei so schönem Sommerwetter legt er sich gern ins kühle Gras und macht ein Nickerchen, Wachhund bleibt er trotzdem. Die Stelle am – zugegebenermaßen – noch spärlich berankten Rosenbogen hat er strategisch günstig gewählt, denn er liegt ungefähr in der Mitte unserer Obstwiese, allzeit bereit, sofort aufzuspringen, wenn sich hinten bei den Pferden am Zaun oder vorn zur Straße hin etwas regt. Vorerst aber ratzt er nur. Erst nach einer guten halben Stunde wird es ihm zu heiß und er zieht in den Schatten um.
Die kleinblütige Ramblerrose, die in diesem Bild den malerischen Hintergrund bildet, heißt übrigens Maria Lisa. Sie blüht nur einmal im Jahr, dafür mit umso mehr kleinen Blütchen, denen später Hagebutten folgen. Gezüchtet hat sie der Augustinermönch Bruder Alfons im Jahr 1925. Benannt hat er sie nach zwei Frauen, die in seinem Kloster arbeiteten, was für eine hübsche Geste! Obwohl diese Rose, die noch sehr einer Wildrose ähnelt, grundsätzlich gern von Bienen besucht wird, haben die sich bei uns noch nicht sehen lassen, dafür aber viele kleine Käfer und noch manches andere Insektengetier. Ich habe diesen Neuzugang in unserem Garten jedenfalls schon jetzt ins Herz geschlossen, denn im ersten Jahr noch dazu nach diesem frostigen Mai hatte ich nicht mit so einer Blütenfülle gerechnet. Maria Lisa soll bis zu fünf Metern hoch werden, da hat sie noch etwas vor sich!

Montag, 19. Juni 2017

Sommersnack mit den Blauen aus Sibirien

Für Hunde mag so ein Beerencocktail nicht sonderlich interes-
sant sein, aber wir lieben diesen vitaminreichen Sommersnack.
Von den Meteorologen haben wir gelernt, dass ein Tag erst als ein heißer gilt, wenn die Tageshöchsttemperatur bei mindestens 30 Grad liegt. Heute lag sie, zumindest bei uns, zwei Grad darunter. Somit kann allenfalls von einem warmen Tag die Rede sein. Uns war es trotzdem viel zu heiß. Wir mögen es lieber etwas kühler, können ohnehin Kälte besser vertragen als Hitze. Unsere persönliche Wohlfühltemperatur liegt im Bereich von 15 bis 20 Grad. Damit gehören wir wahrscheinlich zu einer Minderheit hierzulande, aber egal.
Doch auch wir können der Hitze durchaus einen positiven Aspekt abgewinnen: Man hat weniger Hunger, sodass das abendliche Kochen – das Abendessen ist unsere Hauptmahlzeit – gerne ausfallen darf. Klar, wir haben ja auch schon in der Mittagshitze gebraten oder, korrekt ausgedrückt, wir sind gebraten worden.
Mittags haben wir lediglich Lust auf etwas Kleines, Leichtes. Wie gut, dass gerade Beerenzeit ist und der Garten einige süße und obendrein gesunde Leckereien bereit hält! Vor allem die dunklen Beeren strotzen ja nur so vor Antioxidantien, und man gar nicht genug davon essen. Geradezu begeistert sind wir von unseren Sibirischen Blaubeeren, die so heißen, weil ihre Heimat Sibirien und dort insbesondere die der sibirischen Pazifikküste vorgelagerte Halbinsel Kamtschatka ist. Daher lautet ihr offizieller Name auch Kamtschatka-Heckenkirsche (Lonicera caerulea var. kamtschatica). Der botanische Name verrät es: Es handelt sich um eine Varietät der Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea),
Obwohl es auch in Sibirien im Sommer sehr heiß werden kann, denken wir beim Stichwort Sibirien doch wohl zuerst an die sibirische Kälte. Tatsächlich schmeckt die Sibirische Blaubeere mehr nach einer klimatisch rauen Gegend: etwas herber als unsere heimische Blaubeere und deren Zuchtform, die Kulturheidelbeere. Wir finden das nicht unangenehm. Im Gegenteil, es ist ein sehr interessantes Geschmackerlebnis, die länglichen, herben Blaubeeren mit süßen Beerenfrüchten zu kombinieren. Wir haben uns für Erdbeeren und Himbeeren entschieden. Den Beerencocktail essen wir am liebsten mit einem fermentierten Sojaprodukt der Geschmachksrichtung Natur. Bis vor wenigen Tagen hätten wir Soja-Joghurt geschrieben, aber die EU hat ja gerade derlei Bezeichnungen wegen der Verwechslungsgefahr mit Milchprodukten verboten. Nur Kokosmilch darf weiterhin ungestraft als solche bezeichnet werden. Warum? Weil Kokosmilch schon immer Kokosmilch hieß, argumentieren die Brüsseler Bürokraten.
Wie auch immer, wir finden so einen Sommersnack mit den Blauen aus Sibirien superlecker.

Wie kleine Glocken hängen sie am Strauch, die Sibirischen Blaubeeren.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Endlich warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen

Vor dem Abendessen noch ein schnelles Smartphone-Selfie – und dabei in die Abendsonne blinzeln.
Wow, war das heute ein schöner Frühlingsabend! Und endlich einmal warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen. Zu essen gibt es bei uns an solchen Abenden traditionell mit zuckersüßen Datteltomaten und Tofu Rosso, unserer veganen Mozzarella-Alternative, gefüllten Baguettebrötchen. Dazu reichlich Basilikum, eine Prise Salz und einen kräftigen Schuss Olivenöl – superlecker! Und zur Feier des Tages gönnten wir uns ein friesisch-herbes alkoholfreies Bier.
Zum Tagesausklang machten wir dann noch unseren obligatorischen Spaziergang mit den Hunden.
Es wäre doch jammerschade gewesen, wenn wir diesen Tag nicht bis zum letzten Sonnenstrahl draußen ausgenutzt hätten, zumal es morgen zum Abendessen blitzen und donnern soll.

Neben unserem Sitzplatz auf dem Hof leuchtet ein Ahornblatt im warmen Licht kurz vor Sonnen-
untergang.

Sonntag, 7. Mai 2017

Klein, aber oho

Nach dem Umtopfen bekommt jede der kleinen Tomatenpflänzchen noch einen kräftigen Schluck Wasser.
Luft wie mit Weichspüler gewaschen, nicht der kleinste Wind geht. Ein idealer Tag, um unsere kleine Tomatenzucht in größere Töpfchen zu verpflanzen. Klein sind die Pflänzchen noch, aber besser als am Fenster halbmeterlange bleiche Kriechgewächse heranzuziehen, die später Wochen brauchen, um sich draußen einzuleben. Bisher haben es unsere kleinen Mickerlinge noch immer gemacht.
Einen Rückschlag haben aber auch sie schon hinter sich, da hat doch tatsächlich eine Maus an ihren Blättern gefressen! Ganz schön frech, aber für uns bleiben trotzdem mehr als genug Pflanzen übrig. In diesem Jahr habe ich fast nur kleinfrüchtige Sorten ausgesät: Onkel Gustav, Rote Pflaume und die Unaussprechliche (Vesennij Mieurinskij). Sie alle keimen gut und verlässlich im nicht immer warmen Wohnzimmer und tragen reich und verlässlich, selbst wenn der Sommer nur kurz ist. Die kleinen Früchte, meinen wir beide, schmecken ohnehin besser als die großen von Stabtomaten.
Jetzt müssen wir nach den kalten Frosttagen nur noch auf weitere Tage wie diesen heute hoffen, damit die kleinen Pflänzchen bald groß werden.

Noch wirken die Töpfe etwas überdimensioniert, aber das wird sich hoffentlich bald ändern, wenn die Pflänzchen kräftiger werden.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Apfelblüte

Unser "Celler Dickstiel" hat seine ersten Blüten geöffnet.
Der Mai ist der Monat der Blüten. Fast jeden Tag öffnen sich im Garten weitere, und wir sind so froh, dass die Apfelblüten vom späten Frost verschont geblieben sind. Gut, dass sie später blühen als die Kirschen. Deren Blüte sind buchstäblich über Nacht dahingerafft worden, sodass die Kirschernte in diesem Jahr komplett ausfällt. Das lässt sich verschmerzen. Im Herbst keine eigenen Äpfel ernten zu können, wäre für uns schlimmer. Natürlich ist die Nachfrost-Gefahr noch nicht gebannt, aber zumindest für die nächsten acht Tage sieht es, was die nächtliche Tiefsttemperatur betrifft, ganz gut aus. Sofern kein Hagelschauer auf die Blüten niedergeht, dürfte die Apfelblüte kaum noch gefährdet sein.
Aufgrund des vergleichsweise kalten Aprils blüht vieles später als sonst. Die Akeleien zum Beispiel haben immer Anfang Mai geblüht. In diesem Jahr sind die Blüten noch geschlossen, und es wird wohl noch etwa eine Woche dauern, bis sie sich öffnen.