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| Marion schiebt ihr Rad auf dem Bohlensteg vorbei an den Heidschnucken durchs Moor. |
Wir hätten auf die beiden Büchersendungen auch Briefmarken kleben und sie in den Briefkasten bei uns im Dorf werfen können. Aber da die Empfänger nur ein paar Dörfer weiter wohnen und das Wetter gut war, entschlossen wir uns, die Post selbst auszuliefern (gelten wir deshalb jetzt als Streikbrecher?), und zwar im Rahmen einer Radtour. Nachdem wir die Büchersendungen zugestellt hatten, fuhren wir weiter zum nahe gelegenen Postmoor. Das hat übrigens nichts mit der gelben Post zu tun, die gerade bestreikt wird, sondern der Name verweist auf den im Moor vorkommenden Gargelstrauch
(Myrica gale), der auch Porst oder Post genannt wird.
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| Auf der Brücke an dem Heideflüsschen Lachte. |
Durch das Postmoor führt ein fast einen Kilometer langer Bohlensteg, auf dem man trockenen Fußes und ohne die empfindliche Moorvegetation zu beschädigen, von der einen Seite des Moores zum anderen gelangen kann. Neben dem Bohlensteg weidete eine Herde Heidschnucken zwischen den Binsen. Uns fiel der nagelneue Elektrozaun auf, mit dem die Moorweide eingezäunt war. Wahrscheinlich ist der neue Zaun aufgestellt worden, nachdem am Rand des Moores kürzlich ein Wolf mehrere Schafe gerissen hatte.
An beiden Enden des Bohlenstegs gibt es Picknicktische – prima für eine kleine Kaffeepause. Gut gestärkt machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs überquerten wir die Lachte, einen wunderschönen, kleinen, sauberen Heidebach. Wir hielten kurz an und gingen von der Brücke hinunter ans Wasser, um die blauen Prachtlibellen aus der Nähe zu bewundern.
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| Die Brücke vom Flussufer aus betrachtet. |