Dienstag, 4. März 2014

Mit dem Faltrad fix zum Bahnhof

Obwohl es 24 Zoll große Räder hat, nimmt das Faltrad im
Zug nicht viel Platz weg. Auf längeren Strecken verstaue
ich es in einer passgenauen Packtasche.
Einen Nachteil hat das Landleben: Wenn man es, wie wir, aus ökologischen Gründen vorzieht, so oft wie möglich mit der Bahn zu fahren, muss man leider in Kauf nehmen, dass die nächste Bahnstation nicht vor der Haustür liegt, sondern so weit weg, dass es zu lange dauern würde, dorthin zu Fuß zu gehen. In unserem Fall müssten wir, obwohl wir es gewohnt sind, ziemlich zügig längere Strecken zurückzulegen, einen fast zweistündigen Fußmarsch einplanen – für eine Strecke wohlgemerkt. Deshalb haben wir vor rund einem Jahr in unsere Mobilität investiert und uns hochwertige Falträder gegönnt. Damit sind wir recht fix unterwegs. Heute brauchte ich zur nächstgelegenen, neun Kilometer entfernten Bahnstation nur knapp 20 Minuten. Das Zusammenfalten des Rades dauert gerade einmal dreißig Sekunden, und dann geht es mit dem Zug weiter...
Das Faltrad hat den Vorteil, dass es in der Bahn als Handgepäck gilt, sodass dafür keine Fahrradkarte gelöst werden muss. In Großstädten wie Hamburg sind Falträder inzwischen weit verbreitet, werden von Berufspendlern gerne genutzt, weil für sie das Fahrradmitnahmeverbot während der morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten nicht gilt. Wenn ich in Hamburg unterwegs bin, sehe ich dauernd Leute mit Falträdern in die Züge einsteigen. Hier auf dem Land sind wir in dieser Hinsicht noch Exoten und erregen mit unseren Falträdern noch immer Aufmerksamkeit. Das wird sich aber hoffentlich nach und nach ändern, wenn mehr Menschen auch hier in der Region die Vorzüge der Kombination Bahn & Faltrad entdecken.

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