Montag, 24. März 2014

Schöne Tour dank einer lockeren Schraube

Dunkle Regenwolken am Himmel, aber wir hatten Glück und blieben trocken.
In der Woche gurke ich genug mit dem Auto herum, am Wochenende möchte ich die Natur genießen, keinen Sprit verbrauchen, erleben, wie ich mich selbst aus eigener Kraft fortbewegen kann. Diesem Wunsch sind Grenzen gesetzt, einen 25-Kilo-Sack Quetschgerste möchte ich nicht "mal eben so auf dem Gepäckträger" mitnehmen, aber wir sind mittlerweile ziemlich gut im vorausschauenden Kaufen schwerer Güter und radeln dann locker ins Nachbardorf, um unsere Vorräte mit Frische zu ergänzen, das gut in einen Rucksack oder den Fahrradkorb passt.
Heute hat uns die lockere Schraube, die uns neulich mit unserem Pickup am Straßenrand stranden ließ, weit in den Osten gebracht. Statt einen Fahrservice zu organisieren, radelten wir die mehr als 30 Kilometer von Niedersachsen in den Westen Sachsen-Anhalts, um unser mittlerweile repariertes Auto aus der Werkstatt, wohin es der Abschleppwagen "verschleppt" hatte, abzuholen.
Entdeckung am Wegesrand: eine Schlüsselblume.
Ein paar Hügel gibt es bei uns auch, dort sind es noch ein paar mehr – eine kleine Herausforderung für mich, die ich in diesem Jahr noch nicht so gut im Fahrrad-Training bin. Aber vielleicht hat mir das viele Schauen links und rechts des Wegesrands auch ein bisschen Tempo genommen, so viel gab es zu entdecken. Kräftige Böden, blühende Schlehenhecken, fantastisches Wolkenspiel, Dörfer mit fünf Häusern, davon zwei verlassen, aber mit neuem Kinderspielplatz (für welche Kinder, weiß ich nicht), giftig kläffende Hunde hinter Zäunen, verfallene und wunderschön restaurierte alte Gebäude, Feldsteinkirchen, die Sage vom Heiligen Andreas, riesig große Ulmen und dann – "Haalt!!!" – etwas Gelbem links im Gebüsch. Ich springe vom Rad, Inka macht eine Vollbremsung, und dann stehen wir vor wilden Schlüsselblumen in einer feuchten Senke, die es bei uns in der Heide nur in Gärten gibt.
Eine wunderschöne Radtour, ein bisschen anstrengend, aber zum Glück können wir ja am Zielort die Räder einfach auf den Pick-up neben die geladenen Heuballen stellen und gemütlich zurückfahren – diesmal im Auto, ist auch schön, so bequem – ach ja, den Sack Quetschgerste brauchten wir heute nicht, dafür Futtermöhren und Futterpellets ...

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