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| Wir freuen uns über jede Biene, die den Weg zu uns in den Garten findet. Diese hier sitzt in einer Apfelblüte. |
Für eine gute Apfelernte unerlässlich sind auch die fleißigen Fliegetierchen, allen voran die Bienen, denn nur bestäubte Blüten bringen Früchte hervor. Wir freuen uns aber nicht nur aus Eigennutz über jede Biene in unserem Garten, sondern auch weil sie inzwischen so selten sind, dass sie wahrscheinlich demnächst auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten kommen. Während sich in den großen Städten das Imkern erfreulicherweise zu einem richtigen Trend entwickelt hat, sterben im ländlichen Raum mit den alten Imkern – Nachwuchs gibt es kaum – auch die Honigbienen.
Marion hat sich früher einige Jahre lang selbst als Imkerin betätigt, und wir haben noch die gesamte Imkerausrüstung im Schuppen. Irgendwann war sie so frustriert, dass sie das Imkern aufgegeben hat. Wenn man nicht bereit ist, mit vollem Chemieeinsatz gegen das seuchenartige Bienensterben, für das vor allem die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe verantwortlich ist, anzukämpfen, hat man kaum eine Chance, zumal zu den Parasiten noch das auf dem Land immer schlechter werdende Nahrungsangebot hinzukommt, dass die Bienen schwächt. Die Mais-Monokulturen, die das Futter für die unersättlichen Biogas-Anlagen liefern, taugen leider nicht als Bienenweiden. Zum Glück gibt es inzwischen in jedem Garten- und auch in fast jedem Supermarkt bienenfreundliche Blumensamenmischungen, die man nicht nur im eigenen Garten, sondern auch auf Brachflächen und an Weg- und Waldrändern ausstreuen sollte. Mit solchen Samenmischungen lässt sich auf einfache Weise Tausenden von Bienen das Überleben sichern – zwar nur für einen Sommer, aber immerhin! Es wird Zeit, dass die Guerilla-Gardening-Bewegung ihre Aktivitäten nicht nur auf die Städte beschränkt, sondern auch auf dem Land im wahrsten Sinne des Wortes "Feldzüge" unternimmt. In den Städten mit ihren vielen Gärten und Parks haben die Bienen inzwischen weitaus bessere Lebensbedinungen als auf dem Land. Dagegen müssen wir etwas tun!

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