Montag, 8. Juni 2015

Die unbekannte rote Schönheit

Zweifellos ein Hingucker im Gemüsebeet: Rote Melde.
"Jetzt muss ich doch mal fragen: Was ist das Rote da in Ihrem Beet?" Die Frau mit den kurzen, grauen Haaren kommt regelmäßig an unserem Haus vorbei. "Das ist die Rote Melde, eine alte, historische Sorte", antworte ich ihr. "Aha", sagt sie, wünscht mir einen guten Tag und geht ihres Weges.
Melde, die kennt sie wohl eher als Unkraut, auch wir haben die Pflanzen mit den wie bemehlt aussehenden Blättern im Garten. Wo sie stören, lassen sie sich leicht herausreißen, im Ackerbau können sie wegen der hohen Zahl ihrer Samen zum Problem werden.
Die Rote Melde mit dem Namen "Rubinrot" wurde von einer Saatgutinitiative in Österreich erhalten, war eine Lokalsorte im österreichischen Burgenland. Angeblich aber war die Gartenmelde der Spinat unserer Vorfahren und wurde von diesem ab dem späten Mittelalter verdrängt. Zartere Blätter hat sie als Spinat, soll milder schmecken als dieser. Wir haben bislang noch kein Blatt geerntet, sondern begeistern uns jeden Tag aufs Neue an ihrer leuchtenden Erscheinung.
Auf jeden Fall werde ich wieder Samen ernten, vielleicht bekommt sie keine eigene Reihe im Gartenbeet, aber dafür einfach ihren Platz zwischen den Blumen, da passt sie schön zwischen.

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