Donnerstag, 9. Januar 2014

Schlammschlacht

Fast hätte es mir heute im Paddock die Stiefel ausgezogen. Sie hatten sich im
Schlamm festgesaugt.
Iiiiiii, ist das eklig! Beim Absammeln der Pferdeäpfel im Paddock hätte es mir heute fast die Stiefel ausgezogen! Meine voll beladene Schubkarre, die ich mit Schwung durch den Matsch manövrierte, fuhrt sich plötzlich fest, und ich wäre beinahe in hohem Bogen über sie 'rüber und kopfüber in die Pampe geflogen. Zum Glück bremsten mich die Stiefel, die sich festgesaugt hatten.
Als die schlingernde Schubkarre und ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten, spritzte ich mir erst einmal mit dem Wasserschlauch die Gummistiefel ab und eilte dann ins Haus ans Telefon.
Motte im Matsch: Die Kleinste aus unserer
Ponygruppe beobachtet meinen angestreng-
ten Versuch, die Schubkarre wieder frei zu
bekommen. Mit ihrem "Allradantrieb" hat
sie im Matsch weniger Probleme als ich.
Nein, ich beschwerte mich nicht beim Deutschen Wetterdienst über den Winter, der bislang gar keiner ist und uns statt Schnee nur Regen bringt, und ich bestellte auch keine Schubkarre mit Allradantrieb und Ackerprofilreifen. Stattdessen orderte ich kurzerhand je eine Fuhre Schotter und Sand – insgesamt rund 28 Tonnen. Damit werde ich hoffentlich die Folgen des miesen Wetters halbwegs beseitigt bekommen.
Morgen kommt der erste Lastwagen und bringt den Schotter. Nachdem wir den mit Schaufeln verteilt haben (puh, wird das viel Arbeit!), wird Mitte nächster Woche dann der Sand geliefert, der die weiche, pferdefreundliche Auflage auf dem Schotter bilden soll. Wichtig ist nur, dass wir den Paddock trocken bekommen, bevor es friert (was in diesem Winter vielleicht doch noch irgendwann passiert). Denn sonst verwandelt er sich in eine Eisfläche, und wir müssen den Pferden Schlittschuhe anziehen.
Zum Glück ist nur ein Teil des Paddocks "überflutet". Dank des abschüssigen Geländes sind die höher liegenden Bereiche trocken, sodass die Pferde nicht ständig im Schlamm stehen müssen. Aber leider befindet sich das Tor zum Paddock genau dort, wo der Matsch am schlimmsten ist. Und so bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mich jeden Tag auf eine Schlammschlacht einzulassen. Ich bin nur froh, dass wir hier in der Lüneburger Heide Sandboden haben. Bei schwerem Lehmboden würde der Matsch wahrscheinlich wie Kleister an den Stiefeln kleben.

4 Kommentare:

  1. Wetter, Wetter, Wetter und eine volle Ladung Schotter was kann schöner sein?
    Zum Beispiel eine heiße Schokolade...lol

    Herzlich Mia chan ;))

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    1. ...oder auch mein geliebter grüner Tee mit viel frischem Ingwer.
      Danke und liebe Grüße
      Inka

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  2. Hiho ...

    gestern schrieb ich noch was von 16° C im Januar ... wir hatten trotz Regen und Wind schon mal heute die 14° C erreicht ... zum Glück habe ich bloß eine Katze und ein paar Kleintiere die versorgt werden müssen. Bei dem Wetter macht das wirklich keinen Spaß ... da helfen nur die Gedanken an die schönere Jahreszeit.

    Liebe Grüße

    Aiko

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    1. Ja, damit kann man sich trösten. Heute Abend wurde es übrigens bei uns noch dermaßen stürmisch (richtig gheftige Orkanböen), dass ich die Pferde in der Scheune füttern musste, weil draußen immer das Heu wegflog.
      Liebe Grüße
      Inka

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