Dienstag, 25. Februar 2014

Auf gute Nachbarschaft im Blumenkasten

Die Geranie soll sich demnächst den Balkonkasten
mit Salat teilen.
Ich liebe die Kataloge der Saatguthändler. Die bunten Bilder voller Blüten, dicker Salatköpfe und Tomaten in allen möglichen Größen und Formen sind ein echter Augenschmaus. Wirklich schön finde ich aber, dass da nicht nur seitenweise irgendwelche Neuheiten angepriesen werden, sondern diese Hefte inhaltlich immer mehr dazu übergehen, uns mit Ideen zu versorgen.  Rezepte sind manchmal darin zu finden und Anregungen, wie vermeintlich langweilige "Nutzpflanzen" unser Leben bereichern. Das soll natürlich auch den Kommerz ankurbeln, aber seine eigene Nahrung anzubauen, ist ja nichts Verwerfliches, im Gegenteil.
"Seien Sie mutig und experimentieren Sie mal nach der Formel Blumen + Kohl = Blumenkohl", lese ich da zum Beispiel. Autor Elmar Mai wirbt im Samenkatalog des Gartenlands Aschersleben dafür, die Trennung zwischen Zier- und Nutzpflanzen aufzugeben und selbst den Balkonkasten als attraktives Minibeet für Salat und Kräuter zu nutzen. Beinah hätte ich wirklich vergessen, wie niedlich mein kleiner Balkonkasten mit Monatserdbeeren und Schnittlauch vor zwei Jahren ausgesehen hatte, und ich erinnere mich an den buntstieligen Mangold "Bright Lights", der in einem Garten so schön leuchtete.
Ja, ich will experimentieren! Hoffentlich habe ich die Rechnung nicht ohne meine Geranien gemacht. Geranien sind ja eigentlich ziemlich spießige Blumen, obwohl ich ihre Blühfreude und den erdigen Geruch ihrer Blätter mag. Vielleicht habe ich ja Glück und nicht so schrecklich konservative Exemplare im Haus überwintert, denn ihren Blumentopf werden sie teilen müssen, das ist jetzt beschlossene Sache!
Fast zu schön, um ihn zu essen: Mangold der Sorte Bright Lights.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen