Montag, 24. Februar 2014

Raus und rauf aufs Rad!


Die erste Mountainbiketour des Jahres ist irgendwie auch die schönste, weil man sich den ganzen Winter darauf gefreut hat.
Als ich heute Morgen aufwachte und mir durchs Schlafzimmerfenster die Sonne ins Gesicht schien, hatte ich plötzlich große Lust, mich auf mein Mountainbike zu schwingen und eine kleine, aber rasante Tour durch den Wald und durch die Heide zu machen. Am liebsten wäre ich sofort gestartet, aber ich musste erst noch all die lieben Tiere versorgen und dann auch noch ein bisschen arbeiten. Wegen diverser Anrufe kam ich dann erst gegen 16 Uhr dazu, meinen iMac im Büro in den Ruhezustand zu versetzen. Jetzt aber raus und rauf aufs Rad, sagte ich mir. Du hast nur noch zwei Sonnenstunden, und die gilt es jetzt auszunutzen...
Kurze Pause am Waldrand unter einer Eiche.
Umziehen, ein bisschen mehr Luft auf die Reifen pumpen und dann noch die Akkus der Fahrradbeleuchtung wechseln (es wird ja auch Ende Februar noch relativ früh dunkel), und schon war eine weitere Viertelstunde verstrichen. Über den Tag hatte sich so viel Energie angestaut, dass ich den ersten Berg (ja, bei uns in der norddeutschen Tiefebene heißen auch Hügel schon Berge) in den Pedalen stehend im fünften Gang hochflitzte. Hinunter erlebte ich dann einen richtigen Geschwindigkeitsrausch. War das schön, endlich wieder über die Wurzeln auf den Waldwegen und die Schlaglöcher auf den Sandpisten der Wirtschaftswege zu brettern! Nachdem ich mich mit dem Rad ausgetobt hatte, setzte ich mich kurz unter eine Eiche und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen, die schon wieder richtig Kraft hat. Traumhaft!
Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, hatte ich einen 18-Liter-Rucksack mitgenommen, um im Nachbarort gleich noch Gemüse fürs Abendessen einzukaufen. Mein erster Impuls im Edeka-Markt war, Salat zu kaufen. Das würde doch am besten zu so einem frühlingshaften Tag passen, dachte ich. Aber auf dem Rückweg war ich froh, dass ich dann doch nicht diesem Impuls gefolgt war mich doch lieber für Wintergemüse – Lauch, Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzeln – entschieden hatte. Es wurde nämlich schon langsam dunkel und auch ziemlich kalt. So beschloss ich, den kürzesten Weg zurück nach Hause zu nehmen, und das ist der Radweg parallel zur Kreisstraße. Mit dem Mountainbike macht es überhaupt kein Spaß, auf Asphalt zu fahren, aber im Dunkeln ist es auch im Wald nicht mehr lustig. Kurz vor dem Ortsschild am Rand unseres Dorfes holte ich die Lampen aus dem Rucksack, montierte sie und folgte dann dem Lichtkegel des der Fahrradlampe, der mich auf dem letzten Kilometer nach Hause lotste.
Die arme Marion hatte gar nichts von diesem sonnigen Tag gehabt. Sie traf erst rund eine Stunde nach mir zu Hause ein.

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