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| Nach einer Woche in der Blumengießkanne hat der Korkenzieherweiden- zweig die ersten winzigen Wurzeln gebildet. |
Johnny Appleseed erhielt seinen Samennachschub in großen Mengen aus Kellereien. Für die Siedler im amerikanischen Westen legte er Apfelbaumschulen an, voller Sorten, die aus Zufallssämlingen entstanden. Gedacht war das Obst weniger zum Frischverzehr, sondern eher für die Apfelweinherstellung. Und Eichhörnchen sind ja auch als Samensammler bekannt, verbuddeln ihre Schätze als Wintervorrat, vergessen sie dann aber auch manchmal, was sich dann als neuer Baumwuchs bemerkbar macht.
Wie auch immer: Mit Johnny Appleseed und den Eichhörnchen verbindet mich meine Sammel- und Pflanzwut. Dort werden ein paar Hagebutten mitgenommen, woanders Haselnüsse oder Wegwartensamen. Selbst im Dunklen schläft meine Leidenschaft nicht ein, und so kam es, dass ich neulich vom nächtlichen Hundespaziergang einen Korkenzieherweidenast mitbrachte, der da achtlos neben der Straße auf dem Rasen lag. Zu Hause habe ich ihn einfach in meine Zimmergießkanne gesteckt und – wie die Eichhörnchen – einfach vergessen. Bis ich jetzt die Gießkanne wieder brauchte. Und siehe da: Die Weide ist vital, wie man es ihr nachsagt, hat prompt begonnen, Wurzeln zu bilden. Also wird sie eingepflanzt, auch wenn ich Korkenzieherhaseln und -weiden gar nicht so besonders mag, aber ich werde ein Plätzchen für sie finden. Vielleicht kommt sie auch in einen großen Topf, als Osterbäumchen würde sie sich bestimmt ganz gut machen ...
Bei Wikipedia ist übrigens nachzulesen, dass sich diese Kulturform der Chinesischen Weide leicht selbst vermehren lässt, indem man sie in einer Wassertonne versenkt, bis sie Wurzeln bildet, danach sei sie problemlos in geeignete Erde zu pflanzen.

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