| Der Januar ist vorbei. Höchste Zeit also, dass die letzten Frühlingsblüher ver- kauft werden, damit in den Regaken Platz geschaffen wird für die Sommer- blumen. |
Dann erlebte aber auch ich noch eine echte Überraschung: Primeln, die Frühjahrsblüher schlechthin, wurden schon wieder – kaum dass sie viel zu früh im Verkauf gelandet waren – zum Supersonderpreis palettenweise herausgeramscht. Fürchterlich, aber ich kann an den Pflanzen nicht einfach vorbeigehen, obwohl sämtliche Vernunft versucht, mich zu bremsen. Warum diese Verschwendung an Leben und Ressourcen unterstützen, indem ich die Menge der zu entsorgenden Pflanzen noch dezimiere? Statt den Handel mit seiner Fehlkalkulation sitzenzulassen, muss ich wieder zugreifen. Die Pflänzchen sind für die Kurzzeitpracht gezüchtet, trotzdem habe ich schon etliche durchgebracht, im Garten habe ich ein Plätzchen, wohin ich die ganzen kleinen Primeln setze. Einige blühen schon seit Jahren immer wieder, manchmal nur mit ein, zwei Blüten, aber dann bin ich doch wieder froh, dass ich sie mitgenommen habe. Ihre ersten Blüten sind einfach ein Geschenk, allem Kommerz zum Trotz.
| Eigentlich sollte ich, aber ich kann nicht widerstehen... |
Aber erst einmal muss ich mich jetzt bemühen, dass die Primeln nicht eingehen wie dieselben.
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