Samstag, 17. Mai 2014

Ohne Kochen, ohne Zucker: frisch und fruchtige Erdbeermarmelade

Schmeckt nach Sommer: ohne Zucker und ohne Kochen selbst hergestellte Erdbeermarmelade.
Erdbeermarmelade müsste eigentlich zurzeit ein Ladenhüter sein, denn überall gibt es jetzt frische deutsche Erdbeeren zu kaufen, aus denen sich ohne großen Aufwand in weniger als zehn Minuten köstliche Erdbeermarmelade herstellen lässt – ganz ohne Kochen und ganz ohne Zucker.
Ein Kilo Erdbeeren ergibt eine große Müslischüssel voll Marmelade, die sich theoretisch im Kühlschrank bis zu einer Woche halten würde, praktisch aber höchstens drei Tage hält (weil sie so lecker ist und wir sie deshalb spätestens nach drei Tagen aufgegessen haben).
Auch Fussel kann dem Duft der frischen
Erdbeermarmelade nicht widerstehen.
Nachdem die grünen Stielansätze entfernt und die Erdbeeren gewaschen sind, werden sie mit dem Pürierstab so zerkleinert, dass in dem Fruchtmus noch viele leckere Fruchtstückchen enthalten sind. Der Saft einer halben Zitrone bewahrt nicht nur die rote Farbe der Erdbeeren, sondern konserviert die Früchte auch gleich noch ein wenig. Damit die Marmelade nicht vom Brot fließt, binde ich sie mit Johannisbrotkernmehl (fünf Teelöffel). Das Mark einer Vanilleschote rundet das Aroma der Erdbeeren ab, ohne es zu überdecken. Wem die natürliche Süße der Erdbeeren nicht ausreicht (am besten probieren), süßt entweder mit pürierten Datteln oder mit Stevia nach. Aber selbst dann ist die Marmelade nicht annähernd so süß wie gekaufte aus dem Supermarktregal. Dafür hat sie den vollen Fruchtgeschmack und alle guten Inhaltsstoffe der frischen Früchte, die beim Kochen natürlich verloren gehen würden.
Aus frischen, einheimischen Früchten der Saison selbst hergestellte Rohkostmarmelade ist nicht nur gesünder als die überwiegend aus Zucker bestehenden Kalorienbomben im Glas, sondern hat auch eine bessere Ökobilanz: Da ein großer Teil der Früchte für die hierzulande angebotene Marmelade aus China stammt, wo bekanntlich großzügig Pestizide eingesetzt werden, entfallen bei selbst hergestellter Marmelade die weiten Transportwege, und der Verzicht aufs Kochen spart Energie.
Nicht zu toppen ist natürlich frische, ungekochte Marmelade aus Früchten aus dem eigenen Garten. Doch bis die ersten Früchte bei uns im Garten erntereif sind, wird es noch ein paar Wochen dauern ...

2 Kommentare:

  1. Herrlich ... das Rezept probiere ich am Montag sofort mal aus. Die Fotos sehen echt lecker aus. Nur wo bekomme ich Johannisbrotkernmehl?

    Vielleicht im Naturkostladen.

    Ich bin schon gespannt, wie die schmecken wird.

    Ganz liebe Grüße

    Franzi Marie

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  2. Hallo Franzi Marie,
    Johannisbrotkernmehl gibt es z. B. auch bei Edeka und Rewe im Bio-Regal. Bei beiden Handelsketten ist auch Stevia erhältlich.
    Wenn man an den supersüßen Geschmack von gekaufter Erdbeermarmelade gewöhnt ist, erscheint einem die zuckerfreie Variante erst einmal als zu wenig süß und man ist geneigt, immer mehr Stevia in die Marmelade zu rühren. Aber Achtung: In größerer Menge kann Stevia leicht bitter schmecken. Ich würde stattdessen lieber eine pürierte Banane oder pürierte Datteln unterrühren.
    Viel Spaß und liebe Grüße
    Inka

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