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| Ist doch eigentlich eine schöne Pflanze, oder etwa nicht? |
Verwendung fand der Rainfarn früher als Färbepflanze (zum Färben von Wolle). Auch machte man sich seinen intensiven Duft zunutze. So wurde er am Tand von Kartoffeläckern angepflanzt, um die Kartoffelkäfer fern zu halten, was nachweislich auch funktioniert hat. Heut setzt man dagegen auf Chemie. Da neben Kartoffelkäfern auch noch allerlei anderes "Ungeziefer" – genauso ein blödes und unsinniges Wort wie "Unkraut" – vertreiben soll, war es früher in den USA üblich, Rainfarn in Särge zu legen und Leichentücher mit einem Extrakt aus Rainfarn zu tränken.
Rainfarn zählt übrigens zu den sogenannten Kompasspflanzen, die ihre Blätter, zumindest an sonnigen Tagen, senkrecht nach Süden ausrichten.
Das einzige, was mich am Rainfarn stört, sind die trockenen Stängel, die am Ende einer jeden Vegetationsperiode auf der Weide stehen bleiben und gemäht oder per Hand ausgerissen werden müssen.

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