Sonntag, 27. April 2014

Frühreife Früchtchen

Vier exotische Beerensträucher, deren ursprüngliche Heimat die russische Halbinsel Kamtschatka in Ostasien ist, bereichern seit heute unseren Garten.
Die Früchte haben schon fast ihre endgültige
Größe, müssen jetzt nur noch blau werden.

Heute haben wir wieder den ganzen Tag lang im Garten gearbeitet, und das war eine wirklich schöne und zufriedenstellende Sontagsbeschäftigung, zumal wir diesmal nicht nur etwas säten, sondern auch pflanzten: vier schöne, kräftige Exemplare der Lonicera kamtschatica, die ich vor einigen Tagen bei einer auf diesen Beerenstrauch spezialisierte Gärtnerei bestellt hatte. Die Heimat dieser Pflanze ist, wie der Name schon verrät, Kamtschatka. Dort, auf der zu Russland gehörenden, größten Halbinsel Ostasiens, gedeiht die Kamtschatkabeere in rauem Klima und trotzt im Winter Temperaturen von bis zu minus 40 Grad.
In Sibirien heißt die Kamtschatkabeere Gimolost. Hier in Deutschland ist sie auch unter den Bezeichnungen Maibeere, Honigbeere und Sibirische Blaubeere bekannt. Tatsächlich sehen ihre frühreifen Früchte, die schon im Mai (deshalb Maibeere) geerntet werden können, unseren heimischen Blaubeeren ähnlich, allerdings sind sie nicht rund, sondern je nach Sorte walzen-, ei-, oder birnenförmig und deutlich größer.
Die Beeren sollen sehr lecker schmecken, außerdem enthalten sie Vitamine, organische Säuren, Jod, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und andere wichtige Stoffe.
Damit wir die Beerensträucher schon in diesem Frühjahr beernten können, habe ich mich für dreijährige Pflanzen entschieden, die bereits Früchte angesetzt haben. Der Gärtner, bei dem ich sie bestellt habe, ist gebürtiger Russe und kennt die Beeren seit seiner Kindheit.
Wir können es kaum erwarten, die frühreifen Früchtchen zu probieren.

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