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Marion empfiehlt "Das Haus der vergessenen
Bücher von Christopher Morley".
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In stürmischen Zeiten – und damit ist nicht das heranziehende Sturmtief gemeint – sind Bücher mitunter ein wahrer Trost. Roger Mifflin, Buchhändler aus Passion und Herr im "Haus der vergessenen Bücher" (so der Titel) geht in seinem Idealismus sogar noch weiter. Er sagt: "Gute Bücher unter die Leute zu bringen, sie als Saat in fruchtbaren Boden zu bringen; Verständnis für und Achtung vor dem Leben zu verbreiten – ist das nicht die höchste Aufgabe überhaupt?". Der gute Mifflin, der in einem Labyrinth aus Bücherregalen wohnt, beschienen von grünen Lampenschirmen und stets von einer dichten Rauchwolke umwabert, geht gar noch weiter, wenn er in Bewunderung über ein bestimmtes Werk schwärmt: "In diesem Buch steckt genug TNT, um den Krieg ein für alle Mal vom Antlitz der Erde zu fegen. Aber die Zündschnur ist sehr lang. Noch ist es nicht wirklich hochgegangen, und es ist sehr gut möglich, dass die Explosion noch fünfzig Jahre auf sich warten lässt."
Christopher Morley hat "Das Haus der vergessenen Bücher" 1919 herausgebracht, damals unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs. Heute wissen wir, dass Bücher, mögen sie noch so eindringlich sein, keinen Krieg verhindern können. Aber ohne das geschriebene Wort, die zur Zeichnung gewordene Meinung oder Provokation, wie trostlos wäre dann unser Leben? Ohne Aussicht und Hoffnung auf eine bessere Welt?
Bücher sind ein wahrer Schatz, heute mehr als gestern. Deshalb freue ich mich schon jetzt, nachher wieder ein paar Seiten im "Haus der vergessenen Bücher" stöbern zu dürfen …
Ich denke auch, dass Bücher keine Kriege verhindern können, dafür haben sie meistens schon keinen genügend großen Leserkreis. Für mich sind sie aber immer wichtig. Ich liebe es, mich in die Handlungen oder Beschreibungen hineinzuversetzen und mitzugeben.
AntwortenLöschenDie Frage, wie Kriege zu vermeiden sind, bleibt. Als nach dem 2. Weltkrieg in Westdeutschland wieder eine Armee aufgebaut werden sollte, gab es viel Widerstand. Viele hatten genug von militärischen Auseinandersetzungen. Es war, wie wenn sich ein Kind an einer heißen Herdplatte verbrannt hatte. Aber die Erinnerung an den Krieg verblasste, und heute sind Bundeswehreinsätze wieder an der Tagesordnung.
Immer waren und sind es weltweit Männer, die den Takt angeben, es sollten wirklich einmal die Frauen den Taktstock übernehmen. Vielleicht würde dann die Welt friedlicher. Es wäre ja einen Versuch wert. Die Vorstellung, eine Bundesregierung nur mit Frauen besetzt, eventuell noch mit einem Mann für das Männerministerium, ist fast zu schön, um wahr zu sein.
Liebe Grüße aus meiner Traumwelt an Dich und Marion
Felicitas
Ob Frauen die friedlicheren Menschen sind - ich weiß es nicht. da käme es dann wirklich auf den Versuch an und darauf, dass Frauen nicht die "besseren" Männer sein wollen, die sich auf ihrem Weg nach "oben" einen Eispanzer aus Härte und Effektivität zulegen.
LöschenDie Bilder heute Abend aus Paris empfand ich als hoffnungsvolles Zeichen. Es ist schlimm, dass erst ein so abscheulicher Terroranschlag uns daran erinnern muss, was Demokratie, Meinungsfreiheit und Brüderlichkeit über religiöse und ideologischen Grenzen hinweg bedeuten.
Eine Welt von Frauen regiert - da fällt mir 'Herland' von Charlotte Perkins Gilman ein. Ein wirklich lesenswertes Buch und immer noch aktuell.
AntwortenLöschenDass Bücher keine Kriege verhindern können liegt meiner Meinung nicht an den Büchern oder deren Inhalt, sondern an denen, die sie lesen und vor allem an denen, die sie nicht lesen oder einfach nicht verstehen (wollen). Oder noch schlimmer an denen, die das gelesene für eigene Zwecke missinterpretieren und denen, die die Bücher nicht lesen, ihre Interpretation des Buchinhalts als den eigentlichen Inhalt "verkaufen".
Ob Frauen per se die besseren Menschen sind, weiß ich nicht. Sie haben aber, glaube ich, nicht ganz so den Drang, anderen, auch mit Gewalt, Ihren Willen aufzuzwingen oder irgendwelche Pfründe zu sichern. Insofern wären sie dann doch besser geeignet, die Regierungen zu bilden.
Aber dann hätten wir Ruck-Zuck eine männliche Revolution und die Frauen wären wieder die Doofen dabei.
Liebe Grüße aus meiner kleinen Welt :-)
Chrissie
Danke für Deinen Kommentar, ich bin ganz Deiner Meinung.
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