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| Erst die Kurbelarbeit, dann das Kaffeevergnügen. |
Für guten Kaffee habe ich mich schon während meiner Schulzeit interessiert. In der Oberstufe habe ich mich im Rahmen einer Projektwoche mit der Geschichte des Kaffees, dem Anbau, der Ernte und der Röstung beschäftigt, und seitdem hat mich das Thema nicht wieder losgelassen. Vor einigen Jahren habe ich mich von einem alten Kaffeeröster in die Kunst der handwerklichen Kaffeeröstung einführen lassen. Seitdem habe ich so ziemlich jeder Kaffee-Zubereitungsart ausprobiert und mich dabei so langsam an den geschmacklich besten Kaffee herangetastet.
Für mich gibt es inzwischen keine Alternative mehr zu selbstgemahlenen Arabica-Kaffee. Die Bohnen müssen unbedingt aus Bio-Anbau sein. Den Kaffee mahle ich portionsweise mit einer hochwertigen Handmühle, und zwar so fein wie Espressopulver. Die Handmühle ist zwar teurer als die handelsüblichen elektrischen Kaffeemühlen, und das Mahlen macht mehr Arbeit. Man muss sich jede Tasse Kaffee durch minutenlanges Kurbeln schwer verdienen. Aber es lohnt sich. Die Handmühle zerhäckselt die Bohnen nicht, und durch die vergleichsweise geringe Mahlgeschwindigkeit werden die Bohnen nicht warm, was wichtig ist, um das volle Aroma zu bewahren. Ganze Bohnen sind teurer als Pulverkaffee, aber das ist durchaus berechtigt: Nur erstklassige Qualität wird in Form von ganzen Bohnen angeboten. Das Mahlen unmittelbar vor der Zubereitung verhindert, dass sich die Aromastoffe verflüchtigen. Im Gegensatz zu frisch gemahlenem Kaffee schmeckt vakuumverpackter Pulverkaffee regelrecht alt und abgestanden, sogar dann, wenn die Packung gerade erst geöffnet worden ist.
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Meine wunderschöne Kaffee-
mühle von Zassenhaus aus
Solingen.
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"Mein" Kaffee schmeckt mir so lecker, dass ich eigentlich anderen Kaffee mehr trinken mag. In Cafés und Restaurants trinke ich inzwischen lieber Tee, um nicht enttäuscht zu werden. Nur in einigen Bio-Cafés mache ich mal eine Ausnahme.
So wie mit dem Kaffee versuche ich es inzwischen auch mit den meisten anderen Lebensmitteln zu halten: Lieber weniger konsumieren, aber dafür lieber darauf achten, dass nur die besten Rohstoffe verwendet werden und alles auf bestmögliche Art zubereitet wird. Ich bin in dieser Hinsicht auf einer Linie mit der Slow-Food-Bewegung, nur dass es bei mir möglichst auch immer bio, vollwertig und vegan sein sollte. Gute Lebensmittel verdienen es auch, mit Sorgfalt zubereitet und mit Genuss gegessen zu werden.


Du siehst beim Mahlen aber schon recht vergnügt aus, Inka, sicher in Vorfreude auf den anstehenden Trinkgenuss!
AntwortenLöschenDein Bild erinnert mich an meine Kindheit, als ich fast regelmäßig Kaffeebohnen zu mahlen hatte. Es roch dann immer so herrlich.
Leider ist diese Art der Kaffeezubereitung außer Mode gekommen. Es muss alles nur schnell gehen, am Besten to go und womöglich aus einem Plastikbecher.
Unsere Tageszeitung hatte heute auch einen Bericht zum Thema Kaffee-- Zufälle gibt's! Deiner gefällt mir aber besser, ich fühle mich in ihm mehr aufgehoben, er ist irgendwie persönlicher.
Grüße an Dich und Marion von Felicitas
Danke für Deinen Kommentar! Ja, leider muss heutzutage alles immer so schnell gehen, und oft leidet die Qualität und damit der Genuss darunter. So gesehen ist das Mahlen von Kaffee mit der altmodischen Handmühle auch ein Beitrag zur Entschleunigung.
LöschenLiebe Grüße
Inka