Mittwoch, 7. Oktober 2015

Haselnüsse vom Baum und nicht vom Strauch

Ernte vom Straßenrand: Baumhaselnüsse und drei Esskastanien.
Tauben in der Stadt kennen keine gesunde Ernährung oder nur am Rande, wenn sie einmal frische Rasensaat auf einer neu angelegten Grünfläche "abräumen". Ansonsten gibt es Brötchenkrümel, Pommes oder Eiswaffeln und was sonst noch so auf dem Pflaster landet.
Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Heute habe ich "normale" Tauben getroffen, die aufpicken, was die Natur hergibt. Und diesbezüglich hat auch die Stadt etwas zu bieten. In einer kleinen Seitenstraße trippeln sie eifrig unter einem Baum herum. Was machen sie dort nur? Ich gehe näher heran und sehe,  unter welchem Baum sie nach Futter suchen. Eine Baumhasel steht dort in der Straße. Auf den ersten Blick vielleicht mit einer Linde zu verwechseln, wäre da nicht der schlanke Wuchs und die stacheligen (leeren) Fruchthüllen am Boden. Ich sammle herausgefallene Nüsse, die nicht von Autoreifen überrollt worden sind (auf deren Inhalt haben es die Tauben abgesehen), um sie in unserem Garten in der Erde zu verbuddeln, denn eine kurze Internetrecherche ergab, dass die Nüsse der Baumhasel essbar sind. Zwar sind sie etwas kleiner als Haselnüsse, aber fein im Geschmack. Und der Baum zeichnet sich über den schlanken Wuchs hinaus noch durch Robustheit aus, was ihn zum idealen Straßenbaum in Städten macht.
Und (hoffentlich) auch zum idealen Landbaum, ohne deshalb gleich eine Straße quer über unser Grundstück bauen zu müssen ... Wäre ja schließlich auch eine schöne Nahrungsergänzung für unsere Eichhörnchen, die sollen ja auch nicht nur Walnüsse essen müssen.

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