Samstag, 24. Oktober 2015

Schatzsuche im Wald

Fundstücke vom Weges- oder Waldrand: große Fingerhutpflanzen und jede
Menge kleiner Blumenzwiebeln, vermutlich Traubenhyazinthen.
Wie eine Schatzsucherin komme ich mir vor, gehe ins Wäldchen nicht weit von unserem Haus, wo jemand aus der Nachbarschaft seit Jahren seine Gartenabfälle ablädt. Zu verstehen ist das nicht wirklich, weil das Grundstück groß ist, aber egal, ich bin neugierig, was sie in diesem Jahr herausgerissen haben.
Palmlilien zum Beispiel, außerdem sehe ich abgeschnittene Triebe von Phlox und Mädchenauge und vier schöne Fingerhutpflanzen mitsamt Wurzeln.
Ich liebe Fingerhut. Die Pflanzen mögen es zwar nicht, verpflanzt zu werden, aber vertrocknen ist auch nicht schön. Ich nehme sie also mit und setze sie bei uns in den Garten. Die Pflanzen sind so groß, dass sie im nächsten Jahr blühen werden, sofern sie nicht eingehen. Und dann entdecke ich noch lauter kleine Zwiebelblumen. Warum sie um diese Jahreszeit so viel Grün haben, ist mir rätselhaft, auch weiß ich nicht genau, was für Blumen es sind. Traubenhyazinthen vielleicht? Auch sie mögen um diese Zeit nicht umgesetzt werden. Aber es kommt auf einen Versuch an. Bestimmt 30 schöne dicke Zwiebeln finde ich zwischen Erde, Blättern und abgeschnittenen Staudenresten.
Später verteile ich sie in unserem Vorgarten, nicht ohne ihnen zu sagen, dass nicht ich es war, die sie herausgerissen hat, und sie bitte nicht beleidigt sein sollen. Dann noch ordentlich angießen und fertig!
Diese Schatzsuche war wirklich erfolgreich, auch wenn ich weder Gold noch Edelsteine gefunden habe.

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