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| Traubenkirsche sind mit ihrem bunten Laub im Herbst ein schöner Anblick, aber zumindest die spätblühende Art wird von Forstwirten gar nicht (mehr) gern gesehen. |
Wo die Traubenkirsche in Massen auftritt, kann man ziemlich sicher sein, dass es sich um die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) handelt. Im Gegensatz zur heimischen Frühblühenden Traubenkirsche (Prunus padus) ist sie ein Einwanderer. Sie wurde im 17. Jahrhundert aus Nordamerika eingeführt und hier vom späten 19. Jahrhundert an verstärkt angebaut – zunächst als Parkbaum, später aber vor allem bei der Aufforstung von Heideflächen. Durch ihr im Herbst fallendes Laub sollte sie zur Humusbildung beitragen. Da sie Blausäure enthält, wird sie von Rehen nicht angefressen und kaum von Schädlingen befallen und kann sich ungehindert ausbreiten. Aus kleinsten Wurzelresten entstehen neue Pflanzen, die alsbald dichte Unterholzbestände bilden, wodurch andere Gehölze verdrängt werden. Mittlerweile gilt sie in der Forstwirtschaft als Problembaumart.

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