Samstag, 17. Oktober 2015

Klein, aber mein

Historische Postkarte mit einer kleinen Botschaft ...
Endlich hat mein kleiner Flohmarktfund, eine Postkarte vermutlich aus den 1950er, vielleicht 1960er Jahren mit einer gezeichneten Linea Borealis den passenden Rahmen gefunden. Dieses Blümchen ist ein ganz besonderes, sie war die Lieblingsblume des noch heute bekannten schwedischen Botanikers und Systematikers Carl von Linné. Nur im hohen Norden ist sie zu finden, wo sie als Halbstrauch kriechend wächst. Unscheinbar, ja "unansehnlich" soll sie sein, auf jeden Fall keine auf den ersten Blick auffallende Schönheit, weil sie nur circa 20 Zentimeter hoch wächst.
Die Schweden sind stolz auf ihren Landsmann Carl von Linné und halten es für eine typisch småländische Eigenschaft, dass er sich ein so bescheidenes Blümchen ausgesucht hat, das seinen berühmten Namen tragen soll. "Herba nostra" – "meine Blume" steht als Erklärungstext auf dieser (schwedischen) Postkarte. Er hat die Linea borealis übrigens nicht selbst nach sich benannt, sondern einen Gönner von ihm darum gebeten.
Für mich hat diese schöne Blumendarstellung eine besondere Bedeutung: Nur wenn wir genau hinschauen und uns nicht blenden lassen, entdecken wir die Schönheit, die uns umgibt, auch dort, wo wir sie gar nicht vermuten.

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